Wirksamere Krebstherapien möglich? Forscher lesen Biorhythmus an einer Haarprobe ab
Forscher der Berliner Charité haben einen neuen Test entwickelt, um den Biorhythmus eines Menschen anhand einer Haarprobe zu bestimmen. Dieser Test, der die Aktivität von 17 Genen in Haarwurzelzellen analysiert, soll in der zirkadianen Medizin eingesetzt werden, um beispielsweise Krebstherapien besser auf den individuellen Rhythmus des Patienten abzustimmen und so deren Wirksamkeit zu erhöhen. Der Test wurde bereits an rund 4000 Menschen erprobt und bestätigte Unterschiede im Biorhythmus zwischen Männern und Frauen sowie altersbedingte Veränderungen. Ziel ist es, den Test für Standarduntersuchungen weiterzuentwickeln, um ihn künftig auch zur Diagnose von Schlafstörungen einzusetzen. Die Charité betont, dass die Tageszeit der Verabreichung von Medikamenten, insbesondere Krebsimmuntherapien, deren Wirksamkeit beeinflussen kann, da auch das Immunsystem einem individuellen Tagesrhythmus folgt.