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FRI · 2026-04-10 · 23:09 GMTBRIEF NSR-2026-0411-62643
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NSR-2026-0411-62643News Report·DE·Economic Impact

Mehr als 2 Millionen Deutsche haben noch immer kein schnelles Internet

Trotz des politischen Ziels von 2018, deutschlandweit mindestens 50 Mbit/s Internetgeschwindigkeit zu gewährleisten, haben laut einer Analyse von Verivox noch immer etwa 2,2 Millionen Deutsche keinen Zugang zu solch schnellem Internet. Die Analyse, basierend auf Daten des Bundesbreitbandatlas, zeigt, dass 96 Prozent der deutschen Städte und Gemeinden Lücken in der Versorgung mit diesem Mindeststandard aufweisen.

Thomas HeuzerothDie WeltFiled 2026-04-10 · 23:09 GMTLean · Center-RightRead · 3 min
Mehr als 2 Millionen Deutsche haben noch immer kein schnelles Internet
Die WeltFIG 01
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Trotz des politischen Ziels von 2018, deutschlandweit mindestens 50 Mbit/s Internetgeschwindigkeit zu gewährleisten, haben laut einer Analyse von Verivox noch immer etwa 2,2 Millionen Deutsche keinen Zugang zu solch schnellem Internet. Die Analyse, basierend auf Daten des Bundesbreitbandatlas, zeigt, dass 96 Prozent der deutschen Städte und Gemeinden Lücken in der Versorgung mit diesem Mindeststandard aufweisen. Besonders gravierend ist die Situation in 113 Gemeinden, in denen die Abdeckung maximal 10 Prozent beträgt. Während bundesweit 97,3 Prozent der Haushalte theoretisch einen 50 Mbit/s-Anschluss erhalten könnten, sind die restlichen 2,7 Prozent abgeschnitten. Der Ausbau schreitet mit einer jährlichen Verbesserung von lediglich 0,72 Prozentpunkten nur langsam voran.

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Key claims

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50 Mbit/s are now just standard.

quoteJörg Schamberg, Telekommunikationsexperte bei Verivox
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Since 2018, Germany should have been fully supplied with at least 50 Mbit/s.

factualnull
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In 113 municipalities, the coverage with 50 Mbit/s is at most ten percent.

statisticVerivox, based on data in the Bundesbreitbandatlas
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96 percent of all German cities and municipalities have internet gaps regarding the minimum standard of 50 Mbit/s.

statisticVerivox, based on data in the Bundesbreitbandatlas
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Approximately 2.2 million people in Germany do not have internet access with at least 50 Mbit/s.

statisticVerivox, based on data in the Bundesbreitbandatlas
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Full report

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PfadnavigationHomeWirtschaftBreitbandversorgungMehr als 2 Millionen Deutsche haben noch immer kein schnelles InternetStand: 01:27 UhrLesedauer: 3 MinutenQuelle: Uwe Anspach/dpa/dpa-tmnVor acht Jahren sollte bei Internetanschlüssen deutschlandweit der Mindeststandard von 50 Megabit pro Sekunde erreicht werden. WELT AM SONNTAG liegt exklusiv eine Auswertung vor, wie groß die digitale Lücke wirklich ist – und wo es besonders schlimm ist.Etwa 2,2 Millionen Menschen in Deutschland haben noch immer keinen Internetzugang mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde – obwohl die Politik dieses Ziel bereits vor acht Jahren erreicht haben wollte. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Marktanalyse des Vergleichsportals Verivox auf Grundlage der Daten im Bundesbreitbandatlas, die WELT AM SONNTAG exklusiv vorliegt. Demnach weisen 96 Prozent aller deutschen Städte und Gemeinden Internetlücken beim Mindeststandard von 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) auf. Insgesamt 10.520 Kommunen sind damit nicht vollständig versorgt.Besonders drastisch ist die Lage in 113 Gemeinden, in denen die Abdeckung mit 50 Mbit/s maximal zehn Prozent beträgt. In 61 davon existiert schlicht kein fester Breitbandanschluss dieser Geschwindigkeit – weder per DSL noch über Kabel oder Glasfaser. Bundesweit können zwar 97,3 Prozent aller Haushalte theoretisch einen Anschluss mit mindestens 50 Mbit/s erhalten, doch die verbleibenden 2,7 Prozent sind davon abgeschnitten. Die Ausbauquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um lediglich 0,72 Prozentpunkte – ein Tempo, das kaum geeignet ist, den Rückstand in absehbarer Zeit aufzuholen.Lesen Sie auchDabei war der politische Anspruch ein anderer. Seit 2018 sollte Deutschland flächendeckend mit mindestens 50 Mbit/s versorgt sein. Was damals als ambitioniertes Ziel galt, ist inzwischen technisch längst überholt. „50 Mbit/s sind heute gerade noch Standard“, sagt Jörg Schamberg, Telekommunikationsexperte bei Verivox. „Diese Tarife werden inzwischen von den meisten Providern eher zurückhaltend vermarktet. 100 Mbit/s werden immer mehr zum neuen Standard, das zeigen auch die Buchungen über unser Vergleichsportal.“ Das Gefälle zwischen den Regionen ist bemerkenswert. Während viele Gemeinden in Rheinland-Pfalz oder Thüringen noch auf die Grundversorgung warten, sind in Schleswig-Holstein Hunderte Gemeinden bereits zu 100 Prozent mit schnellem Internet versorgt – darunter allein im Kreis Herzogtum Lauenburg mehr als 70 Orte.Doppelte Geschwindigkeit zum gleichen PreisDabei lohnt sich der Umstieg auf schnellere Anschlüsse oft mehr, als viele Verbraucher ahnen – und er kostet häufig nicht einmal mehr. Wer seinen alten Internetvertrag kündigt und wechselt, bekommt vielfach zum gleichen Preis die doppelte Bandbreite. Kleine, langsame Tarife werden von den Providern kaum noch subventioniert und damit auch preislich zunehmend unattraktiv. Lesen Sie auch„Vielfach bekommen Kunden, die aus einem alten Internetvertrag herauswechseln, zum gleichen Preis heute die doppelte Surfgeschwindigkeit“, sagt Schamberg. Angesichts der wachsenden Zahl KI-gestützter Anwendungen, die immense Datenmengen erfordern, dürfte dieser Unterschied in wenigen Jahren noch deutlicher spürbar werden.Ein weiterer Grund zu wechseln: Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit von meist 24 Monaten sind Internetverträge inzwischen monatlich kündbar. Wer das nicht nutzt, zahlt oft deutlich mehr, denn nach zwei Jahren steigen die Kosten häufig um 30 bis 40 Prozent, weil Rabatte und Boni auslaufen. Dauerhaft günstige Angebote seien die Ausnahme, heißt es bei Verivox.Die Politik hat inzwischen reagiert. Im Juli 2025 trat eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes in Kraft, die den Glasfaserausbau und den Bau von Mobilfunkmasten zum „überragenden öffentlichen Interesse“ erklärt. Bis Ende 2030 sollen Genehmigungsverfahren dadurch beschleunigt werden – mit besonderem Blick auf bisher unterversorgte Gebiete. Für Jörg Schamberg ist das längst überfällig: „Ein stabiler, ausreichend schneller Internetzugang ist Voraussetzung für gesellschaftliche und berufliche Teilhabe.“ Noch zu oft sei schnelles Internet eine Frage des Wohnortes, und das verstärke die digitale Spaltung der Gesellschaft.Dieser Artikel wurde für das Wirtschaftskompetenzcenter von WELT und „Business Insider Deutschland“ erstellt.Thomas Heuzeroth ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet über Verbraucher- und Technologiethemen, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation.
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