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FRI · 2026-04-10 · 18:00 GMTBRIEF NSR-2026-0410-62404
News/Genderdebatte: World Boxing führt Geschlechtertests ein
NSR-2026-0410-62404News Report·DE·Human Rights

Genderdebatte: World Boxing führt Geschlechtertests ein

World Boxing führt zur bevorstehenden WM in Liverpool (4.-14. September) Geschlechtertests für alle Boxerinnen ein.

Stefan Nestler mit dpaDeutsche Welle (DE)Filed 2026-04-10 · 18:00 GMTLean · CenterRead · 2 min
Genderdebatte: World Boxing führt Geschlechtertests ein
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World Boxing führt zur bevorstehenden WM in Liverpool (4.-14. September) Geschlechtertests für alle Boxerinnen ein. Die neue Richtlinie, die ab sofort gilt, verlangt von allen Athletinnen über 18 Jahren einen PCR-Test oder einen gleichwertigen Gentest zur Bestimmung ihres Geburtsgeschlechts. World Boxing begründet den Schritt mit der Gewährleistung der Sicherheit aller Teilnehmer und der Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen. Die Entscheidung folgt auf eine Debatte um die algerische Olympiasiegerin Imane Khelif und Lin Yu-ting, die bei der WM 2023 von der IBA aufgrund von nicht näher erläuterten Geschlechtertests ausgeschlossen wurden. Das IOC hatte World Boxing im Februar als Weltverband anerkannt und ist damit für die Box-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles zuständig. Es ist noch unklar, ob Khelif sich dem Test unterziehen wird.

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The IOC called the IBA's decision to exclude Khelif and Lin an "arbitrary decision without due process".

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The IOC recognized World Boxing as the world federation in February.

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Imane Khelif and Lin Yu-ting were excluded from the 2023 World Championships after gender tests by the IBA.

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The new policy aims to ensure the safety of all participants and create equal competitive conditions for men and women.

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World Boxing requires all female boxers at the upcoming World Championship in Liverpool to undergo gender testing via genetic test.

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20. August 2025Alle Boxerinnen, die bei der bevorstehenden WM in Liverpool starten wollen, müssen mit einem Gentest ihr Geschlecht bestimmen lassen. Das gilt auch für die algerische Olympiasiegerin Imane Khelif. https://p.dw.com/p/4zGH9Auch Imane Khelif muss sich vor der WM einem Geschlechtstest unterziehenBild: Ariana Cubillos/AP Photo/picture allianceWorld Boxing fordert alle Boxerinnen, die in knapp zwei Wochen bei der Weltmeisterschaft in Liverpool (4.bis 14. September) starten wollen, auf, sich einem Geschlechtstest zu unterziehen. "Die Richtlinie soll die Sicherheit aller Teilnehmer gewährleisten und gleiche Wettbewerbsbedingungen für Männer und Frauen schaffen", begründete der Box-Weltverband den Schritt in einer Pressemitteilung. Die neue Richtlinie gelte ab sofort. Alle Athletinnen über 18 Jahren müssten sich zur Bestimmung ihres Geburtsgeschlechts einmalig einem PCR-Test oder einem gleichwertigen genetischen Screening-Test unterziehen, heißt es. Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der medizinischen Abteilung und des Anti-Doping-Komitees von World Boxing hätten die Richtlinie ausgearbeitet, teilte die Organisation mit. Auch seien Experten zu Rate gezogen und "rechtliche, gesellschaftliche und sportliche Entwicklungen im Zusammenhang mit der Frage der Geschlechtseignung" erörtert worden. Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris hatte die Debatte um Imane Khelif aus Algerien und Lin Yu-ting aus Taiwan für Schlagzeilen gesorgt. Der Weltverband IBA - inzwischen vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nicht mehr anerkannt - hatte die beiden Boxerinnen nach nicht näher erklärten Geschlechtertests von der WM 2023 ausgeschlossen. Sie hätten "im Vergleich zu anderen weiblichen Teilnehmern Wettbewerbsvorteile" gehabt, so die IBA. Imane Khelif gewann in Paris Gold in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm KörpergewichtBild: MOHD RASFAN/AFP/Getty Images Das IOC sprach von einer "willkürlichen Entscheidung ohne ordnungsgemäßes Verfahren" und ließ Khelif und Lin in Paris starten. Das im Pass angegebene Geschlecht sei maßgeblich für die Zulassung zu den Wettbewerben, begründete das IOC seine Entscheidung. Beide holten Gold. Ob Khelif sich dem Test unterziehen oder womöglich gegen die Entscheidung klagen wird, ist offen. Lin wird laut Angaben ihres Trainers den Test machen. Das IOC hatte World Boxing im Februar als Weltverband anerkannt. Damit ist World Boxing auch für die Organisation der Box-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles zuständig. Bei den Spielen 2021 in Tokio und 2024 in Paris hatte die das IOC die Aufgabe selbst übernommen.
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