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SUN · 2026-04-12 · 15:43 GMTBRIEF NSR-2026-0412-64725
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NSR-2026-0412-64725News Report·DE·Social Justice

DBS kritisiert Fördergesetz: Wo bleibt die „starke Stimme“ für den Parasport?

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) kritisiert das geplante Sportfördergesetz der Bundesregierung und fordert eine stärkere Berücksichtigung des Parasports. DBS-Vorstandsvorsitzender Idriss Gonschinska bemängelt, dass der Parasport trotz Anerkennung nicht gleichberechtigt zum olympischen Sport gefördert werde.

Alexander DavydovFAZFiled 2026-04-12 · 15:43 GMTLean · Center-RightRead · 2 min
DBS kritisiert Fördergesetz: Wo bleibt die „starke Stimme“ für den Parasport?
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Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) kritisiert das geplante Sportfördergesetz der Bundesregierung und fordert eine stärkere Berücksichtigung des Parasports. DBS-Vorstandsvorsitzender Idriss Gonschinska bemängelt, dass der Parasport trotz Anerkennung nicht gleichberechtigt zum olympischen Sport gefördert werde. Er fordert eine "starke Stimme" im Stiftungsrat der geplanten Spitzensportagentur, um die Belange des Parasports von Anfang an einzubeziehen. Die Spitzensportagentur soll die Fördergelder verteilen, wobei die Zusammensetzung des Stiftungsrates noch unklar ist, was die Vertretung des Parasports betrifft. Gonschinska betont die Notwendigkeit, den Parasport angesichts einer möglichen deutschen Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele zu professionalisieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Political Strategy
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The German government approved the sports funding law at the end of March.

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Germany won fewer medals at the recent Winter Paralympics than four years prior.

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The new sports agency will distribute funding with a focus on success.

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Idriss Gonschinska demands equal treatment for Paralympic sports in the new sports funding law.

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DBS criticizes the draft sports funding law for not adequately addressing the needs of parasports.

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Der Vorstand des Deutschen Behindertensportverbandes kritisiert das von der Bundesregierung ausgearbeitete Sportfördergesetz. Er verlangt eine Gleichstellung. Dabei geht es auch um die Zukunft bei den Paralympics.Im Zuge des geplanten Sportfördergesetzes hat der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Idriss Gonschinska, mehr Fokus auf den Parasport gefordert. „Der paralympische Spitzensport ist hier zwar grundsätzlich erwähnt und auch anerkannt, und das ist erst mal ein wichtiges Signal“, sagte er der F.A.Z., „aber aus unserer Sicht muss nachgeschärft werden, weil bisher die wirklich verbindliche strukturelle Gleichstellung des paralympischen Sports noch fehlt.“Der paralympische Sport werde aktuell in Deutschland trotz positiver Entwicklungen nicht gleichberechtigt zum olympischen Sport gefördert. Man wünsche sich daher künftig, durch eine „starke Stimme“ in dem Entscheidungsgremium vertreten zu sein, damit von Beginn an der Parasport mit seinen Besonderheiten mitbedacht werde.Paralympisch denkenEnde März hatte das Bundeskabinett das Sportfördergesetz beschlossen. Ein entscheidender Punkt dieser Reform ist die Errichtung einer Spitzensportagentur. Sie soll für weniger Bürokratie sorgen und eigenständig das Fördergeld mit dem Fokus auf Erfolge verteilen. Im Stiftungsrat sollen dabei insgesamt neun Positionen besetzt werden, die unter anderem aus zwei Mitgliedern des Deutschen Bundestags, zwei Mitgliedern aus dem Bundeskanzleramt und einer Person aus dem Bundesfinanzministerium bestehen. Des Weiteren entsenden die Länder ein Mitglied. Drei Positionen darf der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) besetzen. Inwieweit einer dieser Plätze explizit den Parasport vertreten werde, ist laut Gonschinska noch unklar.„In diesem neuen Konstrukt sollte die Vielfalt des Sports abgebildet sein“, sagte der Siebenundfünfzigjährige. „Das heißt, dort braucht es natürlich auch die Idee, von Anfang an auch paralympisch zu denken.“ Dies sei vor allem ein wichtiger Schritt vor dem Hintergrund einer deutschen Bewerbung um die Olympischen Spiele und damit gleichzeitig auch um die Paralympischen Spiele. Gonschinska hob außerdem hervor, dass Deutschland im Zuge der Professionalisierung des Parasports weltweit nicht den Anschluss verlieren dürfe.Anzeichen für einen gewissen Negativtrend sah er zuletzt vor anderthalb Monaten bei den Paralympics" class="entity-link entity-event" data-entity-id="111268" data-entity-type="event">Winter-Paralympics in Mailand und Cortina d’Ampezzo, bei denen Deutschland mit insgesamt 17 Medaillen zwei Podiumsplätze weniger erkämpfen konnte als noch vier Jahre zuvor in Peking.
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