Europäische Union: Die stille Macht des Binnenmarkts
Die Debatte über den Souveränitätsverlust der Nationalstaaten durch die EU-Binnenmarktpolitik wird im "Journal of European Public Policy" neu entfacht. Diskutiert wird die These, dass die EU durch negative Integration, also den Abbau von Handelshemmnissen, die Entscheidungsmacht der Mitgliedstaaten zugunsten von Marktfreiheiten untergräbt.

Briefing Summary
AI-generatedDie Debatte über den Souveränitätsverlust der Nationalstaaten durch die EU-Binnenmarktpolitik wird im "Journal of European Public Policy" neu entfacht. Diskutiert wird die These, dass die EU durch negative Integration, also den Abbau von Handelshemmnissen, die Entscheidungsmacht der Mitgliedstaaten zugunsten von Marktfreiheiten untergräbt. Der Europäische Gerichtshof kassiere nationale Gesetze, was zu einem Ungleichgewicht zwischen Wirtschafts- und Sozialpolitik führe. Kritiker bemängeln die schwache demokratische Legitimation dieser negativen Integration durch den Gerichtshof und die EU-Kommission. Dies trage zu EU-Skepsis, Populismus und demokratischer Erosion bei, wobei die EU von links als Neoliberalisierungsmaschine und von rechts als Bedrohung der nationalen Souveränität kritisiert wird.
Article analysis
Model · rule-basedKey claims
5 extractedThe EU is structurally designed to expand market freedoms at the expense of member states' decision-making power.
Negative integration via the European Court of Justice and the EU Commission is democratically weakly legitimized.
The EU's internal market policy leads to a creeping loss of sovereignty for national states.
National legislation protecting social rights is regularly overturned by the European Court of Justice.
The consequences are EU skepticism, the rise of populism, and democratic erosion.