Nach zwei Jahrzehnten Stillstand beginnen im Mai die Arbeiten: Der Frankfurter Wohnungskonzern ABG nennt Details zum Abriss der Siemens-Türme in Offenbach.Seit Jahren stehen die Hochhäuser am Kaiserlei in Offenbach leer, aber jetzt rücken die Bauarbeiter an: Im Mai soll nach Angaben des städtischen Wohnungskonzerns ABG aus Frankfurt der Abriss der ehemaligen Siemens-Türme beginnen. Der Rückbau der Türme am Offenbacher Kaiserlei beginnt im Mai 2026. Ende März sei die dafür nötige Anzeige bei der Stadt Offenbach gestellt worden, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Nach einer vierwöchigen Frist könne der Abbruch beginnen. Den werde ein Unternehmen aus Oberhausen erledigen, schreibt die ABG, das auch eine Niederlassung in Offenbach unterhalte.Auf dem Areal der früher von der Siemens-Kraftwerkssparte genutzten Türme sollen nach Angaben der ABG Wohnungen und Büros errichtet werden. Man plane den Bau von fast 1200 Mietwohnungen, von denen ein Teil als Wohnheim für 350 Studenten vorgesehen werde. Außerdem will die ABG mehr als 4000 Quadratmeter Büros errichten.Wohnungen und Büros geplantZufrieden mit dem bevorstehenden Arbeitsbeginn zeigt sich laut Mitteilung Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD): Nach vielen Jahren des Stillstands werde nun der Grundstein für das neue Kaiserleiviertel gelegt. Das neue Stadtquartier werde den Dienstleistungsstandort Kaiserlei aufwerten. Die Offenbacher Wohnungsbaugesellschaft GBO habe eine Option auf den Kauf für 100 öffentlich geförderte Wohnungen vereinbart.Nach Angaben des ABG-Geschäftsführers Frank Junker soll der Rückbau der Türme so bewältigt werden, dass die Nachbarn möglichst wenig durch Lärm und Staub beeinträchtigt werden. Ein großer Teil des Materials soll aufbereitet und für die Neubauten verwendet werden. Der Zeitplan ist laut Junker straff: Bis zum Ende des Jahrs sollen die Gebäude abgetragen sein. So habe die Einrichtung der Baustelle begonnen, dann sollen Gerüste gestellt und die Entkernung und Schadstoffsanierung angegangen werden. Noch stimme man Details der Arbeiten ab, wohl Ende Mai würden „sichtbare Abbrucharbeiten“ angegangen.Laut des Abbruchunternehmens Becker Sanierungstechnik sollen die Türme geschossweise zurückgebaut werden. Man werde sie „mit Kleingeräten und Betonsägetechnik“ segmentieren und das Material aufbereiten. Dieses Verfahren werde angewandt, bis die Gebäude eine Höhe hätten, von der an spezielle Bagger den weiteren Abbruch erledigen könnten. Man werde die Gebäude einrüsten und Planen anbringen, um Emissionen so gering wie möglich zu halten.