Rüstungsprojekte an Lobbyistin verraten – Marine-Offizier wegen Geheimnisverrats suspendiert
Ein Marineoffizier im deutschen Verteidigungsministerium wurde suspendiert, nachdem er verdächtigt wird, eine interne Liste mit über 150 geheimen Rüstungsprojekten an eine Lobbyistin weitergegeben zu haben. Die Liste, als "Verschlusssache" eingestuft, enthielt Informationen über geplante Waffen-, Munitions- und Satellitentechnikbeschaffungen der Bundeswehr bis Ende 2026. Nach Bekanntwerden der Weitergabe im September 2025 wurden interne Ermittlungen eingeleitet. Der Offizier soll die Weitergabe gestanden haben und muss nun mit dem Entzug der Sicherheitsfreigabe, Entlassung und im schlimmsten Fall einer Haftstrafe rechnen. Das Verteidigungsministerium hat Strafverfolgungsbehörden und disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet und warnt vor weiteren Geheimnisverrat.