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SUN · 2026-04-12 · 08:05 GMTBRIEF NSR-2026-0412-64359
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NSR-2026-0412-64359News Report·DE·Human Rights

Mehr als 500 Festnahmen bei pro-palästinensischer Demo in London

In London wurden über 500 Personen bei einer pro-palästinensischen Demonstration festgenommen, die sich gegen das Verbot der Gruppe "Palestine Action" richtete. Die britische Regierung hatte die Gruppe, die sich gegen den Krieg im Gazastreifen richtet und Rüstungsfabriken ins Visier nimmt, Anfang Juli 2025 als terroristisch eingestuft.

Tagesschau (ARD)Filed 2026-04-12 · 08:05 GMTLean · CenterRead · 2 min
Mehr als 500 Festnahmen bei pro-palästinensischer Demo in London
Tagesschau (ARD)FIG 01
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In London wurden über 500 Personen bei einer pro-palästinensischen Demonstration festgenommen, die sich gegen das Verbot der Gruppe "Palestine Action" richtete. Die britische Regierung hatte die Gruppe, die sich gegen den Krieg im Gazastreifen richtet und Rüstungsfabriken ins Visier nimmt, Anfang Juli 2025 als terroristisch eingestuft. Die Polizei begründete die Festnahmen mit dem weiterhin geltenden Verbot und der Strafbarkeit jeglicher Unterstützung der Organisation. Trotz eines Urteils des High Court im Februar, das das Verbot als rechtswidrig einstufte, kündigte die Regierung Berufung an, wodurch das Verbot vorerst in Kraft bleibt. Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Massenfestnahmen als Einschränkung der Meinungsfreiheit. Seit dem Verbot von "Palestine Action" gab es fast 3.000 Festnahmen bei Unterstützungskundgebungen.

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Human Rights
National Security
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Key claims

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Amnesty International criticized the arrests as a 'criminalization of dissenting opinions by the state'.

quoteAmnesty International
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A High Court ruling in February deemed the ban unlawful, but the government is appealing.

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The British government designated 'Palestine Action' as a terrorist group in early July 2025.

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The Metropolitan Police stated that 'Palestine Action' is a banned organization and support is a crime.

quoteMetropolitan Police
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More than 500 people were arrested at a pro-Palestine Action demonstration in London.

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Full report

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Bei Protesten gegen das Verbot der von der britischen Regierung als terroristisch eingestuften Gruppe "Palestine Action" ist es in London zu zahlreichen Festnahmen gekommen. Menschenrechtler sprechen von einem Eingriff in die Meinungsfreiheit. Bei Protesten gegen das Verbot der Gruppe "Palestine Action" sind in London mehr als 500 Menschen festgenommen worden. Die 523 Festgenommenen seien zwischen 18 und 87 Jahre alt, teilte die Polizei in der britischen Hauptstadt bei X mit. "Palestine Action" sei weiterhin eine verbotene Organisation und jeder Ausdruck von Unterstützung für die Gruppe sei eine Straftat, so die Metropolitan Police zur Begründung. Die Gruppe war von der britischen Regierung Anfang Juli 2025 als terroristisch eingestuft worden, nachdem Aktivisten auf einen Luftwaffenstützpunkt eingedrungen waren und Flugzeuge der Royal Air Force mit Farbe besprüht hatten. Die Richter am High Court urteilten zwar im Februar dieses Jahres, dass das Verbot der Gruppe gemäß den Terrorismusgesetzen rechtswidrig und unverhältnismäßig sei. die Regierung kündigte aber Berufung gegen die Gerichtsentscheidung an. Damit ist das Verbot bis zur Prüfung der Berufung vorerst weiterhin in Kraft. Hunderte Menschen hatten sich am Samstag auf dem Trafalgar Square im Zentrum Londons zu einem stillen Protest versammelt, um die Aufhebung des Verbots der Gruppe zu fordern. Viele der Teilnehmer hielten Plakate mit der Aufschrift: "Ich bin gegen Völkermord, ich unterstütze 'Palestine Action'". Die Aktion war als Sitzstreik angekündigt. Die Polizei trug die Teilnehmer teilweise einzeln von der Straße. Ein Sprecher der Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte die Festnahmen. Dies sei keine Polizeiarbeit, sondern eine "Kriminalisierung abweichender Meinungen durch den Staat." "Die heutigen Massenverhaftungen friedlicher Demonstranten am Trafalgar Square unter Berufung auf das britische Terrorismusgesetz sind ein weiterer Schlag gegen die bürgerlichen Freiheiten in diesem Land", so der Sprecher laut der britischen Nachrichtenagentur PA. Demonstranten bei einem Sitzstreik auf dem Londoner Trafalgar Square. "Palestine Action" verurteilt den Krieg im Gazastreifen, der durch den Angriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden war, und nimmt mit ihren Aktionen vor allem Rüstungsfabriken ins Visier. Seit dem Verbot der Gruppe hat es bei Unterstützungskundgebungen fast 3.000 Festnahmen gegeben.
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