PfadnavigationHomeRegionalesHamburgLufthansaBlock-Prozess fällt dem Pilotenstreik zum OpferStand: 13.04.2026Lesedauer: 2 MinutenChristina Block (l), mit Anwälten auf den Weg in den GerichtssaalQuelle: Marcus Brandt/dpaÄußere Umstände verhindern aktuell die Fortsetzung des Block-Prozesses: Zwei der sieben Angeklagten befänden sich im Ausland und könnten aufgrund eines Flugstreiks nicht zu der Hauptverhandlung am Dienstag erscheinen.Ein Streik bei einer Fluggesellschaft führt zu einem Terminausfall im Hamburger Block-Prozess. Zwei der sieben Angeklagten befänden sich im Ausland und könnten aufgrund eines Flugstreiks nicht zu der Hauptverhandlung am Dienstag erscheinen, erklärte eine Gerichtssprecherin. Ob es dabei um den aktuellen Streik der Lufthansa-Piloten geht, blieb unklar.Lesen Sie auchDas Landgericht hatte geplant, eine weitere Kriminalbeamtin als Zeugin zu vernehmen. Die Strafkammer hat bereits mehrere Kripobeamte befragt. Die für das Verfahren entscheidenden Vernehmungen von weiteren Beschuldigten aus Israel können wegen des Iran-Kriegs derzeit nicht stattfinden. Auch eine Video-Befragung in der deutschen Botschaft in Israel konnte nicht organisiert werden.Hauptangeklagte ist Christina Block (52). Die Hamburger Unternehmerin soll eine israelische Sicherheitsfirma beauftragt haben, zwei ihrer Kinder vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark zu entführen. Der damals zehnjährige Junge und das 13-jährige Mädchen waren in der Silvesternacht 2023/24 gewaltsam nach Süddeutschland gebracht worden. Ihre Mutter holte sie von dort nach Hamburg. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“, Eugen Block, bestreitet, den Auftrag zur Entführung erteilt zu haben. Sechs weitere AngeklagteIn dem aktuellen Verfahren gibt es sechs weitere Angeklagte. Darunter ist Blocks Lebensgefährte, der Ex-Sportmoderator Gerhard Delling (66). Auch er bestreitet, etwas Unrechtes getan zu haben. Angeklagt sind ferner ein Israeli, der seine Beteiligung an der Entführung gestanden hat, der Anwalt der Block-Familie, Andreas Costard, der Geschäftsführer einer Hamburger Sicherheitsfirma sowie eine Verwandte von Christina Block und deren Ehemann.Der nächste Verhandlungstermin soll am kommenden Montag (20. April) nach dann dreiwöchiger Unterbrechung stattfinden. lno/jlau