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WED · 2026-04-15 · 10:22 GMTBRIEF NSR-2026-0415-69003
News/Trotz US-Blockade – Öltanker fährt durch/Snicklink: Deutscher Creator macht Trump-Kritik zum Geschäft…
NSR-2026-0415-69003·DE

Snicklink: Deutscher Creator macht Trump-Kritik zum Geschäftsmodell

Ein deutscher Satiriker namens Snicklink hat mit einem KI-generierten Video, das Donald Trump im Stil der 80er zeigt, internationale Aufmerksamkeit erlangt. In dem Video singt ein KI-generierter Trump eine umgetextete Version von "Voyage, Voyage" namens "Blockade, Blockade", die sich auf den Konflikt zwischen Iran und den USA bezieht.

DER SPIEGELDer SpiegelFiled 2026-04-15 · 10:22 GMTRead · 2 min
Snicklink: Deutscher Creator macht Trump-Kritik zum Geschäftsmodell
Der SpiegelFIG 01
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Ein deutscher Satiriker namens Snicklink hat mit einem KI-generierten Video, das Donald Trump im Stil der 80er zeigt, internationale Aufmerksamkeit erlangt. In dem Video singt ein KI-generierter Trump eine umgetextete Version von "Voyage, Voyage" namens "Blockade, Blockade", die sich auf den Konflikt zwischen Iran und den USA bezieht. Ursprünglich auf YouTube und X wenig beachtet, erlangte das Video virale Popularität, nachdem es vom Account der iranischen Botschaft in Südafrika repostet wurde und Millionen Aufrufe generierte. Der iranische Propagandaapparat nutzt seit einiger Zeit KI-generierte Videos, um sich über die US-Regierung lustig zu machen, und das Trump-Video passt in dieses Schema. Snicklink versucht nun, aus dem Hype um seine Trump-Kritik ein Geschäftsmodell zu entwickeln.

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Mit KI-Propaganda beharken sich Iran und die US-Regierung gegenseitig. Ein Berliner Internet-Satiriker mischt nun in dem Konflikt mit und versucht, am Hype zu verdienen. KI-Satirevideo: Donald Trump im Look der Achtziger Foto: [KI] Snicklink / X (Kennzeichnung durch den SPIEGEL eingefügt) Mit einem Spottvideo über die von US-Präsident Donald Trump ausgerufene Seeblockade gegen Iran wird ein deutscher Satiriker derzeit zur internationalen Internetpersönlichkeit. Der Mann, der sich selbst als »meta-autistischer Psychosoph« bezeichnet, hat mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) ein Video erzeugt, auf dem vermeintlich Trump zu sehen ist, wie er mit Achtzigerjahre-Mähne eine umgetextete Version des Hits »Voyage, Voyage« singt. Bei ihm lautet der Titel allerdings »Blockade, Blockade«. In dem Text geht es um Irans Sperre der Straße von Hormus und Trumps Blockade iranischer Häfen als Reaktion darauf: »If u block me, I block u«. An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Auf dem YouTube-Kanal des Creators, der sich snicklink nennt, ist der Erfolg des Videos überschaubar. Der Kanal selbst hat 247.000 Abonnenten, das Short-Video des vermeintlichen Trump wurde bis zum Mittwochvormittag 35.000-mal angeklickt. Zu wenig, um als viraler Erfolg zu gelten. Anders sieht es auch Elons Musks Social-Media-Plattform X (früher Twitter) aus. Dort wurde snicklinks Post mit dem Clip schon fast eine Million Mal aufgerufen. Ein beachtliches Interesse, aber nichts Aufsehenerregendes. KI als Instrument der PropagandaDas änderte sich, nachdem das Video am Montagnachmittag vom Account der iranischen Botschaft in Südafrika repostet wurde . Jener Repost nämlich wurde seither 8,5 Millionen Mal aufgerufen. Ein böser Fauxpas: die Quelle des Videos haben die Iraner nicht verlinkt. So wurde der Clip zum Medienthema, etwa für »India Today «.Die Übernahme ist kein Zufall. Seit den Angriffen Mitte März befeuert der iranische Propagandaapparat den Konflikt mit zahlreichen KI-generierten Videos, die sich über die US-Regierung mokieren. Unter anderem nutzen die Iraner populäre Vorlagen wie die Lego-Aninamtions-Filme. Ein Donald Trump in lächerlicher Achtziger-Kostümierung passt da gut ins Konzept. Allein zu dem Originalpost auf X gibt es mittlerweile mehr als 400 Kommentare, viele davon ihrerseits mit KI-Videos oder -Bildern, die Donald Trump in unmöglichen Situationen zeigen sollen. Ganz oben aber steht die Frage, wie snicklink das Video und vor allem die Musik eigentlich erzeugt hat. Dass er dafür die Musik-KI Suno benutzt hätte, verneint der Creator, ohne darauf einzugehen, aus welcher Quelle der Track stammt. Wichtig scheint ihm dagegen zu sein, zu erklären, dass er die Stimme selbst eingesungen und dann mit einem Voice-Filter bearbeitet habe. Dass hier kein Gesangsprofi am Werk war, ist auch unüberhörbar.
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Keywords & salience

10 terms
ki-propaganda
0.90
donald trump
0.80
iran
0.80
satirevideo
0.70
künstliche intelligenz
0.70
snicklink
0.70
us-regierung
0.60
seeblockade
0.50
internet-satiriker
0.50
achtzigerjahre
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