PfadnavigationHomePolitikAuslandKrieg in NahostUSA erwägen laut Berichten, 10.000 weitere Soldaten an den Golf zu schickenStand: 27.03.2026Lesedauer: 9 MinutenDie USA erwägen Medienberichten zufolge die Entsendung Tausender weiterer Soldaten in den Nahen Osten. Unterdessen verschiebt Trump das Ultimatum an den
Iran erneut. WELT-Reporterin
Tatjana Ohm berichtet.Die USA prüfen Medienberichten zufolge die Entsendung Tausender weiterer Soldaten in den Nahen Osten. US-Präsident Trump hat sein Ultimatum an den
Iran zur Freigabe der Straße von Hormus erneut bis Ostermontag verlängert.Seit Ende Februar greifen
Israel und die USA den
Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt
Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater
Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen
Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.Dieser Liveticker ist beendet. Den aktuellen Nahost-Liveticker finden Sie hier.10:36 Uhr –
Iran: Straße von Hormus ist gesperrt - Drei Schiffe zur Umkehr gezwungenDie iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erklären, dass der Schiffsverkehr „von und zu Häfen von Verbündeten und Unterstützern der israelisch-amerikanischen Feinde“ über jeden Korridor und zu jedem Zielort verboten sei. Das berichten iranische Staatsmedien. Die Straße von Hormus sei gesperrt. Jeder Transit durch die Wasserstraße werde mit harten Maßnahmen geahndet. Drei Containerschiffe verschiedener Nationalitäten seien nach Warnungen der Marine der Garden aus der Straße von Hormus zurückgeschickt worden.05:25 Uhr –
Iran pocht auf Recht zur Blockade der Straße von HormusDer
Iran bezeichnet es als sein legitimes Recht, Schiffe des „Feindes und seiner Verbündeten“ an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu hindern. Dies erklärt der iranische Außenminister in einem Telefonat mit UN-Generalsekretär
Antonio Guterres, wie der iranische Sender Press TV berichtet.Lesen Sie auch05:06 Uhr – Neues Trump-Ultimatum bringt kaum Erleichterung für asiatische BörsenDie anhaltende Eskalation im Nahost-Krieg hat die asiatischen Börsen fest im Griff behalten. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 53.446,35 Punkte nach, während der breiter gefasste Topix 0,3 Prozent höher bei 3.652,88 Zählern notierte. Die chinesischen Börsen zeigten sich widerstandsfähiger: Die Börse Shanghai gewann 0,3 Prozent auf 3.899,12 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,4 Prozent auf 4.495,52 Punkte.Lesen Sie auch04:15 Uhr – Pistorius bestätigt Umleitung von Waffen in Nahen Osten nichtVerteidigungsminister Boris Pistorius hat sich vorsichtig zu Berichten über eine Umleitung von US-Waffen aus der geplanten Ukraine-Hilfe in den Nahen Osten geäußert. Für die deutsche Beteiligung an dem sogenannten Purl-Programm könne er das nicht bestätigen, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch in einem australischen Werk des deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall nahe Brisbane. Über Purl finanzieren europäische Nato-Staaten und Kanada US-Rüstungsgüter für die Ukraine, weil die USA ihre finanzielle Unterstützung drastisch heruntergefahren haben. Die „Washington Post“ hatte unter Berufung auf mehrere nicht genannte Quellen berichtet, das Pentagon prüfe, ob Waffen, die eigentlich für die Ukraine bestimmt sind, in den Nahen Osten umgeleitet werden sollten, da der Krieg mit dem
Iran Munitionsbestände des US-Militärs aufzehre. Angesprochen auf Konsequenzen auch für künftige Munitionslieferungen an Deutschland sagte Pistorius: „Wir tun bereits alles, um schneller auf eigenen Beinen zu stehen. Wir beschaffen schneller als jemals zuvor.“ Nun komme es darauf an, mit der Industrie einen Weg finden, dass geliefert werde.04:13 Uhr – US-Finanzminister Bessent: Straße von Hormus kein „Nadelöhr“Inmitten eines Ultimatums von US-Präsident
Donald Trump an den
Iran hat Finanzminister Scott Bessent widersprüchliche Aussagen zur Straße von Hormus getätigt. Bessent erklärte, dass der
Iran durch Einschränkungen des Öls- und Erdgastransports durch die Straße von Hormus „versuche, die Kontrolle über die Weltwirtschaft über ein Nadelöhr zu übernehmen, von dem wir glauben, dass es nicht existiert“.Die Formulierung von Bessent warf Fragen auf, da es sich bei der Wasserstraße sehr wohl um ein „Nadelöhr“, also eine schmale Mündung des Persischen Golfs handelt, die für den weltweiten Transport von Öl und Erdgas entscheidend ist. Die Energiepreise sind seit Beginn des
Iran-Kriegs und der faktischen Blockade der Meerenge gestiegen.03:50 Uhr –
Israel greift Ziele in Teheran anDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert. Bei den „großangelegten“ Angriffen sei „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Herzen Teherans“ anvisiert worden, erklärte die israelische Armee.03:03 Uhr – Thailändisches Frachtschiff läuft vor iranischer Insel auf GrundEin unter thailändischer Flagge fahrendes Frachtschiff ist nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim vor der Insel Keschm auf Grund gelaufen. Die „Mayuree Naree“ war Anfang des Monats in der Straße von Hormus bereits von unbekannten Geschossen getroffen worden. Thailändischen Angaben zufolge hatte die omanische Marine 20 Besatzungsmitglieder gerettet, nachdem eine Explosion im Heck des Frachters ein Feuer im Maschinenraum ausgelöst hatte.02:30 Uhr – G7-Treffen: Ringen mit Rubio um gemeinsame
Iran-LinieDie G7-Partner wirtschaftsstarker Demokratien ringen am Freitag mit ihrem US-Kollegen Marco Rubio um eine gemeinsame Linie für ein Ende des Krieges. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte vor den Beratungen in Frankreich von den USA, Europa in ihre Planungen einzubeziehen. Rubio stellte sich vor seinem Abflug hinter die Kritik von US-Präsident
Donald Trump, die Nato-Verbündeten hätten im Krieg mit
Iran nicht geholfen, als die USA sie darum gebeten hätten.Trump habe festgestellt, dass die USA ständig um Hilfe in Kriegen gebeten worden seien und geholfen hätten, sagte Rubio. Doch als man selbst um Unterstützung gebeten habe, habe man von der Nato keine positive Antwort bekommen. Die Bedrohungen der globalen Schifffahrt durch den
Iran seien ein Verstoß gegen das Völkerrecht. All jene Länder, denen das Völkerrecht am Herzen liege, sollten etwas dagegen unternehmen.02:13 Uhr – Pentagon prüft Entsendung von 10.000 weiteren SoldatenDas Pentagon erwägt Medienberichten zufolge die Entsendung von bis zu 10.000 weiteren Soldaten in den Nahen Osten. Dies würde US-Präsident
Donald Trump zusätzliche Flexibilität in den Gesprächen mit Teheran einräumen, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Portal „Axios“ schrieb unter Berufung auf einen ranghohen Verteidigungsbeamten, die Entscheidung werde nächste Woche getroffen. Die Soldaten würden aus anderen Kampfeinheiten stammen als diejenigen, die bereits in die Region entsandt worden seien. 00:45 Uhr –
Iran verbietet Sportmannschaften Teilnahme an Spielen in „feindlichen Ländern“Die iranische Regierung hat ein Verbot für die Entsendung von Sportmannschaften zu Veranstaltungen in „feindlichen“ Ländern verhängt. „Die Anwesenheit von National- und Vereinsmannschaften in Ländern, die als feindlich gelten und nicht in der Lage sind, die Sicherheit iranischer Athleten und Teammitglieder zu gewährleisten, ist bis auf Weiteres verboten“, teilte das iranische Sportministerium in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Isna verbreiteten Erklärung mit.Grund für das Verbot sind dem Ministerium zufolge Nachrichten über das Aufeinandertreffen der iranischen Fußballmannschaft Tractor mit einem Team aus den Emiraten in Saudi-Arabien in der AFC Champions League, dem asiatischen Gegenstück zur UEFA Champions League. Der Fußballverband und die Vereine müssen demnach die Asiatische Fußball-Konföderation (AFC) benachrichtigen, um eine Verlegung der Spiele zu veranlassen.Donnerstag, 26. März23:46 Uhr – Der
Iran hat laut Medienbericht nicht um Aufschub gebetenDer
Iran hat einem Zeitungsbericht zufolge nicht um einen zehntägigen Aufschub der Angriffe auf seine Energieanlagen gebeten. Zudem stehe eine endgültige Antwort auf einen 15-Punkte-Plan der USA zur Beendigung des Krieges noch aus, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Vermittler. US-Präsident
Donald Trump hat erklärt, er setze die geplanten Angriffe auf Bitte der iranischen Regierung für zehn Tage aus.23:24 Uhr – Trump kritisiert Deutschland für
Iran-Absage: „unangebracht“Trump kritisiert Deutschland wegen der ausbleibenden Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus. Er habe es als „unangemessen“ empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: „Das ist nicht unser Krieg“, sagte der Republikaner während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Trump nannte keinen konkreten Namen, schrieb die Äußerung aber der Spitze zu („the head of Germany“).22:08 Uhr –
Israel droht mit Tötung weiterer Führungsfiguren im IranIsraels Armee hat nach der Tötung des Marine-Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, Admiral Aliresa Tangsiri, damit gedroht, weitere wichtige Führungsfiguren im
Iran ins Visier zu nehmen. Die Tötungen würden nicht aufhören, sagte Militärsprecher Effie Defrin am Abend. „Wir werden weiterhin jeden verfolgen, der
Israel bedroht.“ Aus dem
Iran gab es zunächst keine Bestätigung für den Tod des Marine-Kommandeurs.21:22 Uhr – Trump verschiebt Ultimatum an den
Iran bis zum 6. AprilUS-Präsident
Donald Trump hat sein Ultimatum zum Einlenken der iranischen Führung im Krieg noch einmal verschoben. Die Frist zur Freigabe der Straße von Hormus werde auf Bitte des Irans verlängert, bis zum 6. April (US-Ortszeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte Trump unter Verweis auf „sehr gute“ Gespräche an. Allerdings hatte die Führung in Teheran zuvor schon erklärt, dass sie sich ohnehin keinem Ultimatum zu beugen gedenke. Eigentlich wäre die von Trump gesetzte Frist bereits in der Nacht zum Dienstag deutscher Zeit und dann, nach einer ersten Verlängerung, am Samstag deutscher Zeit abgelaufen. Der
Iran habe aber um eine Verlängerung um sieben Tage gebeten, sagte Trump am Donnerstag in einem Interview des Senders Fox News. „Und ich sagte: Ich gebe euch zehn.“ Die neue Frist endet nach deutscher Zeit nun am 7. April um 2.00 Uhr nachts.Trump hatte zuvor gedroht, falls der
Iran die Straße von Hormus nicht vollständig und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr öffnen sollte, werde er iranische Kraftwerke zerstören lassen. Sein späteres Entgegenkommen begründete er damit, dass die iranische Seite mehreren Öltankern die Durchfahrt durch die Meerenge im Persischen Golf gewährt habe.20:47 Uhr – Großbritannien stockt Hilfe für ukrainische Luftverteidigung aufGroßbritannien sagt der Ukraine weitere 100 Millionen Pfund (133,19 Millionen Dollar) zur Stärkung der Luftverteidigung zu. Damit steige die Gesamtunterstützung in den vergangenen zwei Monaten auf 600 Millionen Pfund, teilt die Regierung in London mit.20:19 Uhr –
Israel: Zwei Soldaten bei Kämpfen im Südlibanon getötetBei Kämpfen mit der Hisbollah-Miliz im Südlibanon werden nach Angaben des israelischen Militärs zwei Soldaten getötet. Damit steigt die Zahl der dort gefallenen israelischen Soldaten auf vier. Bei der israelischen Offensive im Libanon sind nach Angaben der dortigen Regierung mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen.Lesen Sie auch19:16 Uhr – Trump lüftet Geheimnis um „riesiges Geschenk“ aus TeheranDer
Iran hat nach Angaben von
Donald Trump zehn Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewährt. Die iranische Seite habe das angeboten, um in den Verhandlungen mit den USA ihre Zuverlässigkeit zu untermauern, sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in Washington. „Wir haben es wohl mit den richtigen Leuten zu tun“, sagte Trump.Vor seinen Bemerkungen fragte Trump seinen Sondergesandten Steve Witkoff am Kabinettstisch, ob er die Informationen teilen dürfe – offenbar weil es sich um vertrauliche Angaben handelt. „Ich hoffe, ich habe deine Verhandlungen nicht vermasselt“, sagte Trump in Richtung Witkoff.dpa/AFP/rtr/ll/sebe/jmr/lay/ceb/kami/säd/jra/saha