„K-278 Komsomolez“: Sowjetisches U-Boot-Wrack vor Norwegen strahlt noch immer
Das Wrack des sowjetischen Atom-U-Boots "Komsomolez", das 1989 in der Norwegischen See sank, gibt weiterhin Radioaktivität ab. Messungen zeigen erhöhte Werte von Strontium-90 und Cäsium-137, die um ein Vielfaches über der natürlichen Radioaktivität liegen. Norwegische Forscher überwachen das Wrack seit 2013 und entnahmen 2019 Proben, die bestätigen, dass die Titanversiegelungen intakt sind. Trotzdem deutet der Austritt von Strontium-90 und Cäsium-137 auf den Zerfall von radioaktivem Material aus dem Antrieb hin. Die Radioaktivität wird jedoch durch Meeresströmungen schnell verdünnt. Das U-Boot sank aufgrund eines Brandes, bei dem 42 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen, und liegt seitdem in etwa 1700 Metern Tiefe.