Trump spricht von Fortschritten und droht mit ZerstörungDer amerikanische Präsident
Donald Trump droht
Iran mit massiven Angriffen, falls es keine rasche Einigung zur Beendigung der Kämpfe und zur Öffnung der
Straße von Hormus gibt. Zunächst schrieb er am Montag auf seiner Plattform Truth Social, die Vereinigten Staaten führten „ernsthafte Gespräche mit einer NEUEN UND VERNÜNFTIGEREN REGIERUNG“, um die Militäroperation zu beenden.Es seien „große Fortschritte erzielt“ worden. Sollte es jedoch keine Einigung geben und die
Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden, „werden wir unseren netten „Aufenthalt“ im
Iran abschließen, indem wir alle ihre Stromkraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (sowie möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) sprengen und vollständig auslöschen“, schrieb Trump. Diese Ziele habe man bislang bewusst nicht angegriffen, so der US-Präsident.Trump hatte zuvor
Iran eine neue Frist gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des von den USA und
Israel begonnenen Krieges zu akzeptieren. Die Frist läuft demnach am 7. April um 2 Uhr mitteleuropäischer Zeit ab. Gregor GrosseBericht: Neue US-Rakete trifft iranische Schule und SporthalleDie Vereinigten Staaten haben laut einem Medienbericht am ersten Tag des Irankriegs eine Sporthalle und eine angrenzende Grundschule in
Lamerd im Süden des Landes getroffen. Dabei soll eine neue ballistische Rakete der Amerikaner eingesetzt worden sein. Iranischen Angaben zufolge wurden dabei mindestens 21 Menschen getötet, darunter Kinder, und ungefähr 100 weitere verletzt. Neben der Sporthalle befand sich offenbar eine Militäranlage der
Revolutionsgarde. Am selben Tag wurde mehrere Hundert Kilometer entfernt in
Minab eine Mädchenschule nahe einer Militäreinrichtung getroffen; laut offiziellen Angaben kamen mehr als 100 Kinder ums Leben. US-Medienberichten zufolge waren laut vorläufigen Untersuchungsergebnissen veraltete Zieldaten dafür verantwortlich. Ob die Einschläge in
Lamerd auf einen ähnlichen Fehler zurückzuführen sind, ist unbekannt. Die „
New York Times“ berichtete unter Berufung auf Videos und Fachleute, dass bei den Angriffen am 28. Februar in
Lamerd die amerikanische Precision Strike Missile (PrSM) eingesetzt wurde. Ein US-Regierungsvertreter bestätigte das der Zeitung. Auch die
BBC hatte Videos verifiziert, die auf den Einsatz der Waffe hindeuten. Vom US-Militär hieß es, dass man den Berichten nachgehe. „Die US-Streitkräfte greifen nicht wahllos Zivilisten an, im Gegensatz zum iranischen Regime.“ Aufnahmen zeigen Schäden innerhalb der Schule und an der Sporthalle. Laut dem iranischen UN-Botschafter, Amir Saeid Iravani, habe während des Angriffs eine Frauen-Volleyballmannschaft in der Anlage trainiert; mehr als 18 Spielerinnen seien getötet worden. Nach Auswertungen der „
New York Times“ ist auf Videos, die einen Einschlag in der Nähe von Sporthalle und Grundschule zeigen, die charakteristische Silhouette der Precision Strike Missile zu sehen. Auch das Schadensbild deutet demnach auf den Einsatz der Rakete hin. Jeffrey Lewis vom Middlebury College erklärte, dass das Muster der Splitterschäden mit den wenigen verfügbaren Informationen über die PrSM übereinstimme. Das US-Militär verfügt erst seit Kurzem über die PrSM. Sie soll künftig die älteren ATACMS ablösen. Generalstabschef Dan Caine hatte zum ersten Einsatz der Waffe gesagt, dass man Geschichte geschrieben habe. Die Angriffe seien mit „Präzision und Entschlossenheit“ durchgeführt worden. Das war zwei Wochen, bevor die Vorwürfe bekannt wurden. Anna-Lena RippergerSpanien sperrt Luftraum für an Irankrieg beteiligte US-FlugzeugeSpanien hat seinen Luftraum für am Irankrieg beteiligte US-Flugzeuge gesperrt. Natürlich sei die Nutzung des spanischen Luftraums „für Handlungen im Zusammenhang mit dem Krieg im
Iran nicht erlaubt“, sagte am Montag Verteidigungsministerin Margarita Robles, die damit einen Bericht der Zeitung „El País“ bestätigte. Die Ministerin bekräftigte zudem, dass die US-Streitkräfte ihre zwei Stützpunkte in Südspanien nicht für den Krieg nutzen dürften – dieses bereits seit Wochen geltende Verbot hatte massive Kritik von US-Präsident
Donald Trump ausgelöst. Laut „El País“ hat die Haltung der linksgerichteten spanischen Regierung zum Irankrieg die US-Militäreinsätze erschwert, da Armeeflugzeuge ihre Routen ändern müssten. Der Durchflug oder die Landung von Flugzeugen sei nur im Notfall erlaubt, schrieb die Zeitung.Wegen der ablehnenden Haltung des spanischen Regierungschefs Pedro Sánchez zum Irankrieg hatte Trump damit gedroht, den US-Handel mit dem Land zu stoppen. Spanien sträubt sich auch gegen das neue NATO-Ziel höherer Verteidigungsausgaben von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts. „Wir wollen nichts mehr mit Spanien zu tun haben“, hatte Trump Anfang März im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz gewettert. Dass Merz Spanien nicht vor laufenden Kameras, sondern offenbar nur im persönlichen Gespräch mit Trump verteidigte, sorgte für Verärgerung in Spanien. Sánchez ist seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit auf Konfrontationskurs mit Washington. Auch im Irankrieg versucht der innenpolitisch in Bedrängnis geratene Regierungschef, sich als eine Art linker „Anti-Trump“ international zu profilieren. Niklas ZimmermannTeuerung in Deutschland steigt wegen des Irankriegs auf 2,7 Prozent Die stark gestiegenen Ölpreise infolge des Irankriegs schlagen auf die deutsche Inflation durch. Waren und Dienstleistungen kosteten im März durchschnittlich 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, nachdem die Teuerungsrate im Februar noch auf 1,9 Prozent gesunken war. Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mit. Das ist der höchste Wert seit Anfang 2024. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg in dieser Höhe gerechnet. Von Februar auf März zogen die Preise um 1,1 Prozent an.„Die Inflationsdaten zeigen genau das an, was alle Autofahrer bereits gemerkt haben: Der Irankrieg treibt die Preise für Kraftstoffe und Heizöl“, sagte der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding. So habe in Bayern 44,8 Prozent mehr für leichtes Heizöl bezahlt werden müssen als im März 2025. Kraftstoffe wie Benzin verteuerten sich um 19,7 Prozent.Auch die Preise anderer Güter könnten steigen. „Gas wird teurer werden, Nahrungsmittelpreise können bei knappem Dünger im Zeitablauf anziehen, höhere Transportkosten werden auf viele Kategorien durchschlagen“, sagte Schmieding. In den kommenden Monaten könne die Inflationsrate daher eine Spitze von mehr als drei Prozent erreichen. Sollte der Krieg weiter eskalieren, sei auch ein Gipfel von weit über vier Prozent möglich.Robert PutzbachAngriffe aus
Iran und Jemen auf
Israel Iran feuert nach Angaben des israelischen Militärs mehrere Raketenwellen auf
Israel ab. Zudem gebe es zum zweiten Mal seit Beginn des US-israelischen Krieges einen Angriff aus dem Jemen, teilt das Militär mit. Zwei Drohnen aus dem Jemen seien am frühen Morgen abgefangen worden. Die vom
Iran unterstützte jemenitische Huthi-Miliz ist am Wochenende mit Raketenangriffen auf
Israel in den Krieg eingetreten. Welche Gründe die Huthi zum Kriegseintritt bewogen haben dürften, erklärt mein Kollege Christoph Ehrhardt:Robert PutzbachZwei Hinrichtungen in
Iran vollstrecktIn
Iran sind einem Bericht staatlicher Medien zufolge zwei der Opposition nahestehende Männer hingerichtet worden. Sie hätten Verbindungen zur Organisation der Volksmudschahedin gehabt und seien wegen der Planung bewaffneter Angriffe in Teheran verurteilt worden, meldet das Nachrichtenportal der Justiz. Details zum Zeitpunkt der Festnahme der beiden Männer nennt das Portal nicht. Robert PutzbachBlauhelmsoldat im Libanon getötetBei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Mission im Libanon (UNIFIL) ist ein Blauhelmsoldat getötet worden. Der UN-Soldat sei am Sonntagabend getötet worden, als „ein Geschoss in einer UNIFIL-Stellung in der Nähe von Adschit al-Kusair explodierte“, teilte UNIFIL am Montagmorgen mit. Ein weiterer UN-Soldat sei lebensgefährlich verletzt worden. Nach Angaben der Regierung in Jakarta handelte es sich bei dem Todesopfer um einen indonesischen Soldaten.In Onlinediensten sprach das indonesische Außenministerium von drei verletzten Soldaten und forderte eine Untersuchung des Vorfalls. Die Sicherheit und der Schutz der UN-Friedenstruppen müssten „zu jedem Zeitpunkt“ gewährleistet sein. Die libanesische staatliche Nachrichtenagentur NNA hatte zuvor berichtet, die getroffene Stellung gehöre zu einem indonesischen UNIFIL-Bataillon. Die Stadt Adschit al-Kusair liegt nahe der Grenze zu
Israel. Rebecca BoucseinÖlpreise ziehen weiter an – starke Kurseinbrüche in Tokio und SeoulDie Ölpreise sind zum Start in die fünfte Handelswoche nach dem Beginn des Irankriegs weiter gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai stieg in der Nacht auf Montag um bis zu vier Prozent auf fast 117 Dollar. Damit näherte sich der Ölpreis wieder seinem vor drei Wochen erreichten Zwischenhoch von 119,50 Dollar an. Am frühen Morgen lag der Preis bei 115,55 Dollar und damit 2,7 Prozent höher als Ende vergangener Woche. Die Börsen in Ostasien begannen die Handelswoche wegen des weiter steigenden Ölpreises mit deutlichen Kursverlusten. Der japanische Leitindex Nikkei 225 brach zum Handelsstart ein und stand am Nachmittag (Ortszeit) rund 3,2 Prozent im Minus. Der südkoreanische Kospi sank ebenfalls um knapp 3,2 Prozent. Etwas milder fielen die Verluste in Hongkong aus, wo der Hang Seng Index am frühen Nachmittag rund 0,9 Prozent im Minus rangierte. Die ostasiatischen Volkswirtschaften, insbesondere Japan und Südkorea, sind stark von Öllieferungen über die derzeit nahezu geschlossene
Straße von Hormus vor
Iran angewiesen. Rebecca BoucseinTeheran bereitet sich darauf vor, dass US-Präsident
Donald Trump versuchen wird, den Öl-Exportknotenpunkt auf der Insel Kharg einzunehmen. Warum das Eiland Irans Achillesferse ist, erklärt Friederike Böge. Sabrina FrangosAustralien halbiert Spritsteuer – Entlastung für VerbraucherAustralien halbiert angesichts steigender Energiepreise infolge des Kriegs im Nahen Osten vorübergehend die Kraftstoffsteuer. Für zunächst drei Monate sollen Benzin und Diesel dadurch um rund 26 Cent (15 Eurocent) pro Liter günstiger werden, wie Premierminister Anthony Albanese mitteilte.Zusätzlich wird die Abgabe für schwere Nutzfahrzeuge in diesem Zeitraum auf null gesenkt. Dafür greift die Regierung tief in die Tasche: Die Maßnahmen kosten den Staat nach Angaben von Finanzminister Jim Chalmers rund 2,55 Milliarden australische Dollar (1,5 Milliarden Euro) und sollen vor allem Haushalte sowie Unternehmen entlasten.Sabrina FrangosTrump meldet Zerstörung weiterer Ziele in IranDas US-Militär hat nach Angaben von Präsident
Donald Trump in
Iran mehrere wichtige Ziele angegriffen und zerstört. „Großer Tag in
Iran“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Viele seit langem verfolgte Ziele seien vom „großartigen“ US-Militär, dem besten und tödlichsten der Welt, ausgeschaltet und zerstört worden, erklärte er. Weitere Einzelheiten dazu nannte Trump jedoch nicht.Sabrina FrangosTrump: Würde mir am liebsten das Öl in
Iran nehmenUS-Präsident
Donald Trump würde nach eigenen Angaben gerne die Kontrolle über Irans Öl übernehmen. „Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl in
Iran nehmen“, sagte der Republikaner in einem Interview mit der britischen Zeitung „Financial Times“ (FT). Er fügte demnach hinzu: „Aber einige dumme Leute in den USA sagen: ‚Warum tust du das?‘ Aber das sind dumme Leute."Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Kharg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden.Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10.000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, berichtete die Zeitung. Ein Angriff auf den Exportknotenpunkt Kharg wäre jedoch riskant. „Vielleicht nehmen wir die Insel Kharg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen“, wurde Trump von der FT zitiert. „Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort (auf Kharg) bleiben müssten."Auf die Frage nach dem Stand der iranischen Verteidigung auf der Insel antwortete er: „Ich glaube nicht, dass sie über eine Verteidigung verfügen. Wir könnten sie sehr leicht einnehmen.“ Fachleute warnen, dass US-Soldaten nach einer möglichen Einnahme und Besetzung der Insel leichte Ziele für iranische Angriffe wären. Trotz seiner Drohungen, die iranische Ölförderung einzunehmen, betonte Trump der Zeitung zufolge, dass die indirekten Gespräche zwischen den USA und
Iran über pakistanische Vermittler gut vorankämen. Trump hat
Iran eine neue Frist gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren – andernfalls drohten US-Angriffe auf den iranischen Energiesektor. Die Frist läuft am 7. April um 2.00 Uhr nachts deutscher Zeit ab. Auf die Frage, ob in den kommenden Tagen ein Waffenruheabkommen erzielt werden könne, das die für den globalen Öl- und Gastransport wichtige
Straße von Hormus wieder öffnen würde, lehnte Trump es dem Bericht zufolge ab, konkrete Details zu nennen. „Wir haben noch etwa 3.000 Ziele übrig – wir haben 13.000 Ziele bombardiert – und noch ein paar Tausend Ziele vor uns“, wurde er zitiert. „Ein Abkommen könnte ziemlich schnell zustande kommen“, meinte er demnach.Sabrina FrangosGolfstaaten melden abermaligen BeschussKuwait und andere Golfstaaten stehen weiter unter Beschuss durch
Iran. Das Energieministerium in Kuwait meldete in der Nacht auf der Plattform X Schäden an einem Nebengebäude eines Stromkraftwerks und einer Entsalzungsanlage. Ein indischer Arbeiter sei ums Leben gekommen. Die Luftabwehr in Saudi-Arabien fing unterdessen abermals fünf ballistische Raketen ab, wie das Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mitteilte. Zuvor habe die saudi-arabische Luftabwehr zehn Drohnen abgefangen und zerstört. Auch Bahrain, Jordanien, Qatar und die Vereinigten Arabischen Emirate seien wieder unter Beschuss durch Drohnen und Raketen geraten, berichtete der arabische Fernsehsender Al Jazeera. Die Geschosse seien abgefangen worden.Sabrina FrangosIsraels Armee bestraft Bataillon nach Gewalt gegen ReporterNach Gewalt israelischer Soldaten gegen Journalisten des US-Fernsehsenders CNN im besetzten Westjordanland hat die Armeeführung ein ganzes Reservebataillon vom Dienst suspendiert. Das Bataillon werde einem Prozess zur Stärkung seiner „fachlichen und ethischen Grundlagen“ unterzogen, teilte das Militär in der Nacht mit. Ein CNN-Team hatte die Folgen eines Angriffs israelischer Siedler und die Errichtung eines illegalen Außenpostens dokumentieren wollen, als sie nach eigenen Angaben von israelischen Soldaten angegriffen und gewaltsam festgesetzt worden waren. Mehr ladenTickarooLive Blog Software