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SAT · 2026-03-28 · 15:52 GMTBRIEF NSR-2026-0328-41022
News/Informationskriege mit KI: „Spektakuläre Deepfakes sind bisl…
NSR-2026-0328-41022News Report·DE·Political Strategy

Informationskriege mit KI: „Spektakuläre Deepfakes sind bislang nicht der dominante Faktor“

Der Artikel des "Science Media Center" untersucht die Rolle von KI-generierten Falschinformationen in aktuellen Informationskriegen, insbesondere im Kontext von Russland. Experten betonen, dass staatliche und staatsnahe Netzwerke Desinformationen durch Medien und automatisierte Programme verbreiten, um Zweifel zu säen und die öffentliche Wahrnehmung zu beeinflussen.

FAZFiled 2026-03-28 · 15:52 GMTLean · Center-RightRead · 3 min
Informationskriege mit KI: „Spektakuläre Deepfakes sind bislang nicht der dominante Faktor“
FAZFIG 01
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3min
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546words
Sources cited
2cited
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5entities
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100%
§ 01

Briefing Summary

AI-generated
NEWSAR · AI

Der Artikel des "Science Media Center" untersucht die Rolle von KI-generierten Falschinformationen in aktuellen Informationskriegen, insbesondere im Kontext von Russland. Experten betonen, dass staatliche und staatsnahe Netzwerke Desinformationen durch Medien und automatisierte Programme verbreiten, um Zweifel zu säen und die öffentliche Wahrnehmung zu beeinflussen. KI ermöglicht zwar die schnelle und massenhafte Produktion von Desinformationen, vor allem in sozialen Netzwerken, jedoch sind spektakuläre Deepfakes bisher nicht der Hauptfaktor. Stattdessen werden häufiger fehlerhafte, emotionalisierende Inhalte genutzt, die durch Algorithmen verstärkt und als glaubwürdiger wahrgenommen werden. Ziel ist es, durch verzerrte Darstellungen die gesellschaftliche Wahrnehmung von Ereignissen zu beeinflussen.

Confidence 0.90Sources 2Claims 5Entities 5
§ 02

Article analysis

Model · rule-based
Framing
Political Strategy
Technology
Tone
Measured
AI-assessed
CalmNeutralAlarmist
Factuality
0.70 / 1.00
Factual
LowHigh
Sources cited
2
Limited
FewMany
§ 03

Key claims

5 extracted
01

Spectacular deepfakes are not the dominant factor in information warfare so far.

quoteEdda Humprecht
Confidence
0.90
02

State and state-affiliated networks are deliberately spreading disinformation in Russia and abroad.

quoteJosephine Schmitt
Confidence
0.90
03

Misleading representations influence how society perceives events.

quoteJosephine Schmitt
Confidence
0.80
04

Emotionalizing images, videos and texts are mainly spread as part of hybrid warfare.

factualArticle
Confidence
0.80
05

KI enables the cheap and mass production of tailored misinformation.

factualArticle
Confidence
0.70
§ 04

Full report

3 min read · 546 words
Sind Falschinformationen durch Künstliche Intelligenz schon ein Faktor in der Kriegsführung? Eine Umfrage unter Experten.Erfundene Festnahmen von Menschen, bearbeitete Bilder von Flugzeugträgern oder aus dem Kontext gerissene Zitate von Politikern: Falschinformationen werden in Kriegszeiten wie diesen gezielt verbreitet. Gesicherte Informationen und seriöse Nachrichten werden vorsätzlich blockiert. Insbesondere gilt das in autoritär regierten Ländern wie Russland und dem Iran. Ziel ist es, Zweifel zu säen. Und mit nichts funktioniert das so gut wie mit irreführenden Bildern, Videos und Texten, die mit Künstlicher Intelligenz erzeugt werden. Kann es sein, dass dadurch die aktuell geführten Informationskriege eine neue Stufe erreichen? Das deutsche „Science Media Center“ (SMC) hat einschlägige Experten gebeten, die aktuelle Situation zu bewerten.„Mit Blick auf Russland sind es vor allem staatliche und staatsnahe Netzwerke, die gezielt Desinformation im In- und Ausland streuen“, sagt Josephine Schmitt. Die Kommunikationswissenschaftlerin aus Bochum forscht zur Verbreitung von Propaganda im Netz. Die Regierung Russlands streue systematisch Fake News über die staatlich kontrollierten Medien sowie mit automatisierten Computerprogrammen. Geteilt werden die irreführenden Informationen in den sozialen Medien und Chat-Gruppen.Teil der hybriden KriegsführungHauptsächlich verbreitet werden fehlerhafte, dafür emotionalisierende Bilder, Videos und Texte. Sie erzählen eine Geschichte, sind anschaulich und wirken echt. Soziale Netzwerke verstärken diese Wirkung, da emotional aufgeladene Inhalte häufiger geteilt und kommentiert werden. Kommt man durch die algorithmischen Strukturen oft in Kontakt mit Desinformationen, wirken sie zudem vertrauter und dadurch glaubwürdiger, unabhängig vom Inhalt. Kurz: Verzerrende Darstellungen beeinflussen, wie die Gesellschaft Ereignisse wahrnimmt, sagt Schmitt dem SMC.Durch Künstliche Intelligenz können Desinformationen schneller und in einer größeren Menge verbreitet werden – vor allem in sozialen Netzwerken. KI ermöglicht es, maßgeschneiderte Falschinformationen billig und massenhaft herzustellen. So können sich täuschend echte Bilder und Videos mit irreführenden Inhalten schnell ausbreiten. Wenn keine gesicherten Informationen vorliegen, füllen KI-generierte Inhalte die Lücke mit ihrer vermeintlich authentischen Wirkung aus.„Die aktuelle Forschung zeigt aber auch, dass spektakuläre Deepfakes bislang nicht der dominante Faktor sind“, sagt Edda Humprecht von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Viel häufiger nutzen irreführende Darstellungen bereits bestehende Inhalte, welche umgedeutet und verzerrt werden. Bei wichtigen Informationen wird der Kontext weggelassen oder entstellt, um eine andere Bedeutung zu erhalten. Immer wieder werden Videos, die seit Jahren im Internet kursieren, als Ereignis eines Kriegs verbreitet.Zweifel ist ihr GeschäftLaut der Kommunikationswissenschaftlerin Humprecht verbreiten sich irreführende Informationen schleichend „durch Wiederholung und durch Anschluss an bestehende Überzeugungen“. Falsche Informationen sollen niemanden direkt überzeugen, sie sollen Zweifel säen. Unsicherheiten und persönliche Einstellungen werden stetig verstärkt, und so wird das Vertrauen in öffentliche Einrichtungen geschwächt.Doch der konkrete Einfluss von irreführenden Informationen bleibt ungewiss. Veränderungen von Meinungen sind schwer zu messen und kaum auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Die Auswirkungen von Falschinformationen seien stark kontextabhängig und hingen mit dem Vertrauen in die Medien sowie der eigenen Weltsicht zusammen, sagt Humprecht dem SMC. Faktenchecks, höhere Medienkompetenz und eine Warnung vor irreführenden Informationen könnten hilfreich sein, aber dazu führen, dass jeglichen Informationen eher misstraut wird.Für journalistische Medien wird es zunehmend schwer, Informationen zu überprüfen. Kürzlich berichteten etwa „Der Spiegel“ und die „Deutsche Welle“, sie hätten versehentlich KI-generierte Bilder begleitend zu Nachrichten über den Irankrieg verwendet. Sie verließen sich auf eine Bildagentur. Diese Beispiele zeigen: Selbst professionelle Redaktionen sind vor Falschinformationen nicht komplett gefeit. Unabhängige Journalisten seien aber „zentral für die Einordnung und Korrektur von Desinformationen, gerade über längere Zeiträume“, meint Humprecht. Während Krisen sei seriöser Journalismus besonders wichtig.
§ 05

Entities

5 identified
§ 06

Keywords & salience

9 terms
desinformation
0.90
informationskriege
0.90
künstliche intelligenz
0.80
fake news
0.70
soziale medien
0.60
deepfakes
0.60
russland
0.60
propaganda
0.50
hybride kriegsführung
0.50
§ 07

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