Insgesamt 52 Schiedsrichter schickt die
FIFA zur Fußball-WM 2026. Beim letzten Turnier in
Qatar waren es lediglich 36. Mit dabei in diesem Sommer ist neben einem deutschen Referee auch ein Video-Assistent des
DFB.
Felix Zwayer (44) wird der einzige deutsche Schiedsrichter bei der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada sein. Dies geht aus dem an diesem Donnerstag veröffentlichten Aufgebot des Weltverbandes
FIFA hervor. Bei der WM 2022 in
Qatar war Zwayer nicht im Einsatz, die UEFA nominierte ihn aber für die EM 2024 in Deutschland.Neben Zwayer wurden auch seine Assistenten
Robert Kempter und
Christian Dietz berufen.
Bastian Dankert ist als einziger
DFB-Offizieller als Video-Assistent dabei.
Daniel Siebert, der vor vier Jahren in
Qatar sowie bei der Heim-EM 2024 Spiele geleitet hatte, fehlt im Aufgebot der
FIFA.Katia Garcia als einzige Frau im
FIFA-Aufgebot„Bei der Fußball-WM als Schiedsrichter dabei zu sein, ist für jeden Unparteiischen ein Traum“, sagte
DFB-Schiedsrichterchef Knut Kircher: Die Wahl der
FIFA sei „erneut eine Auszeichnung für das deutsche Schiedsrichterwesen. Die Nominierten haben durch gute Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und sind dafür zu Recht belohnt worden.“Insgesamt wurden 52 Schiedsrichter nominiert. In
Qatar waren noch 36 Referees dabei. Bei dem Turnier im Sommer (11. Juni bis 19. Juli) werden allerdings auch erstmals 104 statt 64 Spiele ausgetragen. Während 2022 noch drei Frauen berufen worden waren, nominierte die
FIFA diesmal die Mexikanerin Katia Garcia und Tori Penso (USA) als Haupt-Schiedsrichterinnen.*Bei der WM dabei: Katia Garcia gehört zum Aufgebot der
FIFA für das Turnier 2026.EPADas Schiedsrichterquartier befindet sich während des XXL-Events in Miami, dort belegen die Unparteiischen ab dem 31. Mai ein zehntägiges Vorbereitungsseminar. Die Video-Referees ziehen im Anschluss daran nach Dallas um, die restlichen Offiziellen bleiben in Miami.„Wir werden alles unternehmen, damit unsere Spieloffiziellen optimal vorbereitet sind“, sagte Pierluigi Collina, der Schiedsrichter-Chef der
FIFA: „Wir sind überzeugt, dass sie den Herausforderungen dieses bahnbrechenden Turniers gewachsen sein werden.“Bei der WM werden die Schiedsrichter auch die Neuerungen, die von den Regelhütern des International Football Association Board (IFAB) zuletzt eingeführt wurden, umsetzen müssen. Die Video-Assistenten dürfen künftig etwa auch Eckball-Entscheidungen, die zweite Verwarnung bei einer Gelb-Roten Karte sowie Verwechslungen überprüfen, wenn Schiedsrichter die falsche Mannschaft für ein Vergehen mit einer Gelben oder Roten Karte bestrafen. Bei Einwürfen und Abstößen wird es künftig einen Fünf-Sekunden-Countdown geben, der vom Schiedsrichter angezeigt werden muss.