Wie lebt es sich an der Seite von
Jeff Bezos? Seine Frau erzählt der „
New York Times“ von ihrem Alltag, was auf den Kaffeebechern des Paares steht – und wie lange sie
Leonardo DiCaprio schon kennt.Ob sich
Lauren Sánchez Bezos mit ihren Interviews für die „
New York Times“ einen Gefallen getan hat, ist noch offen. Dass der früheren amerikanischen Fernsehjournalistin mögliche Verrisse wenig bis nichts anhaben können, steht aber schon fest. Sánchez Bezos scheint unverwundbar glücklich. Auf die Frage der Reporterin
Amy Chozick nach ihrem Wohlempfinden bemüht die Sechsundfünfzigjährige beide Arme. Wenn die Grundlinie des Glücks in Brusthöhe liege, sei sie „hier oben“, sagt Sánchez Bezos und hält den rechten Arm über den Kopf.Die Parameter des Glücks stimmen. Seit dem vergangenen Juni ist die Tochter eines Luftfahrtunternehmers aus New Mexico mit
Jeff Bezos verheiratet,
Amazon-Gründer, einer der reichsten Menschen der Welt und ihr „bester Freund“. „Mit ihm bespreche ich alles“, lässt Sánchez Bezos in dem jetzt veröffentlichten Artikel wissen. „Alles!“Reporterin und Leser der „
New York Times“ lässt die Hubschrauberpilotin an ihrem Eheleben auf
Indian Creek, einer als „Milliardärsbunker“ bekannten Privatinsel in
Miami, teilhaben. Pickleball gespielt und mit dem Fitnesstrainer geturnt wird nach dem Morgenkaffee. Sie trinkt ihren aus einem Becher mit der Aufschrift „Woke up sexy as hell again“, seine Tasse ziert ein vergleichsweise schlichtes „HUNK“, übersetzt etwa „Traumtyp“.„Ich kenne Leo, seit ich 25 bin“Anschließend geht es an den Schreibtisch. Als stellvertretende Leiterin der Umweltorganisation Bezos Earth Fund, Kinderbuchautorin („The Fly Who Flew Under The Sea“) und Spenderin gibt es immer etwas zu tun, während Ehemann Jeff sich mit seiner Zeitung „
Washington Post“, seinem Raumfahrtunternehmen
Blue Origin oder seinem Start-up für Künstliche Intelligenz, Project Prometheus, beschäftigt.Und dann wollen auch die Auftritte organisiert werden, die den früher eher unscheinbaren Bezos in den vergangenen Jahren zu einer Hälfte des wohl schillerndsten Paars der amerikanischen Gesellschaft werden ließen. Ob die mehrtägige Hochzeit in Venedig mit Gästen wie
Leonardo DiCaprio,
Kim Kardashian und
Oprah Winfrey samt Nachbereitung durch die „Vogue“, Oscar-Feiern oder die Met Gala Anfang Mai in Manhattan unter dem Ehrenvorsitz der Eheleute – Sánchez Bezos’ Tanzkarte ist voll. Dass die Mutter von drei Kindern nicht erst seit der Romanze mit Bezos über rote Teppiche läuft, stellt sie klar. „Die Leute tun so, als hätte ich DiCaprio erst jetzt kennengelernt. Das stimmt nicht. Ich kenne Leo, seit ich 25 bin“, erinnert sie an ihre Zeit als Klatschreporterin in Los Angeles. Auch mit ihren früheren Lebensgefährten, dem Footballspieler Tony Gonzalez und dem Medienmanager Patrick Whitesell, zog die für kosmetische Eingriffe und freizügige Outfits bekannte Journalistin in Hollywood ihre Runden.Wie damals schwanken Beobachter zwischen Spott und Bewunderung. Sánchez Bezos nimmt es gelassen. „Manchmal fühle ich mich wie auf einem anderen Planeten“, gibt sie in der „
New York Times“ zu. Den Gang über die Stufen des Metropolitan Museum of Art, wo in drei Wochen die Met Gala gefeiert wird, wird sie dennoch genießen. Ihr Glück liegt schließlich weit über der Grundlinie.