28. März 2026Die von
Teheran unterstützte militant-islamistische
Huthi-Miliz hat zum ersten Mal seit Beginn des
Iran-Kriegs
Israel angegriffen. Eine Drohnenattacke auf den Flughafen von
Kuwait verursacht schwere Schäden.https://p.dw.com/p/5BIpZPropaganda-Auftritt der islamistischen
Huthi-Miliz am Freitag in Jemens Hauptstadt Sanaa Bild: Mohammed Hamoud/Anadolu Agency/IMAGOVier Wochen nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den
Iran meldet die mit
Teheran verbündete
Huthi-Miliz im
Jemen Attacken auf
Israel. Die militant-islamistische Miliz erklärte im Onlinedienst X und anderen Medien, sie habe ballistische Raketen auf militärische Ziele im Süden Israels abgefeuert. Es werde weitere Angriffe geben. Zuvor hatte die israelische Armee mitgeteilt, es sei "der Abschuss einer Rakete aus dem
Jemen in Richtung der israelischen Gebiete festgestellt" worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz. Israelischen Medienberichten zufolge konnte das Geschoss erfolgreich abgefangen werden. Verletzte oder Schäden wurden nicht gemeldet. Raketenspuren aus dem
Jemen über Hebron im israelisch besetzten Westjordanland Bild: Wisam Hashlamoun/Anadolu Agency/IMAGO Am Freitag hatte die
Huthi-Miliz, die weite Teile im
Jemen kontrolliert, ein Eingreifen in den
Iran-Krieg angekündigt. Die vom Mullah-Regime in
Teheran unterstützte Miliz gehört wie die Terrororganisation
Hamas im
Gazastreifen und die schiitische
Hisbollah-Miliz im
Libanon zur iranischen "Achse des Widerstands". Deren erklärtes Ziel ist die Vernichtung des Staates
Israel. Auch nach Beginn des durch den Terrorüberfall der
Hamas auf
Israel ausgelösten Kriegs im
Gazastreifen am 7. Oktober 2023 hatten die Huthis
Israel mit Raketen und Drohnen angegriffen. Zudem attackierten sie immer wieder Schiffe im Roten Meer und dem sich östlich der Meerenge Bab al-Mandab anschließenden
Golf von Aden. Die Gewässer gelten als bedeutende Handelsrouten. Seit Beginn einer brüchigen Waffenruhe im
Gazastreifen am 10. Oktober vergangenen Jahres reklamierten die Huthis jedoch keine Angriffe mehr für sich. Ein mutmaßlich iranischer Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von
Kuwait an diesem Samstag verursachte schweren Schäden. Die amtliche Nachrichtenagentur des Golfstaates meldete unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde, bei dem Angriff sei das Radarsystem des Flughafens beschädigt worden. Explosion auch nahe dem Flughafen von Erbil im Irak Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete indes von einer massiven Explosion nahe dem internationalen Flughafens von Erbil, der Hauptstadt der kurdischen Autonomieregion im Irak. In Erbil befindet sich ein großer Konsulatskomplex der USA. Auf dem Flughafen der nordirakischen Stadt sind zudem amerikanische Soldaten stationiert. Seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den
Iran reagiert die Islamische Republik immer wieder mit Raketen- und Drohnenangriffen auf
Israel, mehrere Golfstaaten sowie auf US-Einrichtungen in der Golfregion. Der Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien - die Basis wurde mit Drohnen und Raketen angegriffenBild: Planet Labs PBC/Handout/REUTERS So wurden jetzt bei einer iranischen Attacke auf einen Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien einem US-Beamten zufolge mindestens zwölf amerikanische Soldaten verwundet, zwei von ihnen sehr schwer. Eine Rakete und mehrere Drohnen seien auf die Basis Prinz Sultan südöstlich der Hauptstadt Riad abgefeuert worden, berichten die US-Zeitungen "New York Times" und "Wall Street Journal". Dabei seien auch mehrere Tankflugzeuge beschädigt worden. Redaktionsschluss: 17.45 Uhr (MEZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.