PfadnavigationHomePanoramaWildtier verletzte eine Frau„Auswilderung auf Bewährung“ –
Wolf wurde im Süden Hamburgs freigelassenStand: 08.04.2026Lesedauer: 3 MinutenEin
Wolf hatte eine Frau in
Hamburg gebissen – nun ist er wieder freigelassen worden Quelle:
Hamburg" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="89944" data-entity-type="organization">Umweltbehörde
Hamburg/dpaNun ist klar, wo der Hamburger
Wolf ausgesetzt wurde: Das Tier, das eine Frau verletzte, ist im Süden der Stadt nahe
Niedersachsen freigelassen worden. Das teilte das
Umweltministerium in Hannover mit.Der
Wolf, der eine Frau in
Hamburg verletzt hat, ist zurück in den Stadtstaat gebracht worden. Bei seiner Auswilderung am Ostersonntag wurde er im südlichen Hamburger Stadtgebiet an der Grenze zu
Niedersachsen freigelassen. Das teilte das
Umweltministerium in Hannover auf Anfrage mit. Die Hamburger Umweltbehörde hatte nicht bekanntgegeben, wo das Tier nach seiner Gefangenschaft in einer Wildtierauffangstation im niedersächsischen
Sachsenhagen hingebracht worden war. Der
Wolf war vor der Auswilderung mit einem Sender ausgestattet worden, sodass sein Standort nachvollzogen werden kann. Nach Behördenangaben wird das Jungtier im Rahmen des
Wolf" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="108165" data-entity-type="organization">LIFE Wild
Wolf-Projekts länderübergreifend überwacht. Hamburgs Umweltsenatorin
Katharina Fegebank (Grüne) sprach von einer „Auswilderung auf Bewährung“. In
Niedersachsen waren dem Ministerium zufolge vor dem Hamburger
Wolf bereits vier weitere Wölfe in das Forschungsprojekt aufgenommen und mit satellitengestützten Halsbandsendern ausgestattet worden: ein Tier im Jahr 2023, zwei Tiere im Jahr 2024 und ein weiteres Anfang März dieses Jahres.Erster Angriff eines Wolfs gegen einen Menschen seit 1998Der
Wolf war erstmals am letzten Märzwochenende im Westen von
Hamburg gesichtet worden. Am folgenden Montagabend (30.3.) hatte er sich dann in eine kleine, wenige Meter breite Einkaufspassage an der Großen Bergstraße im Stadtteil
Altona-Altstadt verirrt und dort eine etwa 60 Jahre alte Frau verletzt. Anschließend rannte der
Wolf mehrere Kilometer durch die Hamburger Innenstadt und sprang schließlich in die Binnenalster, wo ihn die Polizei einfangen und zunächst in das Wildgehege Klövensteen bringen konnte. Lesen Sie auchNach Angaben der Umweltbehörde hatte der
Wolf die Frau gebissen, als diese mutmaßlich auf das in der Passage gefangene und panische Tier zugegangen sei, um es durch die gläsernen Automatiktüren nach draußen zu lassen. Das
Bundesamt für Naturschutz sprach danach vom ersten Angriff eines Wolfs gegen einen Menschen in Deutschland seit der Wiederansiedlung der Tiere 1998. Mahnwache für den
Wolf am OstersonntagUnterstützer des Wolfs hatten sich am Ostersonntag bei einer Mahnwache für die Freilassung des Wolfs stark gemacht. Nach Veranstalterangaben kamen bis zu 150 Teilnehmer, einige von ihnen brachten ihre Hunde mit, andere trugen Schilder mit der Aufschrift „Lasst ihn zurück in seine Freiheit“, „Ich bin keine Trophäe“ oder „Der
Wolf soll bleiben“. Lesen Sie auch„Mit der Auswilderung haben wir für diesen
Wolf nun eine rechtssichere Lösung gefunden, die die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und das Tierwohl berücksichtigt“, sagte Fegebank. Vor einer Entscheidung seien mit Experten sämtliche Optionen abgewogen worden. Die Behörde erklärt, den
Wolf zu töten, sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich und eine Unterbringung in einem Wildgehege scheitere auch an praktischen Dingen – was zuvor auch schon mehrere Wolfexperten gesagt hatten.dpa/jho