24. März 2026Wer setzt sich im Ausscheidungsturnier durch und sichert sich die Teilnahme an der
Fußball-Weltmeisterschaft 2026? Schaffen es weitere Neulinge zur Endrunde? Scheitert
Italien erneut? Welche Folgen hat der
Iran-Krieg?https://p.dw.com/p/5B0dHDie bosnische Elf um "Altmeister"
Edin Dzeko (3.v.r.) möchte sich seine zweite WM-Teilnahme nach 2014 sichernBild: Georg Hochmuth/APA/picture allianceDie Entscheidung naht: Die letzten sechs Tickets für die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer in den USA,
Mexiko und
Kanada werden ausgespielt. Das Ganze passiert bei zwei parallelen Qualifikationsturnieren. In Europa hoffen noch 16 Mannschaften in den kontinentalen Playoffs auf eines von vier Tickets. Sie haben sich ihre Teilnahme als Gruppenzweite der Qualifikation oder über die Nations League verdient. Dazu kommen sechs Teams aus allen Teilen der Welt, die in einem Playoff-Turnier in
Mexiko zwei Startplätze ausspielen. Es gibt nur eine einzige Partie, die über das Weiterkommen entscheidet - kein Rückspiel und damit auch keine zweite Chance. Am Donnerstag (26. März) stehen die Halbfinalspiele an, am Dienstag (31. März) fällt dann in den Endspielen die Entscheidung. Nur die Sieger fahren zur WM. Und nicht nur in Europa wird gespielt, In
Mexiko gibt zusätzlich interkontinentale Playoffs, an denen Teams aus Afrika, Ozeanien, Süd- sowie Nord- und Mittel-Amerika teilnehmen. Dort sind die
DR Kongo und der
Irak bereits für die Finalspiele gesetzt. Eigentlich nicht - zumindest keins, das sich traditionell durch eine besondere Rivalität auszeichnen würde wie
Türkei gegen Griechenland oder Serbien gegen Kroatien. Zwar sind die Länder aus Südosteuropa stark vertreten, aber es gibt keine direkten Duelle. Und auch falls
Bosnien-Herzegowina,
Kosovo, Albanien und die
Türkei sich in ihren Halbfinalspielen durchsetzen sollten, treffen anschließend nur der
Kosovo und die
Türkei direkt aufeinander. Für die stolze Fußball-Nation wäre das nach vielen Enttäuschungen eine Art Erlösung - schließlich waren die Italiener bei den beiden Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar nicht qualifiziert. 2010 und 2014 schied der Weltmeister von 2006 sieglos bereits in der Vorrunde aus. In der WM-Qualifikation kam
Italien nicht an Erling Haaland und Norwegen vorbei und muss in die PlayoffsBild: Markus Ulmer/Pressefoto Ulmer/picture alliance Dass man 2021 im Endspiel von Wembley die Europameisterschaft gewinnen konnte, war da nur ein kleiner Trost. Kein Wunder, dass nach der verpassten direkten Qualifikation (Platz zwei hinter Norwegen) nun erneut die Angst umgeht. Die Qualität sollte im Team von Nationaltrainer Gennaro Gattuso eigentlich ausreichen, aber der Weg zur WM ist trotzdem nicht einfach. Zunächst steht das Halbfinale zu Hause gegen Nordirland an, danach wartet ein Auswärtsspiel in Wales oder
Bosnien-Herzegowina. Ja, denn der
Kosovo, Nordmazedonien und Albanien haben es bisher noch nicht zu einer WM-Endrunde geschafft. Außerdem könnten beim Playoff-Turnier in
Mexiko mit Neukaledonien und Surinam zwei weitere WM-Neulinge hinzukommen. Das Team aus Neukaledonien (schwarze Trikots) war noch nie bei einer WM-Endrunde dabeiBild: Andrew Cornaga/AAP/Photosport/picture alliance Mit Haiti, Panama und Curacao, einem der Vorrundengegner der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, sind bereits drei Teams qualifiziert, die erstmals bei einer Weltmeisterschaft dabei sind. Die Nationalmannschaft des
Iran soll bei der WM in der Vorrunde in Los Angeles gegen Neuseeland und Belgien antreten, danach in Seattle gegen Ägypten. Fraglich ist allerdings noch, ob der Verband wegen des andauernden Krieges mit den USA und Israel auf die Teilnahme verzichtet. Statuten beim Weltverband sind für einen solchen Fall recht vage. So könnte das
Iran-Ticket an ein Team aus dem asiatischen Kontinentalverband gehen, in dem Fall gelten der
Irak - sollte er sein Playoff-Turnier-Finale verlieren - oder die Vereinigten Arabischen Emirate als aussichtsreichste Kandidaten. Theoretisch könnte die FIFA im Fall der Fälle aber auch
Italien nachrücken lassen.