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SUN · 2026-04-12 · 07:32 GMTBRIEF NSR-2026-0412-64148
News/Mond: Europa plant eigene permanente Mondbasis bis 2040
NSR-2026-0412-64148News Report·DE·Technology

Mond: Europa plant eigene permanente Mondbasis bis 2040

Europa plant bis 2040 eine eigene permanente Mondbasis am Südpol, um Ressourcen zu erkunden und wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) will dort bleiben und arbeitet an Lebenserhaltungssystemen, Strahlenschutz und Energiegewinnung für die Mondnacht.

DER SPIEGELDer SpiegelFiled 2026-04-12 · 07:32 GMTLean · Center-LeftRead · 2 min
Mond: Europa plant eigene permanente Mondbasis bis 2040
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Europa plant bis 2040 eine eigene permanente Mondbasis am Südpol, um Ressourcen zu erkunden und wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) will dort bleiben und arbeitet an Lebenserhaltungssystemen, Strahlenschutz und Energiegewinnung für die Mondnacht. Die USA bleiben ein wichtiger Partner, insbesondere für den bemannten Transport zum Mond. Die ESA war bereits an der jüngsten NASA-Mondmission beteiligt und lieferte das European Service Module (ESM). Nun verhandelt die ESA mit der NASA über die Beteiligung an zukünftigen Mondmissionen, um europäische Astronauten zur Mondoberfläche zu bringen, möglicherweise durch Umbuchung von Plätzen, die ursprünglich für die Gateway-Station vorgesehen waren.

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Europa plant eine eigene permanente Mondbasis bis 2040.

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»Ziel ist es, unser Verständnis vom Mond zu erhöhen«, sagt Neuenschwander. »Wir wollen zum Südpol.« Dort sollen Ressourcen erkundet werden, die Sonnenbelichtung sei optimal für die Energiegewinnung. »Wir wollen dorthin, um zu bleiben«, sagt auch Neuenschwander.Bis es so weit ist, bleibt noch viel zu tun. »Um auf dem Mond zu bleiben, müssen wir weiter an den Lebenserhaltungssystemen arbeiten«, sagt der Raumfahrtexperte. »Wie kann man Wasser aus dem Mond rausziehen, wie Sauerstoff generieren, wie die Crew vor Strahlen schützen? Wie kann man die Mondnacht überstehen, die eine Länge von 14 Erdtagen hat?« Insbesondere Erkenntnisse zum Strahlenschutz seien auch für einen möglichen Flug zum Mars nützlich. Die USA seien als Partner weiter wichtig. »Wir brauchen die USA beim bemannten Transport zum Mond«, betont Neuenschwander.Europa war maßgeblich an der jüngsten Mondmission der US-Weltraumagentur NASA beteiligt, bei der vier Astronauten in einer Art großen Acht um den Mond geflogen und am Samstag wieder auf der Erde gelandet sind. Die Esa hatte für die Mission das sogenannte European Service Module (ESM) geliefert. Seit 1972 war kein Mensch mehr in der Nähe des Mondes.Das ESM versorgte die Astronauten unter anderem mit Sauerstoff, Wasser und Strom. Zudem stellte es den Antrieb für die »Orion«-Kapsel, in der sie zum Mond flogen. Über der Erde trennte sich die Kapsel, in der sich die Astronauten befanden, vom europäischen Servicemodul. Das Modul verglühte in der Atmosphäre und die Kapsel wasserte im Pazifik. Zuvor allerdings muss die Esa mit den USA die Beteiligung an künftigen Mondmissionen verhandeln. »Das Ziel ist, dass Europäer über den Mond laufen«, sagte Esa-Direktor Josef Aschbacher jüngst am Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida. Ursprünglich hatte die Esa mit der NASA vereinbart, dass drei europäische Astronauten zur sogenannten Gateway-Station in der Mondumlaufbahn mitfliegen sollen. Vorgesehen war, dass zuerst ein Deutscher dabei ist, gefolgt von einem Franzosen und einem Italiener.Nun, da die Amerikaner direkt auf dem Mond eine Basis planen, müsse laut Aschbacher mit NASA-Chef Jared Isaacman und dessen Team verhandelt werden, ob die für Europäer reservierten Plätze auf der Gateway-Station jetzt auf Flüge zur Mondoberfläche umgebucht werden könnten. »Das ist eine Diskussion, die jetzt geführt werden muss«, sagte er. Etwa auch unter welchen Bedingungen oder für welchen »Gegenwert« Europa bei Flügen zur Mondoberfläche dabei sein könne. Aus Sicht des Esa-Experten Neuenschwander sind Mondmissionen von großem wissenschaftlichen Nutzen: »Wir verstehen auch die Erde besser und das Zusammenwirken von Mond und Erde beim Klima. Es geht auch um Ressourcen, wenn wir da sind.« Daneben biete die Raumfahrt technologische Innovation, die auch in anderen Bereichen genutzt werden könne, etwa Roboter, die bei Katastrophen helfen.
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