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MON · 2026-03-23 · 09:46 GMTBRIEF NSR-2026-0323-30435
News/Gold- und Silberpreise sinken drastisch
NSR-2026-0323-30435News Report·DE·Economic Impact

Gold- und Silberpreise sinken drastisch

Am 23. März 2026 sind die Preise für Gold und Silber drastisch gesunken.

Tagesschau (ARD)Filed 2026-03-23 · 09:46 GMTLean · CenterRead · 3 min
Gold- und Silberpreise sinken drastisch
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Am 23. März 2026 sind die Preise für Gold und Silber drastisch gesunken. Der Goldpreis fiel auf den tiefsten Stand des Jahres, um mehr als sieben Prozent, während auch der Silberpreis nachgab. Der Rückgang wird auf den eskalierenden Konflikt im Nahen Osten und Inflationssorgen zurückgeführt, die die Erwartungen an Zinssenkungen durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und andere Zentralbanken dämpfen. Gestiegene Ölpreise infolge des Konflikts haben die Inflationsrisiken erhöht, was die Zentralbanken vorsichtiger macht, die Leitzinsen zu senken. Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet ebenfalls eine höhere Inflation aufgrund der gestiegenen Ölpreise und will eine zu späte Reaktion auf eine mögliche neue Preiswelle vermeiden.

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Economists expect inflation of 2.6 percent this year due to rising oil prices.

factualEuropäische Zentralbank (EZB)
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Higher interest rates tend to weigh on precious metals because they do not yield interest.

quoteTim Waterer, Marktanalyst bei KCM Trade
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Since the start of the American-Israeli attacks on Iran, the gold price has fallen by more than 18 percent.

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The gold price has fallen for the ninth trading day in a row, reaching its lowest level of the year.

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Gold price fell to $4,136.20, a decrease of more than seven percent.

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Full report

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Edelmetalle Gold- und Silberpreise im freien Fall Stand: 23.03.2026 • 10:46 Uhr Der eskalierende Konflikt in Nahost und angeheizte Inflationssorgen haben den Goldpreis auf den tiefsten Stand des Jahres gedrückt. Auch der Silberpreis rutscht ab. Investoren fürchten höhere Zinsen. Die Preise für die beiden Edelmetalle Gold und Silber haben zum Start in die Woche erneut kräftig nachgegeben. Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) Gold kostete heute im frühen Handel nur noch 4.136,20 Dollar und verbilligte sich damit um mehr als sieben Prozent. Der Preis fällt nun schon den neunten Handelstag in Folge - mittlerweile auf den tiefsten Stand des Jahres. Schon in der vergangenen Woche hatte das Edelmetall mit einem Minus von mehr als zehn Prozent den größten Wochenverlust seit rund 43 Jahren verzeichnet. Gold ist damit im Iran-Krieg - anders als bei vielen anderen Kriegen und Krisen - alles andere als der sogenannte "sichere Hafen". Seit dem Start der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran büßte der Goldpreis mehr als 18 Prozent ein, nachdem er in den ersten Tagen des Kriegs noch bis auf fast 5.420 Dollar gestiegen war. Seit Beginn des Konflikts haben jedoch stark gestiegene Ölpreise die Inflationsrisiken erhöht und die Aussichten auf niedrigere Zinsen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und anderer Zentralbanken verringert. Nachdem die Währungshüter den Leitzins in der vergangenen Woche nicht verändert hatten, signalisierten die Notenbanker für den Rest des Jahres nur noch eine Zinssenkung. Zuvor waren am Markt zwei Zinsschritte erwartet worden. Zudem hatte Fed-Chef Jerome Powell im Anschluss an die Entscheidung gesagt, dass höhere Energiepreise die Inflation kurzfristig in die Höhe treiben werden. Sollte sich die Inflation dann später nicht wieder abschwächen, gebe es keinen Grund für eine Zinssenkung. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) tastete ihren Leitzins am Donnerstag nicht an. Präsidentin Christine Lagarde sprach von einem "großen Schock", mit dem die EZB konfrontiert sei. Die Ökonomen der Notenbank erwarten in diesem Jahr infolge der gestiegenen Ölpreise eine Inflation von 2,6 Prozent. Eigentlich hatte die Teuerungsrate in der Eurozone zuletzt mit 1,9 Prozent nahe des mittelfristigen Ziels gelegen. Die EZB will Beobachtern zufolge verhindern, dass sie auf eine mögliche neue Preiswelle zu spät reagiert. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 stand die Zentralbank in der Kritik, den damaligen Preisanstieg lange unterschätzt zu haben. Dementsprechend gilt es als sicher, dass die EZB versuchen wird, früh gegenzusteuern und die Zinsen anzuheben. "Angesichts des nun schon in der vierten Woche andauernden Iran-Konflikts und der Ölpreise um die 100-Dollar-Marke haben sich die Erwartungen von Zinssenkungen zu potenziellen Zinserhöhungen verschoben, was die Attraktivität von Gold aus Renditesicht geschmälert hat", erklärte Tim Waterer, Marktanalyst bei KCM Trade. Höhere Zinsen belasten tendenziell Edelmetalle, da sie keine Zinsen abwerfen. Zudem werden laut Waterer bei Verlusten an den Aktienmärkten Goldpositionen verkauft, um Nachschussforderungen bei anderen Anlagen zu decken. "Der Goldpreis tut sich schwer, seiner Rolle als sicherer Hafen in Krisenzeiten gerecht zu werden", kommentierte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank in einer jüngst veröffentlichten Studie. Einen Grund sieht er beim Dollar-Kurs, der seit Beginn des Kriegs deutlich gestiegen ist. Die US-Währung scheint aktuell als Krisenwährung stärker gefragt zu sein als Gold. Da das Edelmetall auf dem Weltmarkt jedoch in Dollar gehandelt wird, wird es dadurch teurer - was die Nachfrage bremst. Mit dem heutigen Rückgang beim Gold sind inzwischen alle Gewinne vom Jahresanfang aufgezehrt. Seit dem Rekordhoch von knapp 5.600 Dollar Ende Januar belaufen sich die Verluste auf fast 1.500 Dollar oder über 20 Prozent. Dennoch kostet Gold noch immer mehr als Ende 2025 - und das, nachdem der Preis bereits im vergangenen Jahr deutlich zugelegt hatte. Noch drastischer ist die Entwicklung beim Silber. Der Preis für eine Feinunze büßte seit Ende Januar fast die Hälfte seines Rekordstands von knapp 122 Dollar ein. Heute gab der Silberpreis zunächst weitere fünf Prozent auf 64,25 Dollar ab, im weiteren Verlauf sogar zeitweise zehn Prozent. Seit dem Start des Iran-Kriegs vor etwas mehr als drei Wochen verbilligte sich Silber um mehr als 30 Prozent.
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