Schlachtross gegen Steckenpferd: In der
FDP traktiert man einander mit Pferdemetaphern. Dabei geht der Trend zum Hundemann – zumindest bei
Katherine Schwarzenegger und
Chris Pratt. Die Herzblatt-Geschichten.Wir sind ja allerhöchstens Hobby-Hippologen, finden als solche aber hochinteressant, wie sich die
FDP gerade positioniert.
Wolfgang Kubicki, 74, will ja ihr Chef werden und ist dafür von der Parteifreundin
Marie-Agnes Strack-Zimmermann kritisiert worden, die schrieb, die Partei dürfe „nicht nur von alten Schlachtrössern“ geführt werden, was Kubicki in „Bild“ konterte mit dem Satz „Lieber ein Schlachtross als ein Steckenpferd“ sowie, etwas ausführlicher, im „Tagesspiegel“ mit „Lieber ein altes Schlachtross als ein lahmes Steckenpferd“.Ein Steckenpferd ist ja ein Spielzeug, ein langer Stiel mit Pferdekopf, auf dem man reiten kann – und sollte das konkret auf Strack-Zimmermann gemünzt gewesen sein, dann wären wir an ihrer Stelle jetzt äußerst beleidigt.Bang verfolgen wir jetzt, ob die beiden
FDP-Veterinäre, ähm, -Veteranen noch weitere Verbalinjurien austauschen: „Klepper!“ – „Schindmähre!“ Kubicki dürften da aus dem Stegreif noch viele weitere einfallen, allerdings sollte er nicht zu sehr vom hohen Ross herabschauen: Ist er wirklich das beste Pferd im
FDP-Stall? Wurden Schlachtrösser nicht schon in der Renaissance ausrangiert, während Steckenpferde – Stichwort Hobby-Horsing – ein wundersames Comeback als Lifestyle-Accessoire feiern?Kubicki, das Blaue Pferd IGrundsätzlich dürften bei einer Wählerklientel aus Reitstallbesitzern und Rennbahnbesuchern Pferde-Metaphern gut ankommen. Doch hätte sich Kubicki nicht mit einem Mustang vergleichen sollen, eigenwillig, schwer zu bändigen und freiheitsliebend? Und wer wäre der Ackergaul, der an seiner Seite die Drecksarbeit verrichtete? Dann aber lesen wir, was das
Lenbachhaus über ein Gemälde Franz Marcs schreibt: Das „Blaue Pferd I“ besteche „mit seiner eindringlichen, vom Reiz des Neuanfangs verklärten Symbolkraft“. Das klingt doch vielversprechend, und „Blaues Pferd I“ würde auf Kubicki auch ganz gut passen.Schlachtross und Steckenpferd: Die
FDP-Spitzenpolitiker
Wolfgang Kubicki (l) und
Marie-Agnes Strack-Zimmermann sitzen beim traditionellen Dreikönigstreffen der
FDP im Opernhaus in einer Loge.dpa„Ich bin wie ein Rennpferd, das endlich aus dem Stall will“ – das sagt kein
FDP-Politiker, sondern
Helene Fischer, die bald wieder auf Tournee geht, zu „Gala“. Botox lehnt sie nicht generell, aber doch für sich persönlich ab: „Ich möchte, dass mein Publikum meine Gefühle lesen kann, wenn ich singe.“ Das könnte aber auch riskant sein – nicht dass das Publikum ihr vom Gesicht abliest: „Zum 50.000 Mal ,Atemlos‘, wie ich dieses Lied hasse.“Heidi Klum wiederum hat, wie sie auf Instagram bekannt gab, „dieses sechs Monate alte Fellknäuel Fritz adoptiert“, und „Gala“ weiß: „Heidis Mann Tom Kaulitz, 36, musste erst überzeugt werden.“ Verständlich, an Kaulitzens Stelle hätten wir auch keine Lust, uns ein zweites Fellknäuel als Konkurrenz ins Haus zu holen.Der Mann als Golden RetrieverFellknäuel scheint uns, die wir allerhöchstens Hobby-Kynologen sind, als Gattungsbegriff nicht ganz eindeutig. Schon klarer ist die Sachlage bei einem amerikanischen Promi-Paar: „
Katherine Schwarzenegger bezeichnet ihren Mann
Chris Pratt, der den Töchtern gerade mit Hingabe ein Puppenhaus gezimmert hat, als ‚Golden Retriever Husband‘“, schreibt „Gala“ und fragt sich: „Also sanft und zuverlässig? Oder treudoof und langweilig?“ Der „GRB“, der golden retriever boyfriend, scheint in Amerika längst ein eingeführter Begriff zu sein. Eine „Gala“-Redakteurin schreibt über den Golden Retriever: „Was ihn so liebenswert machte: Seine Knuffigkeit. Sein fröhliches Wedeln.“ Sie selbst aber wolle „einfach kein Frauchen für einen Hund auf zwei Beinen sein“, schließt sie. Pech für den GRB-Mann, da kann er noch so fröhlich wedeln.Vielleicht würde zu ihr ja auch ein Labrador besser passen (gutmütig, kann prima mit Kindern, aber verfressen) oder eine Bulldogge (ein liebenswerter Sturkopf, der gern auf dem Sofa rumhängt)?Ein enges Verhältnis zu seinem Nachwuchs hat auch ein deutscher Schauspieler. „Schon im Alter von zwei Jahren stand Maya Lauterbach, 24, das erste Mal an der Seite ihres Vaters Heiner Lauterbach, 72, vor der Kamera. ,Eine Zeit, an die ich mich sehr gern zurückerinnere‘, erzählt sie ,Bunte‘.“ Wir sind beeindruckt von dieser Gedächtnisleistung. Woran mag sie sich da wohl am liebsten erinnern? An die köstlichen Schnuller, an denen sie genuckelt hat? Oder daran, wie sie mit Papa zusammen ein Fläschchen getrunken hat?Schöne Erinnerungen: Maya und Heiner LauterbachSven Hoppe/dpaDas Stichwort Fläschchen bringt uns zurück zu
Wolfgang Kubicki, der sich, altes Ross, das er ist, gleich in die nächste Schlacht gestürzt hat: „Promi-Tanken unter Palmen:
Wolfgang Kubicki (74) will die
FDP retten (,Bild‘ berichtete) – und tankt dafür auf Mallorca auf. Und das günstig!“, schreibt „Bild“ zu einem Foto Kubickis an einer Tankstelle. „Er bekam bei BP den Liter ,Euro Super‘ für 1,55“, lesen wir – und dass er fordert: „Man kann einfach die Mineralölsteuer senken. So wie in Spanien.“Ob Kubicki aber die Wirkung des Fotos gut bedacht hat? Habt ihr kein Brot, esst Kuchen, ist der heimische Sprit zu teuer, tankt auf Mallorca – das hat doch leichte Marie-Antoinette-Vibes. Gut möglich, dass er sich da ziemlich verritten hat.