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FRI · 2026-03-27 · 13:37 GMTBRIEF NSR-2026-0327-39345
News/Marktbericht: DAX-Konzerne machen weniger Gewinn
NSR-2026-0327-39345News Report·DE·Economic Impact

Marktbericht: DAX-Konzerne machen weniger Gewinn

Die DAX-Konzerne verzeichneten 2025 den niedrigsten Umsatz und Gewinn seit dem Corona-Jahr 2021, laut einer Analyse von EY. Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich vier Prozent, der Umsatz um 0,6 Prozent.

Tagesschau (ARD)Filed 2026-03-27 · 13:37 GMTLean · CenterRead · 3 min
Marktbericht: DAX-Konzerne machen weniger Gewinn
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Die DAX-Konzerne verzeichneten 2025 den niedrigsten Umsatz und Gewinn seit dem Corona-Jahr 2021, laut einer Analyse von EY. Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich vier Prozent, der Umsatz um 0,6 Prozent. Hauptgrund dafür waren schwächere Geschäfte in Nordamerika und Asien, was die Vorteile der internationalen Ausrichtung der Unternehmen zunichte machte. Während Rüstungsunternehmen und Finanzdienstleister Gewinne steigerten, verlor die Autobranche an Boden. Experten sehen 2025 als Krisenjahr und erwarten aufgrund geopolitischer Spannungen und steigender Energiepreise keine schnelle Trendwende.

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Key claims

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"Overall, the balance sheet for the past year is extremely modest," says Henrik Ahlers.

quoteHenrik Ahlers, EY
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Banks, financial service providers and insurance companies together recorded a record profit of over 46 billion euros.

statisticEY
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Sales in North America fell by four percent, and in Asia by as much as nine percent.

statisticEY
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In 2025, profit decreased by an average of four percent compared to the previous year, and turnover by 0.6 percent.

statisticEY
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DAX companies generated the lowest turnover and profit since 2021 in the past year.

statisticEY
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Die im DAX gelisteten Unternehmen haben im vergangenen Jahr den niedrigsten Umsatz und den niedrigsten Gewinn seit 2021 erwirtschaftet - das war mitten in der Corona-Pandemie. Auch 2026 dürfte es schwierig werden. Die DAX-Konzerne gelten als Vorzeigeunternehmen der deutschen Wirtschaft. Doch ganz so vorzeigbar lief es für die deutsche Wirtschaftselite zuletzt nicht mehr - jedenfalls im Schnitt betrachtet: Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die DAX-Konzerne den niedrigsten Umsatz und den niedrigsten Gewinn seit 2021 - also mitten in der Corona-Pandemie. Die Zahlen stammen von einer Auswertung der Beratungsfirma EY. Demnach ging der Gewinn 2025 im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um vier Prozent zurück, der Umsatz um 0,6 Prozent. Ein Grund für die Belastung: Die DAX-Konzerne machen ihre Geschäfte überwiegend im Ausland. Das galt aufgrund der schwächelnden deutschen Wirtschaft eigentlich als Vorteil. Doch die Geschäfte mit Nordamerika und Asien - viele Jahre die Erfolgsgaranten für die deutschen Exportunternehmen - liefen deutlich schlechter. So betrug das Umsatzminus in Nordamerika vier Prozent, in Asien sogar neun Prozent. "Die breite internationale Aufstellung war lange Zeit einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren der deutschen Top-Unternehmen. In Zeiten enormer geopolitischer Spannungen, Lieferkettenunterbrechungen und steigender Handelsbarrieren wird der hohe Internationalisierungsgrad jedoch zu einem Problem", erklärt Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung bei EY. Ein Lichtblick: In Europa legte der Umsatz um drei Prozent zu. Die Berater bezeichnen 2025 als "Krisenjahr" - von dem aber nicht alle DAX-Unternehmen betroffen waren. Über die Hälfte der betrachteten Konzerne konnte Umsatz und Gewinn gegenüber dem Vorjahr steigern. Vor allem Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall und MTU Aero Engines machten prächtige Geschäfte. Die Autobranche dagegen verlor an Boden. Während laut EY Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen zusammengenommen einen Rekordgewinn von über 46 Milliarden Euro einfuhren - plus 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr - büßten die übrigen Unternehmen im vergangenen Jahr elf Prozent ihres Gewinns ein. "Insgesamt fällt die Bilanz des vergangenen Jahres äußerst bescheiden aus", sagt Henrik Ahlers. "Umsatz und Gewinn liegen auf mehrjährigen Tiefstständen, die Gewinnmargen schrumpfen - und derzeit spricht kaum etwas für eine baldige Trendwende." Denn unter anderem der Iran-Krieg und weiter steigende Energiepreise belasten zusätzlich. Das treffe vor allem die Industrieunternehmen, die auch aufgrund der Standortnachteile in Deutschland bereits mehrere schwierige Jahre hinter sich hätten", meint Jan Brorhilker, Managing Partner des Geschäftsbereichs Assurance von EY in Deutschland. "Hohe Belastungen aus den US-Zöllen, ein wegbrechender Absatz in China und eine oft nicht mehr wettbewerbsfähige Kostenstruktur sorgen für erhebliche Probleme. Auch weitere Branchen stünden vor einem schwierigen Jahr, denn hohe Energiepreise würden zu steigender Inflation führen und den Konsum beeinträchtigen. "Kurz gesagt: Der spürbare Aufschwung, der eigentlich für 2026 erwartet worden war, wird wohl noch länger auf sich warten lassen", so Brorhilker. EY-Manager Ahlers wertet die aktuelle Situation als Weckruf an die Politik, endlich die dringend nötigen Reformen am Standort Deutschland anzugehen. Die angespannte Lage kostete Arbeitsplätze. So haben die DAX-Konzerne im vergangenen Jahr rund 32.000 Mitarbeiter gehen lassen, rund ein Prozent der Mitarbeiter. Immerhin: Etwa die Hälfte der betrachteten Unternehmen hatte zum Stichtag mehr Mitarbeiter als im Vorjahr. Allerdings meint EY-Manager Brorhilker: "Wir werden auch 2026 unterm Strich eher ein Abschmelzen der Beschäftigung sehen." Auch an der Börse hat der DAX heute weiter nachgegeben. Am frühen Nachmittag lag das Minus bei rund 1,3 Prozent bei etwas über 22.300 Punkten. Gründe sind weiter hohe Ölpreise und wachsende Zweifel an einem baldigen Ende des Nahost-Krieges. Der deutsche Leitindex büßte bis zum Mittag bis zu 1,8 Prozent auf 22.215 Zähler ein. Die jüngste Verlängerung des Iran-Ultimatums zeige, wie sehr die USA den Krieg beenden und eine Verhandlungslösung erreichen wollten, sagt Thomas Altmann von QC Partners: "Es zeigt aber auch, dass sich die Verhandlungen wohl alles andere als einfach gestalten." Seit Beginn des Iran-Kriegs hat der DAX rund 12 Prozent nachgegeben.
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