Industrie: EU einigt sich auf schärfere Regeln für Stahlimporte
Um die europäische Stahlindustrie vor günstiger Konkurrenz, insbesondere aus China, Indien und der Türkei, zu schützen, hat sich die EU auf strengere Regeln für Stahlimporte geeinigt. Die zollfreie Einfuhrmenge wird auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt, was einer Reduzierung von etwa 47 Prozent entspricht. Für Importe über dieses Kontingent hinaus wird ein Strafzoll von 50 Prozent erhoben. Die neuen Regeln sollen den europäischen Markt vor globaler Überproduktion schützen und legen fest, welcher Anteil des zollfreien Kontingents welchem Drittstaat zugutekommt. Nicht ausgeschöpfte Kontingente können von einem Quartal auf das nächste übertragen werden. Die neuen Regeln sollen am 30. Juni in Kraft treten, nachdem die Mitgliedstaaten und das Parlament formell zugestimmt haben.