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SAT · 2026-04-11 · 05:21 GMTBRIEF NSR-2026-0411-62893
News/Reformen würden Alleinverdiener-Ehen mit bis zu 5760 Euro im…
NSR-2026-0411-62893News Report·DE·Economic Impact

Reformen würden Alleinverdiener-Ehen mit bis zu 5760 Euro im Jahr belasten

Reformen des Ehegattensplittings und der beitragsfreien Mitversicherung, wie sie von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) diskutiert werden, würden Alleinverdiener-Ehen finanziell belasten. Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen, dass Haushalte mit einem Einkommen zwischen 35.000 und 100.000 Euro jährlich zwischen 2198 und 5760 Euro weniger zur Verfügung hätten.

Karsten SeibelDie WeltFiled 2026-04-11 · 05:21 GMTLean · Center-RightRead · 2 min
DIE WELT
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2cited
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7entities
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§ 01

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Reformen des Ehegattensplittings und der beitragsfreien Mitversicherung, wie sie von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) diskutiert werden, würden Alleinverdiener-Ehen finanziell belasten. Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen, dass Haushalte mit einem Einkommen zwischen 35.000 und 100.000 Euro jährlich zwischen 2198 und 5760 Euro weniger zur Verfügung hätten. Das IW erwartet durch diese Änderungen einen Anreiz für nicht-erwerbstätige Ehepartner, eine Beschäftigung aufzunehmen, um das geringere Nettoeinkommen auszugleichen. Die Berechnungen berücksichtigen den Wegfall der beitragsfreien Mitversicherung und die Einführung eines fiktiven Realsplittings mit einem übertragbaren Betrag von 13.805 Euro. Klingbeil hatte Ende März angekündigt, das Ehegattensplitting in seiner heutigen Form für zukünftige Ehen abzuschaffen.

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Article analysis

Model · rule-based
Framing
Economic Impact
Political Strategy
Tone
Mixed Tone
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CalmNeutralAlarmist
Factuality
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Factual
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Sources cited
2
Limited
FewMany
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Key claims

5 extracted
01

The Finanzkommission Gesundheit proposed abolishing free co-insurance for spouses with few exceptions.

factualnull
Confidence
1.00
02

Lars Klingbeil (SPD) wants to abolish the current form of Ehegattensplitting for future marriages.

factualnull
Confidence
1.00
03

A household with a taxable income of 35,000 euros would have 2198 euros less available per year.

statisticIW
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0.90
04

Reforms would burden single-earner marriages with up to 5760 euros per year.

statisticWELT AM SONNTAG, based on IW calculations
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The reform package would incentivize non-working spouses to take up employment.

predictionTobias Hentze, IW
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Full report

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PfadnavigationHomeWirtschaftExklusive IW-BerechnungReformen würden Alleinverdiener-Ehen mit bis zu 5760 Euro im Jahr belastenStand: 07:40 UhrLesedauer: 2 MinutenGeht es nach Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), wird das Ehegattensplitting für künftige Ehen reformiert Quelle: picture alliance/Zoonar/Dmitrii MarchenkoDie Abschaffung des Ehegattensplittings bei künftigen Ehen und den Wegfall der beitragsfreien Mitversicherung bei der Krankenkasse bekämen Paare mit nur einem Einkommen besonders zu spüren. Institut erwartet positiven Arbeitsmarkteffekt.Die in der Bundesregierung diskutierten Änderungen des Ehegattensplittings und der beitragsfreien Mitversicherung würden Alleinverdiener-Ehen erheblich belasten. Nach exklusiven Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für WELT AM SONNTAG hätte ein Haushalt mit einem zu versteuernden Einkommen von 35.000 Euro am Ende eines Jahres 2198 Euro weniger zur Verfügung als heute. Bei einem Haushalt mit 50.000 Euro Einkommen lägen die zusätzlichen Abzüge bei 2438 Euro, bei einem mit 100.000 Euro bei 5760 Euro.Das arbeitgebernahe Institut erwartet dadurch einen positiven Effekt für den Arbeitsmarkt. „Für den nicht-erwerbstätigen Ehepartner würde dieses Reformpaket einen Anreiz darstellen, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen: zum einen, um das geringere Nettoeinkommen zu kompensieren, zum anderen, da von einer Erwerbstätigkeit netto ein größerer Anteil verbliebe“, sagte Tobias Hentze, Leiter des Bereichs Staat, Steuern und Soziale Sicherung beim IW. Bei Gering- und Normalverdienern entstünde dieser Anreiz vor allem durch das Ende der beitragsfreien Mitversicherung. Bei höheren Einkommen wäre es der wegfallende Steuervorteil. Lesen Sie auchDas IW nahm bei seinen Berechnungen für den Ehepartner ohne eigenes Einkommen einen monatlichen Mindestkrankenkassenbeitrag von 225 Euro an. Zugleich wurde berücksichtigt, dass diese Beiträge die Einkommensteuerlast senken, weil sie steuerlich abzugsfähig sind. Die Folgen des diskutierten Realsplittings wurden mit einem auf den Ehepartner übertragbaren Betrag von 13.805 Euro berechnet.Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte in einer Rede Ende März angekündigt, das „Ehegattensplitting in seiner heutigen Form für zukünftige Ehen abschaffen“ zu wollen. An seine Stelle soll ein sogenanntes fiktives Realsplitting treten. Demnach können die Partner einen bestimmten Freibetrag so untereinander aufteilen, dass es sich optimal auf ihre Steuerlast auswirkt. Maßgeblich sollen dabei jene 13.805 Euro sein, die geschiedene oder getrennt lebende Ehepartner maximal als Unterhaltszahlung steuerlich absetzen können. Die von der Bundesregierung eingesetzte Finanzkommission Gesundheit hatte zudem Ende März vorgeschlagen, die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern bis auf wenige Ausnahmen abzuschaffen.Lesen Sie auchDieser Artikel wurde für das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und „Business Insider Deutschland“ erstellt.Karsten Seibel ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet unter anderem über Haushalts- und Steuerpolitik.
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Entities

7 identified
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Keywords & salience

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ehegattensplitting
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alleinverdiener-ehen
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