PfadnavigationHomeRegionalesHamburgHamburger HafenTonnenweise Kokain in Bananenkisten entdecktStand: 13:55 UhrLesedauer: 2 MinutenRund 30 Millionen Euro hätte das Kokain auf dem Schwarzmarkt eingebracht Quelle: -/Zoll
Hamburg/dpaGroßfund in einem schlichten Frachtcontainer aus
Ecuador: Fast zwei Tonnen reines Kokain, versteckt in 1600 einzelnen Paketen, konnte der
Hamburger Zoll sicherstellen. Der Hinweis kam aus dem
Hafensicherheitszentrum.Einsatzkräfte von Zoll und
Polizei haben im
Hamburger Hafen 1,6 Tonnen Kokain in einer Bananenlieferung aus
Südamerika abgefangen. Das Rauschgift im Wert von etwa 30 Millionen Euro sei im März in einem Container aus
Ecuador entdeckt worden, teilten die
Polizei und der Zoll am Freitag in der Hansestadt mit. Die Ermittlungen zu den Hintergründen liefen.Auslöser der Kontrolle war demnach ein Hinweis aus dem sogenannten
Hafensicherheitszentrum, in dem verschiedene Strafverfolgungsbehörden und die Hafenmanagementbehörde
Hamburg-port-authority" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="106984" data-entity-type="organization">
Hamburg Port Authority ihre Aktivitäten koordinieren. Große europäische Häfen wie
Hamburg sehen sich schon seit Jahren mit einer Kokainschwemme konfrontiert, Mafiagruppierungen und Rauschgiftkartelle nutzen den Containerfrachtverkehr in großem Stil zum Schmuggel. Früher seltene Funde im Tonnenbereich sind inzwischen häufig.Lesen Sie auchNach Ermittlerangaben kontrollierten sie aufgrund des entsprechenden Hinweises mehrere Container in einer speziellen Prüfanlage. Bei einem zeigten sich auf illegale Zuladungen hindeutende Auffälligkeiten. In dem Container fanden Einsatzkräfte Mitte März dann 1600 Kokainpakete.Mit welchem Ziel der Container mit den Bananen unterwegs war, teilten die Behörden nicht mit. Die weiteren Ermittlungen in dem Fall würden gemeinsam von
Polizei und Zoll in der
Hamburg" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="106985" data-entity-type="organization">Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift
Hamburg geführt. Banden aus dem Bereich der organisierten Kriminalität hoffen darauf, dass Großsendungen von Kokain in der Flut der weltweit transportierten Container unbemerkt durchkommen. Helfer sollen die Drogen unterwegs in günstigen Momenten unbemerkt entladen.Rund 31.000 Kokain-Delikte wurden bekanntDer Fund reiht sich ein in eine seit Jahren stark zunehmende Bedeutung Deutschlands als Zielland und Transitstation im internationalen Kokainschmuggel. Nach Angaben des Bundeskriminalamts wurden 2024 bundesweit 24 Tonnen Kokain sichergestellt, so viel wie nie zuvor; zugleich registrierten die Behörden knapp 31.000 Kokain-Delikte, ein weiterer Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Besonders der Seeweg gilt als zentrale Einfuhrroute: Der Zoll bezeichnete Containerhäfen als Hauptumschlagplätze, wobei der Schmuggel zunehmend über große, arbeitsteilig organisierte Lieferungen erfolgt. Trotz verstärkter Kontrollen und internationaler Zusammenarbeit gehen Ermittler von einer hohen Dunkelziffer aus, da kriminelle Netzwerke ihre Routen und Methoden flexibel anpassen und auf alternative Häfen sowie logistische Schlupflöcher ausweichen.jlau