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TUE · 2026-04-14 · 07:52 GMTBRIEF NSR-2026-0414-66963
News/Business-Ticker: VW-Abgasaffäre vor Gericht
NSR-2026-0414-66963News Report·DE·Legal & Judicial

Business-Ticker: VW-Abgasaffäre vor Gericht

In Braunschweig hat ein dritter Prozess im VW-Abgasskandal begonnen, in dem fünf (ehemalige) Mitarbeiter von VW und einem Zulieferer angeklagt sind. Ihnen wird Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug vorgeworfen, da sie zwischen 2006 und 2015 an der Entwicklung oder Unterstützung einer Abschaltsoftware beteiligt gewesen sein sollen, die auf Prüfständen bessere Abgaswerte vortäuschte.

Marcus JungFAZFiled 2026-04-14 · 07:52 GMTLean · Center-RightRead · 11 min
Business-Ticker: VW-Abgasaffäre vor Gericht
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In Braunschweig hat ein dritter Prozess im VW-Abgasskandal begonnen, in dem fünf (ehemalige) Mitarbeiter von VW und einem Zulieferer angeklagt sind. Ihnen wird Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug vorgeworfen, da sie zwischen 2006 und 2015 an der Entwicklung oder Unterstützung einer Abschaltsoftware beteiligt gewesen sein sollen, die auf Prüfständen bessere Abgaswerte vortäuschte. Dadurch soll ein Milliardenschaden für Käufer entstanden sein, während die Angeklagten durch Gehalts- und Bonuszahlungen profitiert haben sollen. Ein erster Prozess in Braunschweig endete 2025 mit Haft- und Bewährungsstrafen, die Verurteilten gingen jedoch in Revision. Ein Verfahren gegen Ex-VW-Chef Winterkorn wurde aus gesundheitlichen Gründen abgetrennt und vorläufig eingestellt.

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Drohnensichtungen an wichtigen Einrichtungen in Deutschland haben seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine zugenommen.

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Heidelberger Druck steigt in das Geschäft mit Drohnenabwehrsystemen zum Schutz kritischer Infrastruktur ein.

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A previous trial in Braunschweig resulted in prison and suspended sentences for the accused.

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The accused allegedly developed or supported software that showed better emission values on test benches than in real operation.

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Five current/former VW employees and a supplier face trial for alleged commercial fraud in the VW emissions scandal.

factualGericht
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Decathlon vergrößert das Filialnetz in Deutschland +++ Lufthansa-Chef Spohr: Lieber einige Tage Streik als eine „deutlich reduzierte Kernmarke“ +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.VW-Abgasaffäre vor Gericht Zum dritten Mal kommt im Dieselskandal von Volkswagen zu einem Prozess mit mehreren Angeklagten vor einer Braunschweiger Strafkammer. Betroffen sind fünf zum Teil ehemalige Mitarbeiter von Volkswagen und einem Zulieferer, wie das Gericht vorab mitteilte. Ihnen wird unter anderem Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug vorgeworfen, und es drohen mehrjährige Haftstrafen. Wie in den beiden vorherigen Prozessen geht es um die sogenannte Abschaltsoftware, mit der Millionen Fahrzeuge von Volkswagen-Marken auf Prüfständen bessere Abgaswerte anzeigten als im realen Betrieb. Für die Käufer soll ein Milliardenschaden entstanden sein. Die Angeklagten sollen zwischen November 2006 und September 2015 in teils unterschiedlichen Zeiträumen die Software mitentwickelt oder ihre Entwicklung anderweitig unterstützt haben. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie dem Unternehmen möglichst hohe Gewinne verschaffen wollten, um davon über Gehalts- und Bonuszahlungen zu profitieren. Es gilt die Unschuldsvermutung. Im Mai 2025 war nach mehreren Jahren Verhandlung der erste Betrugsprozess in Braunschweig mit einem Urteil zu Ende gegangen. Zwei der vier Angeklagten erhielten Haft-, die anderen beiden Bewährungsstrafen. Die Verurteilten sehen sich aber als Bauernopfer und gingen in Revision. In diesem ersten Prozess war ursprünglich auch Ex-VW-Boss Martin Winterkorn angeklagt. Sein Verfahren wurde aber aus gesundheitlichen Gründen abgetrennt und ist inzwischen wegen Verhandlungsunfähigkeit vorläufig eingestellt. Vor Gericht hatte Winterkorn jegliche strafrechtliche Verantwortung zurückgewiesen. Anne KokenbrinkHeidelberger Druck steigt in Drohnenabwehr einDer Druckmaschinenhersteller Heidelberg steigt in das Geschäft mit Drohnenabwehrsystemen zum Schutz kritischer Infrastruktur ein. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will sich am Nachmittag über das Vorhaben am Standort Brandenburg an der Havel informieren. Es handelt sich um ein neues Gemeinschaftsunternehmen einer Tochter der Heidelberger Druckmaschinen AG mit dem US-amerikanisch-israelischen Technologie-Anbieter Ondas Autonomous Systems. Der Standort in Brandenburg an der Havel soll zum führenden Kompetenzzentrum für Drohnenabwehr und autonome Sicherheitssysteme ausgebaut werden, wie es vom Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen hieß. Bei der Drohnenabwehr stehen unter anderem Flughäfen, Bundeswehr-Standorte und Energieversorger im Fokus. Nach Angaben der Bundesregierung haben Drohnensichtungen an wichtigen Einrichtungen in Deutschland seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine zugenommen. Zuletzt waren Drohnen in der Luft ein Sicherheitsrisiko etwa am Hauptstadtflughafen BER. Abwehrsysteme sollen unbemannte Fluggeräte, die unerlaubt etwa für Spionage- und Sabotagezwecke aufsteigen, unschädlich machen. Alexander ArmbrusterDecathlon baut Filialnetz in Deutschland ausDer Sportartikelhändler Decathlon vergrößert sein Filialnetz in Deutschland merklich – und beschleunigt so auch sein Wachstum. In einem herausfordernden Marktumfeld habe das Unternehmen seinen Umsatz auf gut 1,27 Milliarden Euro steigern können, geht aus einer Mitteilung am Stammsitz in Plochingen nahe Stuttgart hervor. Dies entspricht demnach einem Plus von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2024 wuchst der Decathlon-Umsatz um gut zwei Prozent.Besonders gut sei es in den Segmenten Rad- und Laufsport gelaufen. Rund 74 Prozent des Umsatzes wurden den Angaben nach in den Filialen erwirtschaftet. Beim Gewinn mussten die Franzosen angesichts der hohen Investitionssummen für die Expansion weiter Abstriche machen: Das operative Ergebnis (Ebit) stieg zwar um gut 2,9 Prozent auf 28,1 Millionen Euro. Im Jahr 2023 hatten Decathlon aber noch einen Gewinn von mehr als 38 Millionen Euro ausgewiesen. Zum Netto-Ergebnis machte die Handelskette keine Angaben.Der Finanzchef von Decathlon Deutschland, Luca Guanella, teilte mit: "Unser Ergebnis reflektiert unsere konsequente Entscheidung, gezielt in unseren Ausbau des Filialnetzes, die Modernisierung bestehender Standorte und die Weiterentwicklung unserer Organisation zu investieren." Mit Investitionen von rund 67 Millionen Euro habe das Unternehmen im Jahr 2025 die Grundlage geschaffen, um das Ziel von 150 Geschäften bis Ende 2027 strukturiert umzusetzen.Decathlon hatte die Expansionspläne vor rund eineinhalb Jahren angekündigt. Im Jahr 2025 eröffnete die Kette 18 neue Läden in Deutschland – unter anderem in München, Stuttgart, Frankfurt und Berlin. Außerdem wurde rund ein Drittel aller bestehenden Filialen modernisiert. Die Zahl der Standorte betrug Ende 2025 genau 105. Im laufenden Jahr sind etwa 25 weitere Eröffnungen geplant, wie zum Beispiel in Oberhausen, Saarbrücken, Leverkusen und Trier.Marcus JungDeal im Audi-Prozess gescheitertIm zweiten Strafprozess zum Dieselskandal bei Audi steuert das Landgericht München auf eine ähnlich langwierige Beweisaufnahme wie im ersten Verfahren zu. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Vom Gericht angeregte Gespräche über einen Deal seien aufgrund unvereinbarer Vorstellungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gescheitert, sagte der Vorsitzende Richter Andreas Bayer in der Verhandlung am Montag. „Eine Einigung kam nicht zustande.“ Mehr als zehn Jahre nach dem Auffliegen des Dieselskandals bei Volkswagen hatte im Februar der Prozess gegen die früheren Audi-Entwicklungsvorstände Ulrich Hackenberg und Stefan Knirsch sowie zwei weitere leitende Ingenieure begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Betrug durch Abgas-Manipulationen an Hunderttausenden Autos der Marken Audi, Porsche und Volkswagen vor. Die Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück. Parallel zu den offiziellen Verhandlungsterminen hatten die beteiligten Juristen wochenlang hinter verschlossenen Türen um eine mögliche Verständigung gerungen. Das Gericht habe in diesem sogenannten Rechtsgespräch Bewährungsstrafen von sechs bis zwölf Monaten und von den Angeklagten zu zahlende Geldauflagen vorgeschlagen, sagte Richter Bayer. Er habe darauf hingewiesen, dass sich das Verfahren über mehrere Jahre hinziehen könne, wenn umfassend über die Tatvorwürfe verhandelt werde. Das Gericht habe dabei berücksichtigt, dass die Ingenieure durch Vorgaben des Autokonzerns in die Bedrängnis gebracht worden seien, Lösungen für nahezu unlösbare Probleme zu liefern, sagte der Richter. Er spielte damit auf das in früheren Prozessen genannte Argument an, das von Volkswagen und Audi gegebene Werbeversprechen abgastechnisch sauberer Dieselmotoren sei unter den vorgegebenen Parametern chemisch und physikalisch nicht realisierbar gewesen. In dem Rechtsgespräch hätten die Verteidiger erklärt, ihre Mandanten hätten von Manipulationen nichts gewusst und seien für den Skandal nicht verantwortlich, berichtete Bayer. Zudem seien mögliche Taten verjährt. Ein Verteidiger monierte am Montag, die Anklage sei unklar formuliert, weshalb das Verfahren eingestellt werden müsse. Dem Richter zufolge bestand die Staatsanwaltschaft in den Gesprächen auf Freiheitsstrafen, die allenfalls bei Geständnissen der Angeklagten zur Bewährung ausgesetzt werden könnten. Archibald PreuschatR+V verdient deutlich mehr Die zur genossenschaftlichen Finanzgruppe gehörende R+V Versicherung hat ihren Gewinn 2025 im Vorjahresvergleich deutlich gesteigert. Nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) betrug 2025 das Vorsteuerergebnis 2,2 Milliarden Euro, ein Jahr zuvor lag es bei 1,3 Milliarden Euro.Wie auch Wettbewerber profitierte die R+V-Versicherung von einem schadensarmen Jahr. Die Schaden- und Unfallversicherung verzeichnete 2025 Schadenleistungen in Höhe von insgesamt 5,2 Milliarden Euro, 4,3 Prozent weniger als die 5,5 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Dabei lagen insbesondere die Elementarschadenaufwendungen entgegen dem Trend zunehmender Extremwetterereignisse deutlich unter dem Vorjahreswert. Sie beliefen sich auf 150 Millionen Euro, nach 442 Millionen Euro im Vorjahr.Das schlägt sich im versicherungstechnischen Ergebnis nieder, das von 1,4 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 2,6 Milliarden Euro im zurückliegenden Jahr stieg. Das Kapitalanlageergebnis ohne fondsgebundene Lebensversicherung fiel mit 2,2 Milliarden Euro um 500 Millionen Euro niedriger aus als 2024. Die positive Entwicklung der Aktienmärkte wurde in Teilen durch die Abwertung des Dollars geschmälert, hieß es zur Begründung.Wie die genossenschaftliche Versicherung weiter mitteilte, setzte sich das Wachstum auch im ersten Quartal des laufenden Jahres fort. So erzielte die inländische Erstversicherung ein Plus von 5,6 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Alle Segmente trugen dazu bei: Die Beiträge in der Schaden- und Unfallversicherung stiegen um 5,1 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, die Lebens- und Pensionsversicherung wuchs um 5,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, und die Krankenversicherung erreichte 314 Millionen Euro und damit ein Plus von 12,7 Prozent. Ein konkretes Ergebnisziel für das laufende Jahr nannte die R+V Versicherung nicht, betonte aber, sie wolle mindestens so stark wachsen wie die Branche.Hanna DeckerVW-Absatz schrumpft vor allem in China und NordamerikaVolkswagen hat im ersten Quartal ​angesichts der Zölle von US-Präsident Donald Trump ⁠und der Flaute in China einen Absatzrückgang verzeichnet. Insgesamt lieferte der Wolfsburger Konzern, zu dem ‌Marken wie Volkswagen, Audi, Škoda oder Porsche gehören, 2,05 Millionen Autos aus, das sind vier ‌Prozent weniger ‌als vor Jahresfrist. Zuwächse in Südamerika und Europa hätten die Rückgange in China und Nordamerika teilweise kompensiert, ​teilte der Autobauer ⁠am Montag mit.Auch bei Elektroautos ging es abwärts. Hier bekam der Konzern ​das Auslaufen der Kaufförderung in den USA ⁠und in China zu ‌spüren. In der Volksrepublik liegen die Hoffnungen des Unternehmens auf einer Reihe neu entwickelter ⁠Modelle, deren Markteinführung ⁠zum Teil noch bevorsteht. In Europa lief es dagegen ⁠besser. ​Volkswagen ⁠konnte hier zwölf Prozent ​mehr Elektroautos verkaufen und seine Position ‌als Marktführer verteidigen.Hanna DeckerEon erwartet langfristig höhere Strom- und GaspreiseDer Energieversorger Eon rechnet infolge des Irankriegs mit langfristig erhöhten Strom- und Gaspreisen. „So schnell wird das generelle Preisniveau, das wir vor dem Irankonflikt hatten, nicht zurückkehren“, sagte Filip Thon, Vorstandschef der Eon-Vertriebstochtergesellschaft Eon Energie Deutschland, der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“.Thon geht davon aus, dass die Preise an den Energiebörsen „noch einige Zeit“ über dem Vorkrisenniveau liegen werden. Hintergrund seien deutlich gestiegene Kosten beim Energieeinkauf. „Im Einkauf an den Energiebörsen haben sich die Preise für das laufende Jahr zwischenzeitlich beim Gas um 75 Prozent und beim Strom um 35 Prozent erhöht“, sagte er. „Für das nächste Jahr haben wir schon Preisanstiege im Energiegroßhandel um 60 Prozent beim Gas und 20 Prozent beim Strom gesehen.“Die kurzfristigen Schwankungen ließen sich zwar „nicht eins zu eins auf die Tarife für Endkunden übertragen“, betonte Thon. „Aber der allgemeine Trend ist klar.“ Eon ist Deutschlands größter Energieversorger mit hierzulande zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Gaslieferverträgen. In Deutschland ist das Unternehmen über zahlreiche Tochtergesellschaften außerdem der größte Stromverteilnetzbetreiber mit einem Anteil von rund einem Drittel der Netzlänge. Philipp von ReinersdorffNiederlande erlauben Teslas SelbstfahrfunktionAls erstes Land in Europa erlauben die Niederlande den Fahrern von Tesla-Autos die Nutzung einer Selbstfahrfunktion. Voraussetzung sei, dass die Fahrer im Auto sitzen und das Manöver genau überwachen, erklärte die zuständige Straßensicherheitsbehörde RDW. Damit folgen die Niederlande dem Beispiel der USA, wo Tesla-Fahrer das System bereits nutzen können.Konkret geht es um die Tesla-Funktion FSD Supervised: volles autonomes Fahren (überwacht). „Das Fahrerassistenzsystem kann nun auch in den Niederlanden eingesetzt werden. Eine zukünftige Ausweitung auf alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist möglich“, erklärte die RDW am späten Freitagabend.Im FSD-Supervised-Modus übernimmt das Tesla-System die Steuerung, einschließlich Lenkung, Bremsen und Einparken. Dies alles darf nur unter der aktiven Aufsicht des Fahrers erfolgen, der weiterhin am Steuer sitzt und bei Bedarf eingreifen kann.Dominik Jäger153 von 600 Millionen Euro: Deutschland kann nur einen Teil der Fördermittel aus der Northvolt-Pleite rettenDie Pleite des schwedischen Batterieherstellers Northvolt kostet die deutschen Steuerzahler etwas weniger Geld als bislang angenommen. Im Zuge der geplanten Übernahme der deutschen Tochter durch Lyten haben Bund und Land 153 Millionen Euro an Steuergeld gesichert. Das Geld wurde bereits zurückgezahlt, wie das Bundeswirtschaftsministerium der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Die Mittel gehen jeweils zur Hälfte an den Bund und das Land Schleswig-Holstein. Absehbar werden im Rahmen einer sogenannten solventen Liquidation der Northvolt Drei Projektgesellschaft in der Nähe des schleswig-holsteinischen Heide im Sommer weitere bis zu 69 Millionen Euro an die staatliche Förderbank KfW zurückfließen. Zuvor muss erst eine emissionsrechtliche Genehmigung des nördlichsten Bundeslandes für die Baustelle rechtskräftig werden.Northvolt wollte im Norden eine Gigafabrik mit rund 3.000 Arbeitsplätzen errichten und hatte dafür von der KfW eine Wandelanleihe über 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land bürgten jeweils zur Hälfte. Rund 330 Millionen Euro davon wurden verbaut oder für Käufe von Land und Maschinen eingesetzt. Auf dem Sperrkonto liegen zudem noch knapp 50 Millionen Euro, die nach dpa-Informationen allerdings bereits vorgesehen sind, um eine Insolvenz der deutschen Tochter von Northvolt zu verhindern. Michaela SeiserEmma Delaney wird neue OMV-ChefinAn der Spitze des österreichischen Petrochemiekonzerns OMV wird künftig die bisherige BP-Managerin Emma Delaney stehen. Die Irin soll im September die Nachfolge von Alfred Stern als Vorstandsvorsitzende antreten. Stimmt der Aufsichtsrat zu, übernimmt erstmals eine Frau diese Funktion des börsennotierten Unternehmens. Die designierte Vorstandsvorsitzende verfügt über 30 Jahre Erfahrung in der Branche. In ihrer derzeitigen Funktion als Bereichsvorständin beim britischen Konzern BP leitet Delaney eine Organisation mit mehr als 50.000 Beschäftigten in rund 50 Ländern. Zu ihren Zuständigkeiten zählen unter anderem Kraftstoffe, Schmierstoffe sowie E-Mobilität.OMV-Chef Stern hatte im Mai vergangenen Jahres überraschend bekannt gegeben, seinen bis Ende August 2026 laufenden Vertrag nicht zu verlängern. Er führt die OMV seit 2021 und leitete zuvor die Kunststofftochtergesellschaft Borealis. Bei der OMV ebnete Stern den Weg für die Transformation weg vom klassischen Öl- und Gasgeschäft hin zu nachhaltiger Chemie – ein Kurs, den Nachfolgerin Delaney weiter stärken soll.Dominik JägerLufthansa einigt sich mit Verdi auf ersten Tarifabschluss bei City AirlinesDie Lufthansa und die Gewerkschaft Verdi haben einen ersten ​Tarifabschluss für das fliegende Personal der Konzern-Tochter City Airlines erzielt. Man habe sich ⁠auf eine Ersttarifierung bei den Flugbegleitern und Piloten mit einer dreijährigen Laufzeit bis Ende März 2029 geeinigt, teilten beide Seiten am Freitag mit. Dies schaffe eine stabile ‌Basis für weiteres Wachstum und berücksichtige zugleich die wirtschaftlichen Herausforderungen des sehr wettbewerbsintensiven europäischen Kurzstreckenmarktes, erklärte die Lufthansa. „Die Beschäftigten erhalten innerhalb der nächsten Jahre deutlich mehr Gehalt ‌und auch die Arbeitsbedingungen werden ‌trotz des enormen Wachstumspfades Schritt für Schritt verbessert“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky. Man habe Gehaltssteigerungen ⁠von 20 bis 35 Prozent für das Cockpit- und Kabinenpersonal durchgesetzt, erklärte Verdi. Die Grundgehälter erhöhten sich ​in insgesamt drei Schritten. Zudem soll es weitere Einkommenszuwächse etwa durch Zulagen geben. Ferner erhalten die ⁠Beschäftigten einen zusätzlichen ‌freien Tag pro Monat, zwei zusätzliche Urlaubstage im Jahr, bessere Planbarkeit von Urlaub und Freizeitwünschen und mehr Teilzeitmöglichkeiten, wie Verdi betonte. Die 2023 gegründete Lufthansa-Tochter City Airlines soll wie der ebenfalls neue Flugbetrieb Discover deutlich günstiger und mit niedrigeren Personalkosten ​operieren als die Kernmarke Lufthansa (Classic). Benjamin WagenerUS-Zölle belasten Geschäft von Daimler Truck weiterhinDer weltgrößte Hersteller von Lastwagen, Daimler Truck, hat weiter große Absatzprobleme in Nordamerika. Wegen der von US-Präsident Donald Trump verhängten Einfuhrzölle ist nach wie vor unsicher, wie sich das Transportvolumen entwickeln wird. Kunden des Unternehmens aus dem baden-württembergischen Leinfelden-Echterdingen kaufen daher keine neuen Fahrzeuge. Der Absatz in Nordamerika ging im ersten Quartal 2026 um ein Viertel auf 29.432 Fahrzeuge zurück, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.Weil auch die Zahl von verkauften Bussen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 6.206 Busse sank, konnten auch die anziehenden Verkäufe von Lastwagen der Marke Mercedes-Benz Trucks in Europa (plus 13 Prozent) die Gesamtbilanz nicht retten. Insgesamt verkaufte Daimler Truck in den ersten drei Monaten dieses Jahres 68.849 Fahrzeuge – ein Minus von neun Prozent.Hanna DeckerHunderte Lufthansa-Flüge von Streik betroffenDer Streik beim Kabinenpersonal ist angelaufen und sorgt am ​Freitag für den Ausfall von Hunderten Flügen der Lufthansa. Der Arbeitskampf der Flugbegleitergewerkschaft ⁠Ufo bei der Kernmarke Lufthansa und der Airline-Tochtergesellschaft Cityline startete kurz nach Mitternacht. Bis 22 Uhr sollen alle Abflüge von den Drehkreuzen in Frankfurt und München bestreikt ‌werden. Dasselbe gilt auch für alle Abflüge der Cityline von Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover. Um die Auswirkungen für die Passagiere abzufedern, sollen ‌andere Airlines des Lufthansa-Konzerns nach ‌Möglichkeit Zusatzflüge übernehmen.Der Arbeitskampf trifft im Oster-Rückreiseverkehr Zehntausende Passagiere. Allein am Flughafen in Frankfurt wurden für Freitag etwa 580 Flüge von ursprünglich geplanten rund 1350 Starts und Landungen gestrichen, wie ​der Betreiber Fraport mitteilte. Darin sind ⁠Annullierungen vor allem von der Lufthansa enthalten, aber auch vereinzelt von anderen Airlines. Betroffen sind demnach etwa 72.000 ​Passagiere. Auch an anderen Flughäfen fielen Dutzende Flüge der Lufthansa aus.Die Lufthansa hat den Arbeitskampf ⁠als verantwortungslose Eskalation ‌kritisiert, die die Passagiere hart treffe. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) argumentiert, weder in den Verhandlungen über verbesserte Arbeitsbedingungen für die rund 19.000 Flugbegleiter bei der Kernmarke Lufthansa ⁠noch in Sachen ⁠Sozialplan für die rund 800 Beschäftigten der vor der Schließung stehenden Cityline habe sich die ⁠Arbeitgeberseite ​bewegt.„Wir haben ⁠die Osterfeiertage bewusst von Arbeitskampfmaßnahmen ausgenommen, ​um die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu ‌halten", sagte UFO-Chef Joachim Vázquez Bürger. „Dass es nun dennoch zu Beeinträchtigungen bei der Rückkehr ​aus den Ferien kommen kann, ist uns ​sehr bewusst und wir bedauern das ausdrücklich.“Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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