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TUE · 2026-03-24 · 19:15 GMTBRIEF NSR-2026-0324-33575
News/Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern wollen Übergewinn…
NSR-2026-0324-33575News Report·DE·Economic Impact

Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern wollen Übergewinnsteuer

Die Bundesländer Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern fordern im Bundesrat die Wiedereinführung einer Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. Begründet wird der Vorstoß mit dem Vorwurf, die Konzerne würden von Krisen, insbesondere dem Iran-Krieg und hohen Ölpreisen, profitieren.

Moritz RödleTagesschau (ARD)Filed 2026-03-24 · 19:15 GMTLean · CenterRead · 2 min
Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern wollen Übergewinnsteuer
Tagesschau (ARD)FIG 01
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Die Bundesländer Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern fordern im Bundesrat die Wiedereinführung einer Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. Begründet wird der Vorstoß mit dem Vorwurf, die Konzerne würden von Krisen, insbesondere dem Iran-Krieg und hohen Ölpreisen, profitieren. Die SPD-geführten Länder wollen so außergewöhnlich hohe Gewinne abschöpfen und die Preispolitik der Konzerne stärker regulieren. Zusätzlich fordern sie von der Bundesregierung Maßnahmen gegen den Preisanstieg an den Zapfsäulen, einschließlich der Prüfung eines Preisdeckels für Kraftstoffe. Die Einnahmen aus der Übergewinnsteuer könnten zur Finanzierung eines solchen Preisdeckels genutzt werden. Eine ähnliche Steuer gab es bereits von 2022 bis 2023, deren Verfassungsmäßigkeit jedoch noch gerichtlich geprüft wird.

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Political Strategy
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Gegen die Ausgestaltung der Übergewinnsteuer von 2022-2023 bestehen verfassungsrechtliche Bedenken.

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Zwischen 2022 und 2023 gab es in Deutschland bereits eine Übergewinnsteuer.

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Mineralölkonzerne nutzen jede Gelegenheit, um den Verbraucherinnen und Verbrauchern schamlos in die Tasche zu greifen.

quoteAndreas Bovenschulte
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Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern wollen eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne.

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Die steigenden Energiepreise belasten Bevölkerung und Wirtschaft in Deutschland.

factualEntschließungsantrag
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Druck auf Mineralölkonzerne Drei Bundesländer fordern Übergewinnsteuer Stand: 24.03.2026 • 20:15 Uhr Den Mineralölkonzernen wird vorgeworfen, von Krisen zu profitieren - aktuell vor allem vom Iran-Krieg und hohen Ölpreisen. Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern fordern nun eine Steuer, die diese Gewinne abschöpft. Die drei norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern wollen über den Bundesrat Druck auf die Mineralölkonzerne ausüben. In einem Entschließungsantrag fordern die drei SPD-geführten Länder die befristete Wiedereinführung einer sogenannten Übergewinnsteuer. Damit gemeint ist eine Steuer, die außergewöhnlich hohe Gewinne abschöpft, die Unternehmen aufgrund besonderer Umstände erzielen. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, die Mineralölkonzerne nutzten "jede Gelegenheit, um den Verbraucherinnen und Verbrauchern schamlos in die Tasche zu greifen". Die Menschen erwarteten, dass die Politik dagegen vorgehe. Zusätzlich zur Übergewinnsteuer verlangen die Länder von der Bundesregierung gezielte Maßnahmen angesichts des "ungebremsten Preisanstiegs an den Zapfsäulen". Im Entschließungsantrag heißt es, die steigenden Energiepreise seien eine Folge der angespannten Lage im Nahen Osten und führten auch in Deutschland zu erheblichen Belastungen für Bevölkerung und Wirtschaft. Es sei daher notwendig, die Preispolitik international agierender Ölkonzerne stärker zu regulieren und die Preisentwicklung engmaschig zu überwachen. Die Preisanstiege seien nicht allein durch Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten erklärbar, hieß es weiter. Die Bundesregierung solle deshalb prüfen, "ob im Rahmen des Wettbewerbs- und Kartellrechts Vorgaben zur Preisbildung gemacht werden können". Gemeint ist ein möglicher Preisdeckel für Kraftstoffe. Finanzminister Lars Klingbeil hatte sich beim Fernsehsender ntv grundsätzlich offen für eine solche Maßnahme gezeigt. Um einen solchen Preisdeckel zu finanzieren, könnten laut Entschließungsantrag die Einnahmen aus der Übergewinnsteuer genutzt werden. Zwischen 2022 und 2023 hatte es in Deutschland bereits eine Übergewinnsteuer gegeben, nachdem die Energiepreise infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stark gestiegen waren. Gegen die damalige Ausgestaltung bestehen jedoch verfassungsrechtliche Bedenken; entsprechende Verfahren laufen derzeit noch vor dem Bundesfinanzhof und dem Europäischen Gerichtshof. Eine höchstrichterliche Entscheidung steht aus. Der Entschließungsantrag, der ursprünglich aus Bremen stammt, soll am Freitag im Bundesrat beraten werden. Ob sich genügend andere Länder anschließen, ist noch offen. Eine ähnliche Initiative zur Einführung einer Übergewinnsteuer hatte 2022 eine Mehrheit im Bundesrat gefunden.
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