Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige Updates„
Orion“-Crew sendet beeindruckende Fotos von Mond und Erde„
Orion“-Crew telefoniert mit US-Präsident Trump„
Orion“ umrundet Mond – Rückflug zur Erde hat begonnenDie Astronauten studieren die Mondoberfläche„
Orion“-Besatzung so weit von der Erde entfernt wie kein Mensch zuvor Theresa PalmLaserstrahlen bringen die „
Orion“-Bilder zur ErdeDas Raumschiff
Orion sendet zig spektakuläre Fotos, am frühen Donnerstagmorgen deutscher Zeit steht sogar eine kurze Liveschalte aus der Raumkapsel an. Wie schaffen es 20 Gigabyte Daten innerhalb von 45 Minuten vom Mond zur Erde, wie
NASA-Flugleiter
Rick Henfling in einer Pressekonferenz vergangene Nacht erwähnte? Der Clou ist das Laser-Kommunikationssystem, das wesentlich mehr kann als herkömmliche Funkübertragung. Radiowellen transportieren nur wenige Megabit an Daten pro Sekunde. Ganz normale Funksysteme nutzt die
Orion zwar weiterhin auch. Das neue System O2O überträgt aber mit Infrarotlicht 4K-Videos aus der Crewkapsel. Die Laserbodenstationen stehen in
New Mexico und Kalifornien, wo der Himmel meist klar ist. Natürlich geht es nicht nur um Videoanrufe, sondern auch um wissenschaftliche und Flug-Daten. Die von Henfling genannten Eckpunkte ergeben eine Rate von 60 Megabit pro Sekunde, so viel schafft das System also in der Praxis. In der Spitze sollen Übertragungsraten von bis zu 260 Megabit pro Sekunde möglich sein. Zum Vergleich: Dieser Blogeintrag gelangt über eine Internetverbindung von 171 Megabit pro Sekunde auf die Homepage.Der restliche Zeitplan der
Artemis-2-MissionBis Samstag werden
Christina Koch,
Victor Glover,
Reid Wiseman und
Jeremy Hansen noch unterwegs sein. Was passiert bis dahin? Ein kleiner Überblick:Pünktlich wach sein heißt es für die vier Astronauten auch am Freitag: Da stehen zwei weitere Kurskorrekturen an, gegen 4.50 Uhr und 20.50 Uhr.Spannend wird es dann am Samstag, wenn
Orion wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Gegen 1.30 Uhr, etwa eine halbe Stunde vor ihrer Ankunft auf der Erde, trennt sich die Raumkapsel zunächst vom europäischen Servicemodul. Für 2 Uhr ist vorgesehen, dass sie im Pazifik wassert. Gegen 3 Uhr soll die Crew die Kapsel auf dem Meer verlassen und etwa eine halbe Stunde später auf dem Recoveryschiff ankommen.Die Zeiten können sich laut
NASA noch leicht ändern.Pauline ClaßenEin Ferngespräch im AllDie
Artemis-2-Crew befindet sich auf dem Heimweg. Wie die
NASA mitteilte, hat die
Orion-Kapsel den Punkt passiert, an dem die Schwerkraft der Erde wieder stärker auf das Raumschiff wirkt als die des Mondes. Aber eine besondere Chance wurde noch genutzt:
Reid Wiseman,
Victor Glover,
Christina Koch und
Jeremy Hansen unterhielten sich eine Viertelstunde lang mit den vier derzeit auf der Internationalen Raumstation ISS stationierten Astronautinnen und Astronauten: von Raumschiff zu Raumschiff. Die ISS-Astronautin Jessica Meir fragte ihre Kollegin Koch wie sie Mond und Erde aus der
Orion-Perspektive erlebt habe. „Ich habe nicht nur die Schönheit der Erde bemerkt, sondern auch, wie viel Dunkelheit drum herum war und das hat es noch viel mehr besonders gemacht.“ In der Nacht zum Samstag (MESZ) soll die Crew wieder auf die Erde zurückkehren und im Pazifik landen.Laura OtterNasa veröffentlicht Playlist, mit der die Astronauten geweckt werden Jeden Morgen der zehntägigen Mission wird die
Orion-Crew vom Kontrollzentrum von der Erde aus mit einem anderen Lied geweckt. Diese musikalischen Weckrufe sind Tradition bei der
NASA und dienen der Motivation und der positiven Haltung der Besatzung. Nun veröffentlicht die
NASA die Playlist auf Spotify: Die Crew ist bereits zu „In a Daydream“ der Freddy Jones Band und „Pink Pony Club“ von Chappell Roan in den Tag gestartet. „
Orion“-Crew sendet beeindruckende Fotos von Mond und ErdeEs sind traumhafte Fotos, die die
Orion-Crew von ihrem Mond-Umflug zur Erde gesendet haben: Bilder von der am Horizont untergehenden Erde, von der Sonnenfinsternis, bei der der Mond wie ein schwarzer Ball am Weltraum zu schweben scheint, von den Kratern auf dem Mond. Allesamt gestochen scharfe Fotos, ganz anders als man sie von der allerersten Mondmission kennt. Aber sehen Sie selbst:Viel Hardware für die Mission kommt aus EuropaEuropäische Technik ist für die Mondmission unverzichtbar. Hauptlieferant aus Europa ist der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus, der für die
Orion-Kapsel das Europäische Servicemodul (ESM) baut. Die Raumfahrtagentur Esa hat bislang für etwa zwei Milliarden Euro insgesamt sechs solcher Servicemodule in Auftrag gegeben, Airbus baut sie in Bremen. Bemerkenswert sind auch Star Tracker der Firma Jena Optronik, die an der Außenwand des ESM hängen. Die Crew kann mit den Sternsensoren navigieren, weil der Tracker anhand von Katalogen Sternformationen identifiziert und so die Lage der Kapsel im Weltraum bestimmen kann. Ein wichtiger deutscher Beitrag zu den Mondmissionen kommt von der Firma MT Aerospace in Augsburg. Die Tochter des Bremer Raumfahrtunternehmens OHB baut für die SLS-Rakete. MT liefert dafür die Tankabdeckungen mit einem Durchmesser von 8,4 Metern. „Die Zulieferung für die SLS-Rakete war für uns sehr wichtig, um in den US-Markt zu kommen“, sagt MT-Chef Ulrich Scheib. Franziska PeerEin fliegendes Nutella-Glas im All?400 000 Kilometer von der Erde entfernt ist ein Nutella-Glas innerhalb der Artemis 2 plötzlich zu einer eigenen kleinen Mission aufgebrochen und geht seitdem in den sozialen Medien viral. Das Glas mit der Nusscreme hatte sich offensichtlich aus einem Fach oder Regal gelöst, drehte sich vor Abermillionen Zuschauern des Livestreams unmittelbar vor der Kamera um die eigene Achse, flog dann von den Betrachtern fort und wurde schließlich eingefangen.Allein das Tiktok-Video von der Nutella-Szene, das der US-Sender CBS ins Netz stellte, erhielt in den ersten zwölf Stunden mehr als 300 000 Likes. In Kommentaren wurde gleich gemutmaßt, da sei vielleicht gar kein Glas geflogen. Es sei nur digital reinkopiert. Einige meinten gar, es handele sich hier um eine bezahlte PR-Kampagne des Nuss-Nugat-Creme-Herstellers. Eine
NASA-Sprecherin versicherte auf Anfrage des Portals futurism.com, dass es sich nicht um eine Produktplatzierung handele.Allerdings hegt ein Experte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Zweifel an der Echtheit. „Sollte da wirklich ein Glas mit Nuss-Nugat-Creme durch die Kapsel geflogen sein“, sagte der DLR-Sprecher am Telefon, „so dürfte der Astronaut, der es mitgenommen hat, nie wieder fliegen.“ Denn: „Ein solcher Glaskörper entspricht nicht den international geltenden Sicherheitsvorgaben.“Lesen Sie mehr zum fliegenden Nutella-Glas im Text von Martin Zips:Laura OtterVom Mond auf die Erde Das Weiße Haus veröffentlicht eine einmalige Aufnahme der
Orion-Crew aus dem All. Der eindrucksvolle Blick zeigt, wie die Erde hinter dem Mond verschwindet. Pauline ClaßenDie Sonnenfinsternis aus „
Orion“-Perspektive Gegen 3 Uhr deutscher Zeit hat die Crew der
Orion eine Sonnenfinsternis erlebt. Aus ihrer Perspektive war die Sonne vollkommen vom Mond verdeckt. Wie die
NASA berichtet, nutzen die Astronautinnen und Astronauten die Gelegenheit, um die Sonnenkorona, also die äußerste Schicht der Atmosphäre der Sonne, zu analysieren. Das geht nur bei einer Sonnenfinsternis, da die Korona sonst von der restlichen Sonne überstrahlt wird.Astronaut
Victor Glover sagte über das Erlebnis begeistert: „Es ist, als würde man einer Flamme zuschauen.“„
Orion“-Crew telefoniert mit US-Präsident TrumpNach einer spontanen Ankündigung via Social Media telefonierte US-Präsident Donald Trump für mehrere Minuten mit der Crew der
Orion-Raumkapsel. Man hat den US-Präsidenten selten so neugierig erlebt. Er erkundigte sich etwa danach, wie sich die Funkstille angefühlt habe und wie der Mond von der anderen Seite aussehe. Trump bezeichnete die Astronauten als „moderne Pioniere“ und würde sich über einen Besuch der Crew im Weißen Haus freuen. Er wolle ein Autogramm von ihnen haben, und das würde er wirklich selten jemanden fragen.„
Orion“ umrundet Mond – Rückflug zur Erde hat begonnenDie Erde hat sie wieder, zumindest via Funk. Um 1.25 Uhr deutscher Zeit hat sich die
Orion-Crew aus dem Funkschatten hinter dem Mond zurückgemeldet. „Es ist so schön, wieder von der Erde zu hören“, sagte Astronautin
Christina Koch. Etwa 40 Minuten lang war das Raumschiff für das
NASA-Funksystem Deep Space Network nicht erreichbar. Es sei das erste Mal seit 1972, dass Astronauten komplett unerreichbar gewesen seien, sagte eine
NASA-Sprecherin im Livestream. Während dieser Zeit haben die vier Artemis-Astronauten gleich zwei Rekorddistanzen verbucht. Um ein Uhr erreichten sie mit 6545 Kilometern den nächsten Punkt zum Mond, zwei Minuten später den weitesten Punkt ihrer Reise von der Erde: 406 771 Kilometer. Zum Vergleich: Den bisherigen Rekord hatte Apollo 13 im April 1970 mit 400 171 Kilometern, nie waren Menschen vor Artemis 2 weiter weg von ihrem Heimatplaneten. Um 2.35 Uhr können die Astronauten eine ganz besondere Sonnenfinsternis beobachten: Dabei schiebt sich die Sonne aus ihrer Sicht hinter den Mond und die Crew kann die Sonnenkorona am Mondrand analysieren. Um 3.20 Uhr endet die Phase der Mondbeobachtung.Am Dienstagabend deutscher Zeit wird wieder vor allem die Anziehungskraft der Erde auf die Kapsel wirken, am frühen Samstagmorgen soll sie dann im Pazifik landen.„
Orion“ hinter dem Mond – Funkkontakt bricht abSeit 0.44 Uhr hiesiger Zeit fliegt
Orion von der Erde aus gesehen hinter dem Mond. Für etwa 40 Minuten besteht darum kein Funkkontakt. Im Livestream war der Mond Minuten vorher nur noch als Sichel zu erkennen – ebenso wie die Erde, die ebenfalls kurz zu sehen war. Gegen 1 Uhr hat
Orion mit 6545 Kilometern die kürzeste Distanz zum Mond – er soll dann aus Sicht der Crew ungefähr die Größe eines Basketballs am ausgestreckten Arm haben. Gegen 1.05 Uhr erreicht
Orion den größten Abstand zur Erde – 406 771 Kilometer. Die Astronauten studieren die MondoberflächeSeit etwa zweieinhalb Stunden beobachten und fotografieren die vier Astronauten
Victor Glover,
Jeremy Hansen,
Christina Koch und
Reid Wiseman abwechselnd in Zweiergruppen den Mond aus zuletzt rund 10 000 Kilometern Entfernung. Dabei kommen zunehmend auch Bereiche der Mondrückseite in ihr Blickfeld. Nach
NASA-Angaben hat die Crew am Ostersonntag eine Liste mit 30 Zielen auf der Mondoberfläche bekommen, die die Astronauten näher analysieren sollen und die teilweise noch nie mit bloßem menschlichen Auge beobachtet wurden. „Ähnlich wie ein Plan für einen Weltraumspaziergang bietet er klare, detaillierte Vorgaben und gleichzeitig Flexibilität für die Besatzung, Entscheidungen auf der Grundlage dessen zu treffen, was sie in Echtzeit sieht und erlebt“, so die
NASA. Ziel ist unter anderem das 3,8 Milliarden Jahre alte Mare Orientale, ein fast 965 Kilometer breiter Krater, der sich über die Vorder- und Rückseite des Mondes erstreckt. Ferner der Einschlagkrater Hertzsprung, der fast 640 Kilometer breit ist und auf der Mondrückseite liegt. Die Astronauten sollten zudem nach Lichtblitzen schauen, die bei Einschlägen auf der Oberfläche entstehen.Etwa 60 Prozent der Mondrückseite seien wegen der Lichtverhältnisse während der Apollo-Missionen noch nie von Menschenaugen gesehen worden, sagte Wiseman vor dem Start. Je weiter sich die Kapsel der Mondrückseite nähert, desto dunkler wird es allerdings auch dieses Mal. So werden nur 20 Prozent der Mondrückseite von der Sonne beleuchtet sein. Bei Neumond ist die Rückseite komplett beleuchtet. Zeitweise mussten die Astronauten übrigens das erdzugewandte Fenster der
Orion-Kapsel mit einem T-Shirt abdecken, weil die Helligkeit der Erde die Beobachtungen störte.Die Beobachtungen dauern an, gegen 0.44 Uhr deutscher Zeit wird der Funkverkehr für etwa 40 Minuten unterbrochen, weil sich die Kapsel dann im Mondschatten befindet – komplett auf der Rückseite des Mondes.Ein Krater für Reid Wisemans verstorbene EhefrauUm genau 19.57 Uhr deutscher Zeit hat die
Artemis-2-Crew mit ihrer
Orion-Kapsel den bisherigen Rekord von Apollo 13 eingestellt. So waren die drei Apollo-Astronauten bei ihrem Flug Mitte April 1970 insgesamt 400 171 Kilometer weit von der Erde entfernt, nie waren Menschen weiter weg von ihrem Heimatplaneten. Der kanadische Astronaut
Jeremy Hansen sagte im Videostream: „Wenn wir die größte Entfernung überwinden, die Menschen jemals von der Erde aus zurückgelegt haben, tun wir dies in Anerkennung der außergewöhnlichen Anstrengungen und Leistungen unserer Vorgänger in der bemannten Weltraumforschung. Wir werden unsere Reise ins All fortsetzen und uns immer weiter von Mutter Erde entfernen, um zu allem zurückzukehren, was uns lieb und teuer ist. Vor allem aber nutzen wir diesen Moment, um diese und die nächste Generation dazu herauszufordern, dafür zu sorgen, dass dieser Rekord nicht lange Bestand hat.“ Anschließend benannten die Astronauten zwei neue Mondkrater nach Reid Wisemans verstorbener Ehefrau Carroll und nach der
Orion-Kapsel „Integrity“. Die vier Astronauten der Artemis 2 sollen am Dienstagmorgen um 1.07 Uhr deutscher Zeit sogar eine Erddistanz von etwa 406 778 Kilometern erreichen. Nun beginnt aber erst einmal die Phase des Vorbeiflugs mit wissenschaftlichen Beobachtungen des Mondes. Wegen der engen Platzverhältnisse können jeweils zwei Astronauten die Mondoberfläche 55 bis 85 Minuten beobachten. Die beiden anderen erledigen währenddessen andere Aufgaben.„
Orion“-Besatzung so weit von der Erde entfernt wie kein Mensch zuvor Auf ihrem Weg zum Mond hat die Besatzung der Raumkapsel
Orion einen neuen Rekord aufgestellt. Die vier Astronauten
Victor Glover,
Jeremy Hansen,
Christina Koch und
Reid Wiseman haben sich weiter von der Erde entfernt als jemals Menschen zuvor. Sie haben jetzt eine größere Distanz zwischen sich und der Erde gebracht als die Crew der Apollo-13-Mission, die 1970 etwa 400 171 Kilometer entfernt war.Derzeit befindet sich die
Orion-Kapsel auf der Rückseite des Mondes. Noch sind die Astronauten nicht am weitesten Punkt ihrer Reise angekommen. Bis dahin ist es aber nur noch ein verhältnismäßiger Katzensprung: Gegen 1.09 Uhr soll die Raumkapsel 406 773 Kilometer von der Erde entfernt sein.Der Flugverlauf von
Orion gleicht insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die vier Astronauten sollen auf ihrer Reise mehr als 2,3 Millionen Kilometer zurücklegen – und dann im Pazifik wieder auf der Erde aufkommen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software