Doppelgänger zu Führerschein-Prüfungen geschickt – Fahrschulinhaber mit Komplizen vor Gericht
Vor dem Landgericht Heilbronn hat ein Prozess gegen eine mutmaßliche Bande von Führerscheinbetrügern begonnen. Fünf Männer, darunter Inhaber von zwei Fahrschulen, sind angeklagt, ein Netzwerk aufgebaut zu haben, um Doppelgänger für theoretische Führerscheinprüfungen zu vermitteln. Die Angeklagten sollen im Raum Heilbronn und Göppingen, sowie in Bayern, mindestens 59 solcher Prüfungen organisiert haben. Sie suchten vor allem für Interessenten aus Bulgarien passende Stellvertreter, die gegen Bezahlung die Prüfungen ablegten. Die Bande soll so mehr als 179.000 Euro eingenommen haben, wobei Prüflinge bis zu 2000 Euro oder mehr zahlten. Die Staatsanwaltschaft sieht die Prüfungen als eine erhebliche und dauerhafte Einnahmequelle der Angeklagten.