„Faschist“ tönt es aus dem Publikum, als Weimer beim Buchenwald-Gedenken spricht
Bei der Gedenkfeier zur Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald kam es zu Störungen während der Rede des Thüringer Kulturstaatsministers Wolfram Weimer. Mitglieder antifaschistischer Organisationen unterbrachen Weimer mit Rufen wie "Faschist" und dem "Buchenwaldlied". Die Störungen richteten sich gegen Weimers kulturpolitische Entscheidungen, insbesondere die Streichung linker Buchläden von der Liste für den Deutschen Buchhandlungspreis. Lena Sarah Carlebach, Präsidentin des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos, kritisierte diese Entscheidungen ebenfalls in ihrer Rede. Die Gedenkfeier zum 81. Jahrestag der Befreiung wurde somit zum Schauplatz eines politischen Konflikts.