Kampfdrohnen und Kredit aus Großbritannien für KiewDie britische Regierung stellt der Ukraine für ihren Abwehrkrieg gegen Russland weitere 120.000 Drohnen zur Verfügung. Das wolle der britische Verteidigungsminister John Healey beim Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin heute verkünden, meldete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungsangaben.Beim bislang größten britischen Drohnenpaket handle es sich um weitreichende Angriffsdrohnen, Aufklärungsdrohnen, Logistikdrohnen und solche mit maritimen Fähigkeiten, hieß es weiter. Viele davon werden demnach in Großbritannien produziert.Erwartet werde auch, dass Finanzministerin Rachel Reeves 752 Millionen Britische Pfund (etwa 865 Millionen Euro) aus einem Milliardenhilfskredit für die Ukraine freigeben werde, meldete PA. Vanessa AngermannBehörden melden mindestens zwölf Tote bei russischen Angriffen in der UkraineBei russischen Angriffen in der Ukraine sind nach Behördenangaben in der Nacht zum Donnerstag mindestens zwölf Menschen getötet worden. Sechs Menschen seien in der südlichen Hafenstadt Odessa bei Raketen- und Drohnenangriffen getötet worden, erklärte der dortige Regionalgouverneur Serhij Lysak.In der Hauptstadt Kiew seien mindestens vier Menschen getötet worden, darunter ein Zwölfjähriger, teilte der ukrainische Katastrophenschutz mit. Zudem gebe es mehrere Verletzte in verschiedenen Teilen des Landes.Die russische Armee griff in der Nacht zum Donnerstag auch die Stadt Dnipro an. Dabei wurden nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanscha zwei getötet. Aus Charkiw und Odessa wurden Verletzte gemeldet. Bei einem ukrainischen Gegenangriff in der südrussischen Region Krasnodar wurden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Minderjährige im Alter von fünf und 14 Jahren getötet.Vanessa AngermannUkraine: Haben massiven russischen Luftangriff abgewehrtNach ukrainischen Angaben haben russische Streitkräfte binnen 13 Stunden 361 Drohnen und 21 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Dies teilt die ukrainische Luftwaffe mit. 349 Drohnen und 20 Raketen seien abgeschossen oder abgefangen worden. Es seien zwölf Drohneneinschläge und ein Raketeneinschlag sowie zwölf Fälle von herabfallenden Trümmern registriert worden. „Allein in den vergangenen 24 Stunden gab es brutale Angriffe auf Dnipro, Tscherkassy, Charkiw, Krywyj Rih, Tschernihiw, die Region Donezk und Saporischschja. Wir brauchen jeden einzelnen Tag Raketen zur Luftverteidigung – jeden Tag, an dem die Russen ihre Angriffe auf unsere Städte fortsetzen“, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj dazu auf der Plattform X.Robert PutzbachEin Toter durch russischen Angriff auf OdessaBei einem russischen Angriff auf ein Wohnhaus in der ukrainischen Hafenstadt Odessa werden nach Angaben der örtlichen Militärverwaltung ein Mensch getötet und sechs weitere verletzt. Wohnungen vom fünften bis zum siebten Stockwerk seien beschädigt worden, teilt der Leiter der Behörde, Serhij Lyssak, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Medienberichten zufolge handelt es sich um einen Drohnenangriff. Robert PutzbachPaar wegen Spionage für Belarus in Litauen verurteiltIn Litauen ist ein Paar wegen Spionage für das autoritär regierte Nachbarland Belarus zu Haftstrafen verurteilt worden. Beide wurden nach einer Mitteilung des Regionalgerichts in Klaipėda des Sammelns und der Weitergabe von Informationen über militärische Strukturen des baltischen EU- und NATO-Landes schuldig befunden. Die Richter sahen es demnach als erwiesen an, dass die beiden litauischen Staatsbürger seit Mai 2022 für den belarussischen Geheimdienst tätig waren. Dafür muss der Mann dem noch nicht rechtskräftigen Urteil zufolge für sieben Jahre ins Gefängnis, die Frau erhielt eine Strafe von sechseinhalb Jahren. Bis zur Festnahme im November 2023 soll das Paar im Auftrag von Belarus und mithilfe von Mobiltelefonen, Kameras und Dashcams Informationen über die litauische Armee und Freiwilligenverbände gesammelt haben. Zudem habe es Minsk über die militärische Ausrüstung der NATO-Verbündeten und die Aktivitäten der belarussischen Opposition in Litauen informiert. Dafür habe es finanzielle oder sonstige Vergütungen erhalten, hieß es in der Mitteilung. Übergeben worden seien die nicht als geheim eingestuften Informationen bei heimlichen Treffen mit Geheimdienstmitarbeitern in Belarus. Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad und an Russlands engen Verbündeten Belarus. Robert PutzbachNorwegen will Drohnen für die Ukraine im eigenen Land herstellen Norwegen will ukrainische Drohnen künftig im eigenen Land produzieren lassen. Darauf verständigten sich Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Treffen in Oslo, bei dem sie zudem eine Erklärung zur engeren Sicherheits- und Verteidigungszusammenarbeit unterzeichneten.„Wir werden genauer prüfen, wie ukrainische Technologie und die ukrainische Drohnenindustrie langfristig die Verteidigungsfähigkeiten Norwegens stärken können“, sagte Støre. „Es ist wichtig, dass die ukrainische Drohnenproduktion nun auch in Norwegen aufgebaut wird. Wir werden zudem zusammenarbeiten, um die Produktion von Luftverteidigung und Munition zu erhöhen.“ Robert PutzbachChemiefabrik in Baschkortostan angegriffenÜber 1300 Kilometer hinweg hat die ukrainische Armee eine Chemiefabrik in der russischen Stadt Sterlitamak mit Kampfdrohnen angegriffen. Das Oberhaupt der Teilrepublik Baschkortostan, Radij Chabirow, bestätigte den Angriff, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Er hielt sich an die übliche Darstellung, dass Trümmer abgeschossener Drohnen auf eine Industrieanlage gestürzt seien. Der entstandene Brand werde gelöscht. Von direkten Treffern ist in offiziellen russischen Mitteilungen selten die Rede.Videos aus sozialen Netzwerken legten nahe, dass der Angriff dem petrochemischen Kombinat in Sterlitamak galt. Es produziert unter anderem Flugbenzin. Angaben zu Schäden wurden nicht gemacht. Baschkortostan liegt östlich von Moskau im Süden des Uralgebirges. Von der Ukraine ist die Region etwa 1300 Kilometer entfernt. Theresa WeißMassive Luftangriffe auf die UkraineDie Ukraine ist auch in der Nacht zu Mittwoch von Russland massiv aus der Luft angegriffen worden. Insgesamt habe das russische Militär seit Dienstagabend 324 Drohnen und drei Raketen eingesetzt, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Die Flugabwehr habe 309 Drohnen abschießen oder unschädlich machen können. Die Raketen und die übrigen Drohnen hätten jedoch neun Ortschaften erreicht. Eine 74 Jahre alte Kioskverkäuferin wurde nach Behördenangaben getötet, mindestens sieben Menschen erlitten Verletzungen. Aus mehreren Landesteilen wurden Schäden gemeldet, darunter an Wohnhäusern. In der Region Odessa am Schwarzen Meer sei Hafeninfrastruktur angegriffen worden, Verwaltungsgebäude und Lagerhallen seien beschädigt worden. Magdalena TröndleFünf Tote bei russischem Angriff auf DniproIn der Stadt Dnipro im Südosten der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben bei einem russischen Raketenangriff mindestens fünf Zivilisten getötet worden. Mehr als 24 Menschen seien verletzt worden, teilte der ukrainische Infrastrukturminister Oleksij Kuleba auf Telegram mit. Othmara GlasRheinmetall gründet Joint Venture für MarschflugkörperDer Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall will gemeinsam mit dem niederländischen Partner Destinus die Herstellung von Marschflugkörpern und Raketensystemen hochfahren. Dazu sei die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens («Joint Venture») vereinbart worden, das auch die Ukraine beliefern soll, teilte das Unternehmen mit.Ziel der beiden Partner ist es, das Unternehmen Rheinmetall Destinus Strike Systems in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu gründen. Hergestellt werden soll auch der Marschflugkörper Ruta, den die Ukraine bereits gegen russische Ziele einsetzt, nachdem weitere Lieferungen aus den USA mehrfach unsicher waren.Destinus entwickelt und fertigt nach Unternehmensangaben Marschflugkörpersysteme und Turbostrahltriebwerke und verfügt über ein Serienproduktionsprogramm in Europa, mit dem derzeit über 2000 Marschflugkörpersysteme pro Jahr hergestellt werden. Othmara GlasSelenskyj in Berlin eingetroffenBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu den ersten deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen seit mehr als 20 Jahren in Berlin empfangen. Beide Politiker umarmten sich bei der Begrüßung vor dem Bundeskanzleramt. Im Anschluss wurde Selenskyj mit militärischen Ehren in der Hauptstadt begrüßt. Anschließend sind Gespräche zwischen Merz und Selenskyj sowie den Delegationen beider Länder geplant.Der ukrainische Staatschef wird von mehreren Ministern seines Kabinetts begleitet. Neben der finanziellen und militärischen Unterstützung der Ukraine wird es um den Wiederaufbau und die Rückkehr von Flüchtlingen gehen. Bei dem Treffen sollen mehrere Abkommen unterzeichnet werden, anschließend ist eine gemeinsame Pressekonferenz von Merz und Selenskyj geplant. Othmara GlasDeutscher Drohnenproduzent baut Zusammenarbeit mit Ukraine ausDer Drohnenhersteller Quantum Systems baut seine industrielle Zusammenarbeit mit der Ukraine weiter aus. Dazu würden bei einem ranghohen politischen Treffen neue Joint Ventures unter der Initiative „Build with Ukraine“ verkündet, teilte das Unternehmen in Berlin mit. Zudem werde derzeit die Fertigung von 10.000 Mehrzweck-Quadcopter-Drohnen in Deutschland für die Streitkräfte der Ukraine hochgefahren, so das Unternehmen. Eine erste Charge sei Ende März 2026 ausgeliefert worden.Mit Blick auf deutsch-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen sagte Matthias Lehna, Geschäftsführer von Quantum Frontline Industries: „Wir sind überzeugt, dass diese Form der Zusammenarbeit eine zentrale Grundlage für die zukünftigen Verteidigungsfähigkeiten Europas bildet.“Minister der Bundesregierung hatten bei mehreren Besuchen in der Ukraine erklärt, Deutschland wolle die industrielle Zusammenarbeit mit ukrainischen Rüstungsunternehmen ausbauen. Davon soll auch die Ausrüstung der Bundeswehr unmittelbar oder über die gewonnenen Erfahrungen profitieren. Othmara GlasRussischer Drohnenangriff auf DonauhafenBei einem russischen Drohnenangriff auf den ukrainischen Donauhafen Ismajil ist den Behörden zufolge in der Nacht ein unter der Flagge Panamas fahrendes Schiff beschädigt worden. Demnach wurden im Hafengebiet in der südlichen Region Odessa mehrere Einschläge verzeichnet, bei denen auch Infrastruktur und Ausrüstung getroffen worden seien, wie der stellvertretende ukrainische Ministerpräsident Oleksij Kuleba mitteilt. Ein durch einen der Einschläge ausgelöstes Feuer sei rasch gelöscht worden. Der Donauhafen Ismajil ist für die Ukraine eine wichtige Ausweichroute für den Export von Getreide, seit Russland das Abkommen zur sicheren Verschiffung über das Schwarze Meer aufgekündigt hat. Mehr ladenTickarooLive Blog Software