Ex-Militärjunta-Chef in Myanmar zum Präsidenten gewählt
Fünf Jahre nach dem Militärputsch in Myanmar wurde der ehemalige Junta-Chef Min Aung Hlaing am 3. April 2026 vom Parlament zum Präsidenten gewählt. Zuvor war er bereits zum Vizepräsidenten ernannt und als Oberbefehlshaber des Militärs abgelöst worden. Kritiker sehen in der Wahl einen Versuch der Legitimierung seiner Macht. Min Aung Hlaing führte das Militär seit 2011 und übernahm 2021 durch einen Putsch die Macht, wodurch die gewählte Regierung von Aung San Suu Kyi gestürzt wurde. Seitdem herrscht in Myanmar ein Bürgerkrieg mit zahlreichen Toten und Vertriebenen, begleitet von wirtschaftlichen Problemen. Die Parlamentswahl im Dezember und Januar, aus der die militärnahe USDP als Sieger hervorging, wurde von Beobachtern als weder frei noch fair kritisiert.