Trump erneuert Kritik an Bündnis "Die
NATO war nicht da, als wir sie brauchten" Stand: 09.04.2026 • 06:28 Uhr Seit Wochen wirft US-Präsident Trump der
NATO fehlende Unterstützung im
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Iran-Krieg vor. Nun war Generalsekretär Rutte im Weißen Haus. Beschwichtigt hat Trump das offenbar nicht - und er spricht auch wieder über
Grönland. Nach seinem Treffen mit
NATO-Generalsekretär
Mark Rutte hinter verschlossenen Türen im Weißen Haus hat US-Präsident
Donald Trump erneut Kritik an dem Verteidigungsbündnis geübt. "Die
NATO war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, wenn wir sie wieder brauchen", schrieb er in Großbuchstaben auf seiner Plattform Truth Social. "Sie wurden auf die Probe gestellt und haben versagt", zitierte eine Sprecherin des Weißen Hauses den Präsidenten mit Blick auf die Rolle der Allianz im
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Iran-Krieg. Trump hatte die Verbündeten unter anderem dazu aufgefordert, die USA bei der Sicherung der
Straße von Hormus zu unterstützen. Diese hielten sich allerdings angesichts der laufenden Kampfhandlungen mit Zusagen zurück. Die
NATO wurde 1949 als Verteidigungsbündnis gegründet. Im oft zitierten Artikel 5 verpflichten sich die Mitgliedsstaaten zu gegenseitigem Beistand, falls einer von ihnen angegriffen wird. Viele
NATO-Staaten stimmen mit Trump grundsätzlich darin überein, dass das Regime in
Iran eine Gefahr für die Sicherheit im Nahen Osten darstellt. Allerdings sehen sie in dieser Bedrohung keinen Bündnisfall für die
NATO - anders als nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA, als sich die
NATO dem Krieg gegen die Taliban in Afghanistan anschloss. Trump kritisierte die nach seiner Ansicht mangelnde Unterstützung wiederholt und bezeichnete das Bündnis als "Papiertiger". Zudem verursachten manche seiner Äußerungen Sorgen vor einem möglichen
NATO-Austritt der USA. Rechtlich wäre dieser Schritt zwar nur möglich, wenn der US-Senat mit Zweidrittelmehrheit zustimmt, was als unwahrscheinlich gilt. Aber schon die öffentlich geführte Diskussion löst Zweifel an der Zuverlässigkeit Washingtons im Bündnis aus. Laut einem Bericht des Wall Street Journal erwägen die USA auch einen Truppenabzug aus Ländern, die die US-Angriffe auf
Iran nicht unterstützt haben - etwa
Deutschland und
Spanien. Trotz der nun angekündigten zweiwöchigen Waffenruhe belasten die diplomatischen Folgen des Konflikts die Beziehungen weiter. Der Streit verschärft bestehende transatlantische Spannungen über die
Ukraine und die Höhe der Militärausgaben. Die Verbündeten sollten sich an
Grönland erinnern, schrieb Trump nach dem Treffen mit Rutte, und bezeichnete die Arktisinsel als "großes, schlecht verwaltetes Stück Eis". Anfang des Jahres hatte der US-Präsident offen von einer Übernahme der strategisch bedeutenden Insel gesprochen, die ein Autonomiegebiet des
NATO-Partners Dänemark ist - notfalls auch gewaltsam. Davon sah er nach heftiger Entrüstung unter den europäischen Partnern schließlich wieder ab. Er beharrte jedoch auf Verhandlungen zu dem Thema. Zudem startete die
NATO einen neuen Einsatz, der die militärische Präsenz in der Arktis verstärken soll. Rutte, der als Vermittler zwischen Trump und dem Rest der Allianz gilt, hatte damals dazu beigetragen, den Streit zu entschärfen. Nach seinem Besuch im Weißen Haus sagte der
NATO-Generalsekretär im Sender CNN, es sei klar, dass Trump "eindeutig enttäuscht" sei über das transatlantische Bündnis und mehrere Partnerstaaten. Rutte beschrieb das Treffen mit Trump als "sehr offene Diskussion zwischen zwei Freunden". Auf die Frage, ob einige
NATO-Länder tatsächlich versagt hätten, antwortete Rutte: "Einige schon, ja, aber eine große Mehrheit der europäischen Länder, und darüber haben wir heute gesprochen, hat das getan, was sie versprochen hatte." Fragen dazu, ob Trump einen US-Austritt aus der
NATO angekündigt habe, wich Rutte wiederholt aus.