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Deutschland" Hessische AfD gründet Jugendorganisation Stand: 28.03.2026 • 14:08 Uhr Nun hat die AfD auch in
Hessen eine neue Jugendorganisation. Die Zahl der Gründungsmitglieder der "
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Deutschland" in
Hessen ist überschaubar, aber das soll sich ändern. 50 junge Mitglieder der Alternative für
Deutschland (AfD) haben am Samstagnachmittag in
Fulda die neue Nachwuchsorganisation der Partei in
Hessen gegründet. Im Bürgerhaus im Stadtteil Johannesberg verabschiedeten sie die Satzung des Landesverbands der
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Deutschland (GD). Zum Vorsitzenden wurde erwartungsgemäß der 27 Jahre alte
Nafiur Rahman gewählt. Der Ingenieur aus
Bad Vilbel (Wetterau) hatte keinen Gegenkandidaten. Er erhielt 47 Stimmen, das entspricht 94 Prozent. Die Aufstellung des GD-Landesverbands folgt fünf Monate nach der Gründung des GD-Bundesverbands in
Gießen. Zuvor hatte sich die Junge Alternative (JA) als ursprüngliche AfD-Jugendorganisation bundesweit selbst aufgelöst. Ihr drohte ein Verbot, weil der Verfassungsschutz sie als bewiesen rechtsextrem eingestuft hatte. Es waren viele junge Männer und wenige Frauen, die nach
Fulda gekommen waren. Mit ihnen will der neue GD-Landesvorsitzende Rahman nach eigenen Angaben die Belebung des Patriotismus zu einer vordringlichen Aufgabe machen. Das war ein bestimmendes Thema des gesamten Treffens. In seiner Bewerbungsrede sprach er von einem "Dornengestrüpp", in dem das Land stecke. Rahman, der auch dem GD-Bundesvorstand angehört, fügte hinzu: "Inmitten dieses Dornengestrüpps wird
Deutschland gedeihen." Den Menschen, die vor der Veranstaltungshalle gegen AfD und GD demonstrierten, warf Rahman vor, den Ernst der Lage in
Deutschland nicht erkannt zu haben. Seit er im November in den GD-Bundesvorstand gewählt wurde, habe er viel Feindschaft erfahren, aber auch Rückhalt. Rahman kam als Kind von Einwanderern aus der Region Bengalen nach
Deutschland. Er ist nach eigenen Angaben seit dreieinhalb Jahren Mitglied der AfD. Der 27-Jährige gehörte bereits dem letzten Landesvorstand der GD-Vorgängerorganisation JA an. Anders als die Junge Alternative, die ein eigenständiger Verein war, ist die
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Deutschland rechtlich und organisatorisch ein Teil der AfD. Das erhöht die Zugriffsmöglichkeit der Mutterpartei, auch in disziplinarischen Fragen. Mitglieder der Parteijugend dürfen maximal 35 Jahre alt sein. Der Landesverband in
Hessen ist der vorletzte, den die GD gründet. In 14 anderen Bundesländern gab es sie schon. Vize-Landesvorsitzender der GD
Hessen wurde der Vogelsberger Landtagsabgeordnete Pascal Schleich. Er setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen Dominik Asch durch, der vor einigen Jahren der Spitze der aufgelösten JA in
Hessen angehörte. Eröffnet hatte der GD-Bundesvorsitzende Jean Pascal Hohm das Fuldaer Gründungstreffen. "Wir müssen uns voll und ganz in den Dienst der Partei stellen", forderte er von der Parteijugend. Der GD wies er die Rolle eines "Innovationsmotors" zu.
Nafiur Rahman (2. v. r.) mit GD-Bundeschef Jean-Pascal Hohm (rechts). Hohms Botschaft an die Mutterpartei lautete: Sie müsse ihre Inhalte als eine patriotische Volkspartei klar vertreten und dürfe auch in Fragen der Identität keine Kompromisse eingehen. Hohm ist Landtagsabgeordneter in Brandenburg. Der dortige Verfassungsschutz hält ihn für einen Rechtsextremisten mit engen Kontakten zur verfassungswidrigen Identitären Bewegung. "Im Moment sind wir noch nicht so viele. Aber schon in wenigen Jahren wird das anders sein", sagte AfD-Co-Landeschef Robert Lambrou angesichts der Teilnehmerzahl. Insgesamt sind nach Angaben eines Parteisprechers zurzeit knapp 170 junge Menschen aus
Hessen Mitglied im GD-Bundesverband. Die GD schließe eine wichtige Lücke, sagte Lambrou. Die GD solle zwar einen Pool künftiger Funktions- und Mandatsträger bilden. Man wolle aber nicht den Karriereweg der anderen Parteien kopieren. Spott auf die Demonstranten vor der Veranstaltungshalle prägte die Rede des Fuldaer AfD-Bundestagsabgeordneten Pierre Lamely. Er ist stellvertretender Jugendbeauftragter im Vorstand der Landespartei. "Draußen steht die Vergangenheit, ihr seid die Zukunft", sagte er. Die hessische AfD wird vom Landesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall geführt. Auf Bundesebene wehrt sie sich derzeit gegen die Einstufung als erwiesen rechtsextrem. Auch die
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Deutschland ist bereits scharf in die Kritik geraten, weil sie sich nicht wesentlich von ihrer Vorgängerorganisation unterscheide. Hessens CDU-Innenminister Roman Poseck sagte kurz vor dem Treffen in
Fulda über die GD: "Sie marschiert wieder in eine rechtsextreme Richtung."