Merz sieht keine Notwendigkeit für
Taurus-LieferungBundeskanzler
Friedrich Merz (CDU) sieht angesichts technologischer Fortschritte in der
Ukraine keine Notwendigkeit mehr zur Lieferung von
Taurus-Marschflugkörpern. Die
Ukraine verfüge heute selbst über Langstreckenwaffen, „die sie selbst gebaut“ habe und „die wesentlich wirkungsvoller sind als die relativ kleine Zahl von
Taurus-Marschflugkörpern, die wir hätten liefern können“, sagte Merz am Mittwoch bei einer Regierungsbefragung im
Bundestag.Die
Ukraine sei heute „waffentechnologisch weit, weit vorangekommen gegenüber dem, was wir damals diskutiert haben, als dieser Krieg angefangen hat“, sagte Merz. Seine frühere Forderung, der von Russland angegriffenen
Ukraine Taurus zu liefern, habe er zu einem Zeitpunkt geäußert, „wo ich angenommen habe, dass es in den Beständen der
Bundeswehr genügend funktionsfähige
Taurus-Marschflugkörper gibt, die wir auch an die
Ukraine liefern können“. Die
Ukraine sei „heute besser bewaffnet als je zuvor“, betonte der Kanzler. Das Land habe dabei allerdings erhebliche Finanzierungsschwierigkeiten. „Und deswegen lösen wir im Augenblick kein Problem mit zusätzlichen Waffen.“ Die Waffen seien da, „aber wir müssen Geld mobilisieren für die
Ukraine, damit diese Waffen auch weiter gebaut werden können“. Oliver Kühn15 Simbabwer bei Kämpfen in
Ukraine getötetIm Ukrainekrieg sind nach Angaben der Regierung von
Simbabwe 15 Staatsangehörige des Landes getötet worden, die für Russland gekämpft haben. Die Männer seien unter falschen Versprechungen angeworben worden, sagt Informationsminister
Zhemu Soda. Er spricht von Menschenhandel, der unter anderem über soziale Medien laufe. Weitere 16 Simbabwer seien aus dem Kriegsgebiet zurückgekehrt und würden medizinisch versorgt. Die russische Botschaft in der Hauptstadt Harare lehnt eine Stellungnahme ab.Gregor GrosseOrbán will Gaslieferungen an die
Ukraine einstellenIm Streit über den Ausfall russischer Öllieferungen durch die
Ukraine kündigt
Ungarn den Stopp seiner Gaslieferungen an das Nachbarland an.
Ungarn werde sie so lange einstellen, bis die Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen würden, sagte Ministerpräsident
Viktor Orbán. „Wir stellen die Gaslieferungen von
Ungarn in die
Ukraine schrittweise ein und werden das Gas, das uns noch verbleibt, in
Ungarn lagern“, erklärte er in einem auf Facebook veröffentlichten Video. Die Lieferungen durch die Pipeline nach
Ungarn und in die Slowakei sind seit Ende Januar ausgesetzt. Die Regierung in Kiew macht einen russischen Angriff auf die Anlagen der Pipeline in der Westukraine dafür verantwortlich. Die Slowakei und
Ungarn geben dagegen der
Ukraine die Schuld an der Unterbrechung. Gregor GrosseFeuer in russischem Ölhafen nach ukrainischen DrohnenangriffenNach einem ukrainischen Drohnenangriff ist im russischen Ostsee-Ölhafen Ust-Luga den Behörden zufolge ein Feuer ausgebrochen. Opfer habe es keine gegeben, teilte der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, mit. Das Ausmaß des Schadens war zunächst unklar. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters wurde das Terminal abgeriegelt, Öldepots seien in Brand geraten. Das russische Verteidigungsministerium meldet wieder einen größeren Drohnenangriff. Landesweit seien in der Nacht 389 ukrainische Drohnen abgeschossen worden, unter anderem über der Region Moskau. Die Ölexporte von Ust-Luga und dem ebenfalls am Finnischen Meerbusen gelegenen Hafen Primorsk waren erst am Montag wieder aufgenommen worden, nachdem sie am Sonntag nach Drohnenangriffen ausgesetzt worden waren. Gregor GrosseEin Toter nach russischen Angriffen auf die UkraineBei einem russischen Angriff im südukrainischen Gebiet Odessa sind nach Angaben der Rettungsdienste ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt worden. Der Angriff habe sich am späten Dienstagabend ereignet. Ein Privathaus sei beschädigt worden, es sei ein Feuer ausgebrochen, wodurch sechs weitere Gebäude in der Nähe ebenfalls beschädigt worden seien. Inzwischen sei der Brand gelöscht. Auch aus dem nordukrainischen Gebiet Tschernihiw wurde ein russischer Angriff gemeldet. Dabei wurde nach Angaben eines regionalen Stromanbieters von Mittwochmorgen eine Energieanlage beschädigt. Fast 150.000 Kunden müssten deshalb ohne Elektrizität auskommen. Mit der Reparatur soll begonnen werden, sobald es die Lage zulässt. Robert PutzbachBürgermeister Sadowyj: 17 Menschen verletzt im KrankenhausIn der westukrainischen Großstadt Lemberg (Lwiw) sind mehrere Menschen nach Behördenangaben durch russische Drohnenangriffe verletzt worden. Bürgermeister Andrij Sadowyj zufolge werden 17 Menschen in Krankenhäusern der Stadt behandelt. Er schrieb von Einschlägen an mehreren Stellen der Stadt, ein Wohnhaus sei zweimal getroffen worden. Robert PutzbachFast 1000 Drohnen seit MontagabendRussland hat die
Ukraine nach Angaben der dortigen Luftwaffe seit Montagabend mit 948 Drohnen angegriffen. Tagsüber seien es 556 gewesen, von denen die ukrainische Flugabwehr 541 abgefangen habe, heißt es weiter. Robert PutzbachTote und Verletzte in Kursk und Iwano-FrankiwskIn Russland und der
Ukraine gibt es nach offiziellen Angaben bei gegenseitigen Drohnenangriffen Tote und Verletzte. In der russischen Region Kursk werden demnach bei einer ukrainischen Attacke ein Mensch getötet und 13 weitere verletzt, während in der westukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk bei einem russischen Angriffen zwei Menschen sterben und vier weitere verletzt werden. Dies geben die jeweiligen regionalen Gouverneure bekannt. Robert PutzbachHistorische Kirche getroffenBei einem russischen Drohnenangriff auf die westukrainische Stadt Lemberg (Lwiw) wurde ukrainischen Angaben zufolge die zum Unesco-Welterbe gehörende St.-Andreas-Kirche aus dem 17. Jahrhundert getroffen. Russland greife am helllichten Tag ein belebtes Stadtzentrum an, erklärt Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko auf der Kurznachrichtenplattform X. Bei der für die Tageszeit ungewöhnlichen Attacke werden nach Angaben örtlicher Behörden zwei Menschen verletzt. Das historische Zentrum von Lwiw ist für seine gut erhaltene mittelalterliche Architektur bekannt. Robert PutzbachZwei Festnahmen wegen Russland-SpionageIn Spanien und Nordrhein-Westfalen wurden am Dienstag zwei Personen festgenommen, die in Deutschland für einen russischen Geheimdienst spioniert haben sollen. Darüber informierte die Bundesanwaltschaft am Dienstagnachmittag in einer Pressemitteilung. Bei den beiden Festgenommenen handelt es sich demnach um eine Rumänin und einen Ukrainer. Beide werden verdächtigt, ab Dezember 2025 eine Person in Deutschland ausgespäht zu haben, die Drohnen und Bauteile in die
Ukraine lieferte. Laut der Mitteilung "sammelte der Beschuldigte im Internet Informationen und fertigte Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz des Betroffenen an". Später habe die Beschuldigte die Beobachtung der Zielperson übernommen und dessen Wohnort mit dem Mobiltelefon gefilmt. Beide sollen bald einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, um eine Untersuchungshaft zu prüfen. Die Ermittlungen führte das Bayerische Landeskriminalamt in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz. Stefan Locke, KorrespondentShahed-Einschlag in LembergBei einem russischen Luftangriff auf die westukrainische Lemberg (Lwiw) ist am Dienstagnachmittag ein Wohnhaus im Zentrum getroffen worden. Das Gebäude ging in Flammen auf. Rettungskräfte versuchten, die aus dem Dachstuhl schlagenden Flammen zu löschen sowie im Haus verbliebene Bewohner zu retten. Der Angriff geschah mitten zur Hauptverkehrszeit im historischen Zentrum der Stadt an einem belebten Umsteigepunkt. Im Umfeld gingen zahlreiche Fenster von Wohnungen, Geschäften und Restaurants zu Bruch, auf den Fußwegen lagen Scherben. Passanten räumten spontan die über hunderte Meter weit verstreuten Trümmerstücke zusammen. Auch zahlreiche Autos wurden beschädigt. Über mögliche Opfer ist den Einsatzkräften zufolge vorerst nichts bekannt. Der Einsatzleiter vor Ort erklärte, dass das Gebäude von einer Shahed-Drohne getroffen wurde. Kurz zuvor war Luftalarm ausgelöst worden. Sara WagenerAbgestürztes Flugobjekt in Litauen war ukrainische DrohneBei einem im Südosten des baltischen EU- und NATO-Mitglieds Litauen abgestürzten Flugobjekt handelt es sich nach Angaben der Regierung in Vilnius um eine ukrainische Drohne. Regierungschefin Inga Ruginiene teilte mit, der Vorfall habe sich im Zusammenhang mit einer Operation der Ukrainer gegen Russland ereignet. „Wir können schon mit Sicherheit sagen, dass es sich um eine verirrte Drohne handelte“, sagte sie nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Vilnius. Die Drohne war in der Nacht zu Montag im Bezirk Varena nahe der Grenze zu Belarus in den litauischen Luftraum eingedrungen und auf einem zugefrorenen See abgestürzt. Sie war weder von Militärradargeräten erfasst noch vom Grenzschutz bemerkt worden. Auf Aufnahmen einer Überwachungskamera, die der litauische Rundfunk veröffentlichte und die den Vorfall zeigen sollen, sind eine Explosion und brennende Trümmer zu sehen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.Nach Angaben von Verteidigungsminister Robertas Kaunas gehörte die Drohne nach ersten Erkenntnissen zu einem Drohnenschwarm, der für einen Angriff auf den Hafen von Primorsk im Nordwesten Russlands eingesetzt wurde. Höchstwahrscheinlich sei sie durch russische elektronische Abwehrmaßnahmen fehlgeleitet worden. Die Drohne flog Kaunas zufolge tief, weshalb sie weder von belarussischer noch von litauischer Seite gesichtet worden sei. Ruginiene und Kaunas betonten, Litauen habe zusätzliche Radargeräte zur Erkennung tieffliegender Drohnen bestellt. Mehr ladenTickarooLive Blog Software