Tschechien will Rundfunkgebühren abschaffen und neues Modell einführen
Die tschechische Regierung plant, die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ab 2027 grundlegend zu ändern. Statt der bisherigen Rundfunkgebühren sollen Tschechisches Fernsehen (CT) und Tschechischer Rundfunk (Cesky rozhlas) direkt aus dem Staatshaushalt finanziert werden.
Briefing Summary
AI-generatedDie tschechische Regierung plant, die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ab 2027 grundlegend zu ändern. Statt der bisherigen Rundfunkgebühren sollen Tschechisches Fernsehen (CT) und Tschechischer Rundfunk (Cesky rozhlas) direkt aus dem Staatshaushalt finanziert werden. Kulturminister Oto Klempir stellte einen entsprechenden Gesetzentwurf vor, der eine jährliche Zuweisung von 7,8 Milliarden Kronen (ca. 320 Millionen Euro) vorsieht. Der Rechnungshof soll die Haushaltsführung kontrollieren. Kritiker, darunter Oppositionspolitiker und Intendanten der Sender, befürchten durch diese Neuerung eine Gefährdung der Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien und kündigten Widerstand im Parlament an. Die Regierung betont, dass kein staatliches Organ in die Programmtätigkeit eingreifen dürfe.
Article analysis
Model · rule-basedKey claims
5 extractedThe Intendants of radio and television have criticized the planned changes.
Ex-Innenminister Vit Rakusan bezeichnet dies als „beispielloser Angriff auf einen der Grundpfeiler unserer Demokratie“.
Kulturminister Klempir betont: „Kein staatliches Organ oder politisches Subjekt darf in die Programmtätigkeit eingreifen“.
The Czech Television (CT) and Czech Radio (Cesky rozhlas) are planned to receive a total of 7.8 billion crowns annually.
The Czech government plans to fund public radio and TV directly from the state budget starting in 2027.