Parteitag in
Magdeburg Sachsen-Anhalt" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="109131" data-entity-type="organization">AfD
Sachsen-Anhalt will Wahlprogramm beschließen Stand: 11.04.2026 • 13:54 Uhr Fünf Monate vor der Landtagswahl in
Sachsen-Anhalt will die AfD ihr Wahlprogramm beschließen. In
Magdeburg hat am Samstag der Landesparteitag begonnen. Bereits am Morgen haben etwa 300 bis 400 Personen dagegen protestiert. Die
Sachsen-Anhalt" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="109131" data-entity-type="organization">AfD
Sachsen-Anhalt will am Wochenende ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl im September beschließen. Auf dem Landesparteitag in
Magdeburg entscheiden die 250 Delegierten über das sogenannte Regierungsprogramm. Spitzenkandidat Siegmund strebt Alleinregierung an Die Regierungsverantwortung sei in greifbare Nähe gerückt, sagte Landeschef
Martin Reichardt zu Beginn der Veranstaltung. Wie Reichardt strebt auch der Spitzenkandidat und aktuelle Co-Vorsitzende der Landtagsfraktion,
Ulrich Siegmund, eine Alleinregierung der AfD an. Dafür sei noch mehr Unterstützung nötig, die Partei brauche "45 Prozent plus X" bei der Landtagswahl. In Umfragen lag die AfD in
Sachsen-Anhalt zuletzt bei knapp 40 Prozent – und damit deutlich vor der
CDU, die das Land seit 2021 gemeinsam mit
SPD und
FDP regiert. Sollten bei der Landtagswahl im September
Grüne,
FDP und
BSW aufgrund der Fünf-Prozent-Hürde den Einzug ins Parlament verpassen, könnten der AfD möglicherweise weniger als 50 Prozent der Stimmen für eine Mehrheit der Sitze reichen. Im 156-seitigen Programmentwurf formuliert die AfD ihre politischen Ziele, sollte sie nach der Wahl regieren können. Dazu gehört unter anderem ein "Baby-Begrüßungsgeld" für Kinder. Voraussetzung: mindestens ein Elternteil mit deutscher Staatsangehörigkeit und die Teilnahme an medizinischen Vorsorgeuntersuchungen. Die Schulpflicht solle durch eine Bildungspflicht ersetzt werden. Die Inklusion von Kindern mit Behinderung an Schulen bezeichnet die AfD als "Experiment", das beendet werden solle. Auf "kulturfremde Fachkräfte" will die AfD verzichten, stattdessen solle es ein "Rückkehrprogramm für ausgewanderte deutsche Fachkräfte" geben. Zudem solle eine "Task Force Abschiebungen" eingerichtet werden. Staatsleistungen für Kirchen will die AfD einstellen, die Landeszentrale für politische Bildung abschaffen. Die
Sachsen-Anhalt" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="109131" data-entity-type="organization">AfD
Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. In
Magdeburg sind am Sonnabend mehrere Demonstrationen gegen den Parteitag angemeldet. Bereits am Morgen versammelten sich laut Polizei rund 300 bis 400 Protestierende vor der Hyparschale. Die AfD-Delegierten reisten unter Pfiffen und "Nazis raus"-Rufen an. Bis zum Vormittag sei alles störungsfrei verlaufen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Zu Beginn des Landesparteitags der AfD haben sich 300 bis 400 Protestierende in
Magdeburg versammelt. Am Nachmittag kündigt das "Bündnis Solidarisches
Magdeburg" eine weitere Demonstration auf dem Alten Markt an. dpa, MDR (Engin Haupt, Maren Wilczek, Tatiana Gropius, Jochen Müller)