„Verschuldung steigt exponentiell“ – Rechnungshof-Präsident kritisiert Bundesregierung scharf
Der scheidende Präsident des Bundesrechnungshofs, Kay Scheller, kritisiert kurz vor seinem Abschied die Haushaltspolitik der Bundesregierung scharf. Er bemängelt, dass ein Großteil der Sondervermögen für Infrastruktur und Klima sowie für die Bundesländer zweckentfremdet werde, um Haushaltslöcher zu stopfen. Scheller warnt vor einem exponentiellen Anstieg der Verschuldung, da ein Großteil des Bundeshaushalts bereits für Zinsen, Verteidigung und Renten gebunden sei, was den finanziellen Spielraum für neue Projekte einschränke. Er fordert zudem ein konsequenteres Vorgehen gegen Steuerbetrug, Schwarzarbeit und Geldwäsche, um staatliche Einnahmen zu erhöhen. Laut Scheller bleiben allein im Bereich der Geldwäsche jährlich schätzungsweise bis zu 100 Milliarden Euro unentdeckt.