Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesIrans Militär bezeichnet US-Seeblockade als „Akt der Piraterie“Nach Trumps Seeblockade-Ankündigung: Ölpreise steigenNetanjahu besucht Südlibanon und kündigt weitere Kämpfe anIrans Präsident: US-„Doppelstandards“ größtes Hindernis für EinigungIsrael stellt sich auf Wiederaufnahme des Krieges gegen
Iran einUSA: Blockade der Straße von Hormus soll Montag um 16 Uhr beginnenDie USA wollen nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen mit
Iran an diesem Montag mit einer von US-Präsident
Donald Trump angekündigten Blockade der Straße von Hormus beginnen. Von 16.00 Uhr MESZ an werde die Passage für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen wollen, kündigte das US-Regionalkommando
Centcom auf der Plattform X an. Am Sonntag hatte US-Präsident
Donald Trump die Blockade angekündigt. Die US-Marine werde allen Schiffen die Einfahrt in die Straße von Hormus oder das Verlassen der Meerenge versperren, teilte Trump auf der Plattform Truth Social mit. Die Blockade werde mit sofortiger Wirkung beginnen. Die Streitkräfte seien auch angewiesen worden, alle Schiffe abzufangen, die Gebühren an
Iran gezahlt hätten. Niemand, der eine „illegale Maut“ entrichte, werde auf hoher See sichere Passage haben, schrieb Trump. Zudem kündigte er an, von
Iran gelegte Seeminen in der Meerenge zerstören zu lassen.Trump begründete den Schritt mit Drohungen aus Teheran und sprach von „Welterpressung“.
Iran habe erklärt, es könnten Minen in der Meerenge liegen. Zugleich stellte der Präsident in Aussicht, dass die Blockade wieder gelockert werden könne, sollte die Durchfahrt für alle Schiffe uneingeschränkt möglich sein.Nach Trumps Worten sollen sich auch andere Staaten an der Blockade beteiligen – er sagte aber nicht, welche. Für den Fall von Angriffen auf US-Kräfte oder zivile Schiffe drohte Trump mit massiver militärischer Gewalt. „Jeder Iraner, der auf uns oder auf friedliche Schiffe schießt, wird zur Hölle gejagt“, schrieb er. Die Straße von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, insbesondere für den globalen Ölhandel. Seit dem Beginn des Krieges zwischen
Israel, den USA und
Iran haben nur wenige Schiffe die Straße von Hormus passieren können. Teheran hatte die Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen faktisch blockiert, was einen weltweiten Anstieg besonders von Energie- und Rohstoffpreisen auslöste.Die Lage vor OrtFrankreich und Großbritannien wollen Hormus-Konferenz abhaltenFrankreich hat eine Konferenz zur Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus angekündigt. Diese Konferenz werde sein Land gemeinsam mit Großbritannien in den kommenden Tagen organisieren, teilt Präsident Emmanuel Macron auf der Online-Plattform X mit.Gemeinsam mit anderen Ländern, die an einem solchen friedlichen Einsatz mitwirken wollen, um die freie Schifffahrt in der Meeresenge wiederherzustellen, wolle man sich zusammensetzen, schrieb Macron.„Diese strikt defensive Mission, die von den Kriegsparteien getrennt ist, soll durchgeführt werden, sobald die Situation es ermöglicht.“ Macron hatte zuletzt von einem guten Dutzend Länder gesprochen, die sich an einer solchen Initiative beteiligen wollten. Wer genau bei der Konferenz dabei ist und wann sie stattfindet, teilte Frankreich zunächst nicht mit. Irans Militär bezeichnet US-Seeblockade als „Akt der Piraterie“Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. „Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden“, sagte der Sprecher weiter.Schifffahrtsdaten: Viele Öltanker meiden Straße von Hormus vor US-BlockadeVor Beginn der angekündigten US-Blockade iranischer Häfen meiden viele Öltanker Schifffahrtsdaten zufolge die Straße von Hormus. Ein unter der Flagge Maltas fahrendes Schiff hat demnach bereits an der Meerenge kehrtgemacht. Andere Tanker mit Zielen in arabischen Nachbarstaaten passieren die wichtige Wasserstraße jedoch weiterhin. Die US-Streitkräfte wollen ab 16.00 Uhr (MESZ) den Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen blockieren, nachdem die Friedensgespräche gescheitert waren. Die iranische Revolutionsgarde drohen im Gegenzug mit einem harten Vorgehen gegen US-Militärschiffe.Bericht: Trump erwägt neue begrenzte Militärschläge in IranUS-Präsident
Donald Trump und seine Berater erwägen einem Zeitungsbericht zufolge die Wiederaufnahme begrenzter Militärschläge in
Iran. Diese Maßnahme sei zusätzlich zur US-Blockade der Straße von Hormus im Gespräch, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider. Damit solle der Stillstand bei den Friedensgesprächen überwunden werden.Nach Trumps Seeblockade-Ankündigung: Ölpreise steigenDie Ölpreise sind nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und
Iran wieder gestiegen. In der Nacht zum Montag (MESZ) lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni zur Eröffnung bei 102,50 US-Dollar.Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und
Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen. Auch der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai legte in der Nacht zum Montag wieder zu. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.Netanjahu besucht Südlibanon und kündigt weitere Kämpfe anDer israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Südlibanon besucht und eine Fortsetzung der Kämpfe mit der libanesischen Hisbollah-Miliz angekündigt. „Der Krieg dauert an, auch innerhalb der Sicherheitszone im Libanon“, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Er sei gemeinsam mit dem Verteidigungsminister
Israel Katz und Generalstabschef Ejal Zamir im südlichen Abschnitt des Nachbarlands gewesen. Der genaue Ort wurde dabei nicht angegeben.Israels Armee habe „dank dieser Sicherheitszone die Invasionsbedrohung aus dem Libanon vereitelt“, sagte der Regierungschef. Er sprach von „großen Erfolgen“ auch im Kampf gegen den Raketenbeschuss aus Libanon auf Israels Norden, sagte aber, es gebe „noch Arbeit zu tun“.Verteidigungsminister Katz hatte im vergangenen Monat angekündigt,
Israel wolle bis auf weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. Bereits nach dem ersten Libanon-Krieg 1982 hatte
Israel im Süden Libanons eine sogenannte Sicherheitszone eingerichtet. Erst 2000 zogen sich die letzten israelischen Soldaten nach fortwährenden Verlusten aus dem Gebiet zurück.
Iran: Werden auf Hormus-Verstöße entschlossen reagierenDie iranische Revolutionsgarde erklärt, jeder Versuch von Militärschiffen, sich der Straße von Hormus zu nähern, werde als Verstoß gegen den von den USA ausgerufenen Waffenstillstand gewertet.
Iran werde darauf „hart und entschlossen“ reagieren. Die Meerenge stehe unter der Kontrolle und dem „intelligenten Management“ der iranischen Marine. Sie sei für die „sichere Durchfahrt nichtmilitärischer Schiffe gemäß spezifischer Vorschriften“ offen. Fast wortgleich hatte sich
Iran bereits am Samstag geäußert.Irans Präsident: US-„Doppelstandards“ größtes Hindernis für EinigungDer iranische Präsident Massud Peseschkian bezeichnete die angeblichen Doppelstandards der USA als das größte Hindernis für eine Einigung im derzeitigen Konflikt. „Bei den Verhandlungen in Islamabad waren das anhaltende Festhalten der USA an Doppelstandards sowie ihr machtpolitischer Anspruch das größte Hindernis“, sagte Peseschkian in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, wie das iranische Präsidialamt mitteilte. Nähere Erläuterungen machte er dazu demnach nicht.
Iran ist laut Peseschkian grundsätzlich zu einem fairen Abkommen bereit, um so einen dauerhaften Frieden in der Region zu ermöglichen. „Eine Einigung ist auch durchaus machbar, nur müssen sich die USA an die international anerkannten Vorschriften und das Völkerrecht halten“, so der Präsident laut der Mitteilung.Trump erwartet Rückkehr Irans an den Verhandlungstisch US-Präsident
Donald Trump geht davon aus, dass
Iran an den Verhandlungstisch zurückkehren und den USA alle Forderungen erfüllen wird. Die Führung in Teheran habe die Gespräche nicht abgebrochen, sagte Trump am Sonntag dem Sender Fox News. Gegen Ende seien die Verhandlungen mit den Iranern "sehr freundschaftlich" gewesen. Er sage voraus, dass die Iraner den USA alles zugestehen werden, was verlangt werde. Wenn alles vorüber sei, könnten die Preise für Öl und Gas niedriger sein als derzeit.
Israel stellt sich auf Wiederaufnahme des Krieges gegen
Iran einNach dem vorläufigen Scheitern der Gespräche zwischen den USA und
Iran über ein Kriegsende stellt
Israel sich nach Medienberichten auf eine Wiederaufnahme der Kämpfe ein. Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete, Generalstabschef Ejal Zamir habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, unverzüglich in einen Zustand erhöhter Alarmbereitschaft überzugehen.Das Militär solle sich „auf die Möglichkeit einer kurzfristigen Rückkehr zu militärischen Auseinandersetzungen vorbereiten“, hieß es. Eine Entscheidung für einen militärischen Einsatz sei jedoch noch nicht getroffen. Ein israelischer Militärsprecher sagte auf Anfrage, man prüfe den Bericht.Auch der israelische Kan-Sender berichtete unter Berufung auf einen ranghohen israelischen Regierungsvertreter,
Israel sei gemeinsam mit den USA bereit für eine Wiederaufnahme des Krieges gegen
Iran. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Samstagabend gesagt, die Kampagne in
Iran sei weiterhin nicht beendet.Laut ynet hat die Armee Gefechtsvorbereitungen ähnlich wie vor den beiden
Iran-Kriegen – dem jüngsten und dem im vergangenen Jahr – aufgenommen. Dabei würden „sämtliche Planungs- und Umsetzungsprozesse beschleunigt“. Es sei Anweisung erteilt worden, eine hohe Einsatzbereitschaft in allen Bereichen aufrechtzuerhalten, Reaktionszeiten zu verkürzen und operative Lücken zu schließen.
Iran gibt USA Schuld für Ende der Gespräche Der Verhandlungsleiter der iranischen Delegation hat den USA die Schuld dafür gegeben, dass die Friedensverhandlungen in Islamabad keine Einigung brachten. „Meine Kollegen in der iranischen Delegation brachten zukunftsorientierte Initiativen vor, doch letztendlich gelang es der Gegenseite nicht, in dieser Verhandlungsrunde das Vertrauen der iranischen Delegation zu gewinnen“, schrieb der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer seines Landes, Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X.Er habe bereits vor den Gesprächen betont, dass
Iran über den nötigen guten Willen und Entschlossenheit verfüge, aber aufgrund der Erfahrungen aus vorangegangenen Kriegen kein Vertrauen in die Gegenseite habe. Ghalibaf dankte Pakistan zudem für die Vermittlungsbemühungen.Pakistan ruft dazu auf, die Waffenruhe weiterhin einzuhaltenUS-Vizepräsident J. D. Vance und seine Delegation sitzen schon im Flugzeug zurück von den erfolglosen Verhandlungen in Islamabad, als sich auch die Ausrichter der Gespräche äußern. Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar warnt die USA und
Iran eindringlich, an ihrer Verpflichtung zur Waffenruhe festzuhalten, um einen „dauerhaften Frieden“ zu erreichen. Dar dankte den Delegationen, dass sie dem Aufruf des Landes zu Friedensgesprächen gefolgt seien.Das Außenministerium in Teheran bestätigt, man habe sich mit der US-Delegation in einigen Punkten verständigt. Nur in zwei Fragen habe es unterschiedliche Ansichten gegeben. Ein Sprecher des Ministeriums berichtet zudem von einer „Atmosphäre des Misstrauens“ bei den Verhandlungen. Dass beide Seiten in nur einer Gesprächsrunde zu einer Einigung hätten kommen können, sei deshalb gar nicht zu erwarten gewesen. Auch im iranischen Staatsfernsehen war am Sonntagmorgen die Rede davon, die Friedensverhandlungen mit den USA würden in einer Woche fortgesetzt. J. D. Vance ließ weitere Gespräche vor seiner Abreise unerwähnt. Er sprach vom „besten und letzten Angebot“ der USA. Wie es nun weitergehe, liege in den Händen der Iraner. Keine Einigung zwischen USA und
Iran – Vance: „Schlechte Nachrichten für
Iran“Nach einem 21-stündigen Treffen in Islamabad erklärt US-Vizepräsident J. D. Vance, die iranische Delegation habe die amerikanischen Bedingungen zur Beendigung des Krieges nicht akzeptiert. Beide Seiten sprechen von „überzogenen Forderungen“. In einem Pressestatement erklärt Vance: „Wir haben eine Reihe substanzieller Gespräche mit den Iranern geführt. Das sind die guten Nachrichten. Die schlechten Nachrichten sind, dass wir keine Einigung erzielt haben – und ich denke, das sind schlechte Nachrichten für
Iran weit mehr als für die Vereinigten Staaten von Amerika.“ Es habe mangelnde Fortschritte bei den Gesprächen gegeben und die Führung in Teheran habe die US-Bedingungen nicht akzeptiert, zu denen der Verzicht auf den Bau von Atomwaffen gehöre. Während der Verhandlungen habe er ein halbes Dutzend Mal mit US-Präsident
Donald Trump telefoniert, fügte der Vizepräsident hinzu. Auf dem Tisch liege ein letztes und bestes Angebot.
Iran müsse entscheiden, ob sie es annehmen würden, erklärt Vance. Die Delegation kehrt nun in die USA zurück. Auch iranische Nachrichtenagenturen berichten von ernsthaften Meinungsverschiedenheiten zwischen den Delegationen. Die Agentur Fars schreibt, dass beide Seiten ihre Differenzen in der jüngsten Runde nicht beilegen konnten. Als zentraler Streitpunkt gilt weiterhin die Straße von Hormus. Mehr ladenTickarooLive Blog Software