Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Wichtige UpdatesSortierungÜberblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost Israels Premier
Benjamin Netanyahu kündigt an, die Armee werde im
Südlibanon noch mehr Gebiete besetzen.Die »
Washington Post« berichtet, dass sich das
Pentagon auf wochenlange Bodenoperationen in
Iran vorbereitet. Unklar ist dem Bericht zufolge, ob US-Präsident Trump dem zustimmt.Teheran warnt die USA, diese Pläne tatsächlich in die Tat umzusetzen.Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags bewerten die Angriffe der USA und
Israel gegen
Iran als Völkerrechtsverstoß.
Israel greift derweil weiter Ziele in
Iran und im
Libanon an. Das Regime in Teheran reagiert mit Gegenangriffen. Auch die von
Iran unterstützte
Huthi-Miliz attackiert
Israel mit Drohnen und Raketen. Es sind die ersten Angriffe seit Beginn des aktuellen Kriegs.Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+SPIEGEL-Titelstory: Aus Trumps
Iran-Desaster wurde ein Krieg gegen die WeltwirtschaftAmphibisches Kriegsschiff der USA auf dem Weg ins Kriegsgebiet: Was kann die USS »Tripoli«? Liebe Leserinnen und Leser,wir beenden unsere Liveanalyse vom Sonntag an dieser Stelle. Über alle weiteren aktuellen Entwicklungen in Nahost halten wir Sie nun hier auf dem Laufenden.
IAEA meldet schwere Beschädigung an Atomanlage in Khondab Die Internationale Atomenergiebehörde (
IAEA) hat Satellitenbilder und Installationsdaten der Atomanlage im iranischen Khondab ausgewertet. »Die Schwerwasserproduktionsanlage, die laut iranischen Angaben am 27. März angegriffen wurde, ist schwer beschädigt und außer Betrieb«, hieß es in einem Beitrag der
IAEA auf X. Die Anlage enthalte allerdings »kein deklariertes nukleares Material«. Der Schwerwasser-Forschungsreaktor nahe der Stadt Arak war bereits im Vorjahr bei einem US-israelischen Angriff getroffen worden. Damals hatte die
IAEA klargestellt, dass an dem Reaktor noch gebaut worden und deshalb dort kein Nuklearmaterial vorhanden sei.Selenskyj bietet Unterstützung bei Abwehr von Raketen- und Drohnenangriffen anDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist heute zu einem Besuch in Jordanien eingetroffen. Bei einem Treffen mit König Abdullah sei unter anderem über eine mögliche Sicherheitspartnerschaft zur Abwehr von Raketen- und Drohnenangriffen gesprochen worden, teilte Selenskyj auf X mit. Angesichts des Irankriegs biete die Ukraine Expertise in der Luftverteidigung an, so der Präsident weiter. »Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es ohne ein einheitliches System schlicht unmöglich ist, einen umfassenden Schutz für Menschen und kritische Infrastruktur aufzubauen«, erklärte er. Die Ukraine verfüge über ein solches System, da sie seit Jahren gezwungen sei, »uns gegen die ständigen russischen Angriffe, darunter auch solche mit iranischen Drohnen, zu verteidigen.«Pakistan will »in den kommenden Tagen« Vermittlungsgespräche ausrichtenPakistan hat sich bereit erklärt, in den kommenden Tagen Gespräche zwischen den USA und
Iran auszurichten. Das teilte der pakistanische Außenminister, Ishaq Dar, in einer Fernsehansprache mit. »Pakistan wird es als Ehre empfinden, in den kommenden Tagen bedeutsame Gespräche zwischen den beiden Seiten auszurichten und zu ermöglichen, um eine umfassende und dauerhafte Beilegung des andauernden Konflikts zu erreichen«, sagte Dar.Sein Land sei sehr erfreut darüber, dass sowohl
Iran als auch die USA ihr Vertrauen in Pakistan als Vermittler bei diesen Gesprächen zum Ausdruck gebracht hätten, so der Minister weiter. Auch China unterstützte die anhaltende pakistanische Initiative, Gespräche zwischen
Iran und den USA zu veranstalten, hieß es weiter.Zuvor hatte Dar die Außenminister Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Türkei zu Gesprächen über den Irankrieg in Islamabad empfangen. Dazu hieß es von Dar, man habe sehr ausführlich über die aktuelle Lage in der Region gesprochen und mögliche Wege zu einem baldigen und dauerhaften Ende des Krieges erörtert.Berichte über Stromausfälle in Teheran und anderen StädtenIn Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran und in der Provinz Alborz ist es nach Angriffen auf die Infrastruktur zu Stromausfällen gekommen, wie iranische Staatsmedien unter Berufung auf das iranische Energieministerium berichteten. Raketensplitter trafen demnach einen Teil des Stromnetzes in der Provinz Alborz und verursachten Stromausfälle in mehreren Gebieten Teherans und der Stadt Karadsch. Die Behörden arbeiteten an der Wiederherstellung der Stromversorgung, wie staatliche Medien berichteten. Khamenei bedankt sich offenbar bei irakischem Volk für UnterstützungIrans staatliche Medien haben eine Botschaft des neuen Obersten Führers, Ajatollah Mojtaba Khamenei, verbreitet. Übereinstimmenden Berichten zufolge bedankt sich Khamenei darin beim irakischen Volk und der dortigen religiösen Führung für die Unterstützung Irans »angesichts der Aggression«. In den Berichten wird nicht erläutert, auf welchem Weg die Botschaft übermittelt wurde. Khamenei war zum Nachfolger seines Vaters ernannt worden, nachdem dieser zu Beginn des Kriegs vor einem Monat getötet worden war. Er soll allerdings selbst verletzt worden sein. In der Öffentlichkeit ist er seit seiner Ernennung nicht in Erscheinung getreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand schürt.US-Botschaft ruft US-Bürger erneut zur sofortigen Ausreise aus dem Irak aufAmerikanische und israelische Hochschuleinrichtungen in Nahost rücken ins Visier der iranischen Revolutionswächter: Sie drohten in der Nacht mit Angriffen auf die Bildungseinrichtungen – als Vergeltungsmaßnahmen, nachdem Universitäten in der Hauptstadt Teheran mutmaßlich von US-israelischen Luftangriffen getroffen wurden. Nun hat die US-Botschaft in Bagdad alle US-Bürgerinnen und -Bürger, die sich noch im Irak aufhalten, aufgefordert, umgehend das Land zu verlassen.In einer Mitteilung heißt es, »
Iran und seine verbündeten Terrormilizen planen möglicherweise Angriffe auf die amerikanischen Universitäten in Bagdad, Sulaimanija und Dohuk sowie auf weitere Universitäten, die als mit den USA verbunden gelten.« Die irakische Regierung habe Terroranschläge gegen die USA und andere Länder der Region von irakischem Territorium aus nicht verhindert, daher sollten »US-Bürger den Irak umgehend verlassen«, so die Empfehlung. Bereits seit Anfang März rät die US-Regierung von Reisen nach Irak ab und fordert Staatsangehörige im Land zur Ausreise auf.Laut der Mitteilung sollen die US-Vertretungen im Irak zunächst weiter geöffnet bleiben, um US-Bürgerinnen und -Bürger im Irak zu unterstützen. Allerdings: »Aufgrund der anhaltenden Gefahr durch Raketen, Drohnen und Geschosse im irakischen Luftraum wird dringend davon abgeraten, die Botschaft in Bagdad oder das Generalkonsulat in Erbil aufzusuchen.« Mehrere Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf SüdisraelBei neuen iranischen Raketenangriffen auf
Israel sind rund um die Wüstenstadt Beer Scheva im Süden des Landes mehrere Menschen verletzt worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldete am Nachmittag (Ortszeit) elf Verletzte durch von Druckwellen umher geschleuderte Gegenstände. Im Süden Israels gab es mehrfach Raketenalarm, in vielen Gegenden heulten Sirenen.Nach einem Raketenangriff ebenfalls am Nachmittag (Ortszeit) brach außerhalb von Beer Scheva zudem ein großer Brand in einer Chemiefabrik aus. Kurzzeitig bestand die Sorge, dass bei dem Brand gefährliche Stoffe austreten und eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Das israelische Umweltministerium gab jedoch nach Untersuchungen Entwarnung. Mehr dazu lesen Sie hier:Bericht: Israelisches Chemiewerk bei iranischem Raketenangriff getroffenNach einem iranischen Raketenangriff ist in einem Industriegebiet im Süden Israels offenbar ein Feuer ausgebrochen. Der Pflanzenschutzmittel-Hersteller Adama teilte nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters mit, das dortige Werk sei entweder von einer iranischen Rakete oder von Trümmern eines abgefangenen Geschosses getroffen worden. Berichte über Verletzte gibt es dem Unternehmen zufolge nicht, das Ausmaß der Schäden sei unklar. Die israelische Feuerwehr ist nach eigenen Angaben im Einsatz. Bilder und Videos in sozialen Netzwerken zeigten Feuer und eine große, schwarze Rauchwolke über einer Industrieanlage, bei der es sich um das betroffene Werk handeln soll.Israelische Polizisten verweigern Kardinal Zutritt zur Grabeskirche in JerusalemAm heutigen Palmsonntag ist es in der Grabeskirche in Jerusalem zu einem Eklat gekommen: Kardinal Pierbattista Pizzaballa, der höchste Vertreter der katholischen Kirche im Heiligen Land, wurde daran gehindert, dort die Messe zu feiern. Hintergrund sind der Irankrieg und mit ihm verbundene Sicherheitsbedenken. Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem bezeichnete den Vorgang als »schwerwiegenden Präzedenzfall«. Mehr dazu lesen Sie hier.
Iran will Verkehr in der Straße von Hormus grundlegend neu regelnDas System zur Regelung der Straße von Hormus am Persischen Golf soll nach Angaben des iranischen Vizepräsidenten Mohammed-Reza Aref grundlegend verändert werden. »Das Regime der Straße von Hormus wird nicht mehr so sein wie früher«, schrieb Aref auf der Plattform X.
Iran wolle die »kriegerischen Errungenschaften« in der Region in einen »dauerhaften wirtschaftlichen Vorteil« für das Land umwandeln. Er fügte hinzu, das ursprüngliche Ziel der Gegner – einen politischen Wechsel in
Iran herbeizuführen – habe lediglich zu einem »Regimewechsel in Hormus« geführt.Nach iranischen Angaben dürfen künftig nur noch jene Schiffe die Straße von Hormus passieren, deren Eigentümer nicht am Krieg gegen
Iran beteiligt sind. Schiffe, die Staaten oder Akteuren zugerechnet werden, die Teheran als Unterstützer des Krieges betrachtet, werden demnach von der Durchfahrt ausgeschlossen. Zudem plant das iranische Parlament ein Gesetz, das ein Mautsystem für die Meerenge einführen soll. Demnach müssten Schiffe künftig Gebühren für die Passage entrichten. Mehr zu Irans Plänen für die Straße von Hormus lesen Sie hier im Hintergrundstück meiner Kollegen Claus Hecking und Klaas Neumann: Millionenmaut an Straße von Hormus –
Iran kassiert und provoziertBericht: Israelisches Chemiewerk bei iranischem Raketenangriff getroffenNach einem iranischen Raketenangriff ist in einem Industriegebiet im Süden Israels offenbar ein Feuer ausgebrochen. Der Pflanzenschutzmittel-Hersteller Adama teilte nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters mit, das dortige Werk sei entweder von einer iranischen Rakete oder von Trümmern eines abgefangenen Geschosses getroffen worden. Berichte über Verletzte gibt es dem Unternehmen zufolge nicht, das Ausmaß der Schäden sei unklar. Die israelische Feuerwehr ist nach eigenen Angaben im Einsatz. Bilder und Videos in sozialen Netzwerken zeigten Feuer und eine große, schwarze Rauchwolke über einer Industrieanlage, bei der es sich um das betroffene Werk handeln soll.Bahrain verhängt Nachtfahrverbot für SchiffeAngesichts fortdauernder Attacken aus
Iran hat der Golfstaat Bahrain ein nächtliches Fahrverbot für Schiffe verhängt. Das Fahrverbot gelte von 18 Uhr abends bis 4 Uhr morgens, »um die Sicherheit für die Seeleute angesichts der iranischen Aggression zu erhöhen«, hieß es in einer Erklärung des bahrainischen Innenministeriums, aus der die Nachrichtenagentur AFP zitiert.Zuletzt waren in Bahrain zwei Mitarbeiter eines Aluminiumwerks bei Luftangriffen verletzt worden. Das Königreich liegt am Persischen Golf unweit der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus, die Teheran weitgehend blockiert. Wegen Irankriegs: Australier dürfen öffentliche Verkehrsmittel in zwei Bundesstaaten kostenlos nutzenAuch in Australien sind die Benzinpreise rapide gestiegen. Als Reaktion darauf bieten die Bundesstaaten Victoria und Tasmanien nun bis zum 1. Juli die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel an. »Wir wissen, dass die steigenden Benzinpreise das Familienbudget belasten und haben deshalb entschlossene Maßnahmen ergriffen, um die Tasmanier zu schützen«, sagte der tasmanische Premierminister Jeremy Rockliff.Die Premierministerin von Victoria, Jacinta Allan, sagte, der Schritt werde nicht alle Probleme lösen. »Aber es ist ein sofortiger Schritt, um den Menschen in Victoria jetzt zu helfen, während wir weiter an neuen Lösungen arbeiten, um das Leben in Victoria erschwinglicher zu machen.«Golfstaaten melden weitere AngriffeDie Vereinigten Arabischen Emirate und weitere regionale Nachbarn am Golf stehen weiter unter Beschuss durch
Iran. Die Flugabwehr habe heute 16 Raketen und 42 Drohnen abgefangen, meldete das emiratische Verteidigungsministerium. Seit Beginn des Kriegs vor vier Wochen habe das Land iranische Angriffe mit mehr als 410 Raketen, 1900 Drohnen und 15 Marschflugkörpern abgewehrt. Bisher wurden elf Menschen getötet, darunter zwei Soldaten, und rund 180 weitere verletzt.Die Streitkräfte im kleinen Golfstaat Bahrain teilten mit, dass dort bisher 170 Raketen und 390 Drohnen abgewehrt wurden. In Bahrain wie auch in Kuwait ertönten heute wieder die Warnsirenen. Auch Saudi-Arabien wehrt weiterhin Angriffe ab. In der Nacht und am frühen Morgen seien zehn Drohnen abgefangen und zerstört worden, teilte das saudische Verteidigungsministerium mit. Regionale Außenminister diskutieren in Pakistan über IrankriegDie Außenminister von Pakistan, Saudi-Arabien, Ägypten und der Türkei haben sich in Islamabad zu Gesprächen versammelt. Das gab das pakistanische Außenministerium auf X bekannt. Pakistans Vize-Premierminister und Außenminister Ishaq Dar werde den für Sonntag und Montag geplanten Besuch für ausführliche Gespräche darüber nutzen, wie der Konflikt in der Region entspannt werden könnte, teilte das pakistanische Außenministerium mit.Pakistan teilt sich eine rund 900 Kilometer lange Grenze mit
Iran und hat sich seit der Ausweitung des Krieges auf die Golfstaaten als Vermittler für eine mögliche Beendigung des Konflikts angeboten. Außenminister Dar bestätigte, dass Pakistan Botschaften zwischen den USA und
Iran übermittle.Mein Kollege Thore Schröder hat mit dem Islamforscher Simon Fuchs über die Rolle Pakistans im Irankrieg gesprochen. Lesen Sie hier, wie das Land zum wichtigen Vermittler zwischen
Iran und den USA wurde.Zwei libanesische Rettungssanitäter bei israelischem Angriff getötetBei einem israelischen Angriff auf eine Einrichtung einer Gesundheitsorganisation sind zwei Rettungssanitäter ums Leben gekommen, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtet.Ohne auf den konkreten Angriff einzugehen, sagte ein israelischer Militärsprecher, die Hisbollah müsse es unverzüglich einstellen, Rettungswagen für militärische Zwecke zu nutzen. Andernfalls werde das israelische Militär entsprechend handeln. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind im März bereits mehr als fünfzig libanesische Mitarbeiter des Gesundheitswesens getötet worden.Wissenschaftliche Dienste des Bundestags bewerten Irankrieg als VölkerrechtsverstoßDie Angriffe der USA und
Israel gegen
Iran stellen »nach herrschender Ansicht« einen Verstoß gegen das Gewaltverbot in der Charta der Vereinten Nationen dar: Zu diesem Ergebnis kommen die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags. Die Angriffe seien weder vom Recht der Selbstverteidigung gedeckt noch vom UN-Sicherheitsrat autorisiert worden. Das Gutachten der Experten wurde von Abgeordneten der Linksfraktion in Auftrag gegeben. Es liegt unter anderem der Nachrichtenagentur dpa vor, die daraus zitierte.Die Wissenschaftler gehen in ihrer Analyse der Frage nach, ob Deutschland völkerrechtlich Verantwortung trage, wenn etwa der US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein für Angriffe gegen
Iran genutzt wird. Es sei »vorbehaltlich der konkreten Umstände der Nutzung (...) jedenfalls nicht ausgeschlossen«, heißt es. Inwieweit Ramstein für die Angriffe auf
Iran genutzt wird, ist allerdings unklar.Spediteure warnen vor höheren Preisen für VerbraucherDer teure Diesel belastet das Speditionsgewerbe: Seit Beginn des Irankriegs sei der Preis pro Liter um etwa 40 Cent gestiegen, sagt Dirk Engelhardt, Chef des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL). Bei einer Flotte von 50 Lkw könnten so Mehrkosten von etwa 700.000 Euro im Jahr entstehen, schätzt er. »Dass dies früher oder später Auswirkungen auf die Verbraucherpreise haben könnte, ist naheliegend«. Die Transportbranche fordert angesichts der stark gestiegenen Dieselpreise kurzfristige staatliche Entlastungen.
Iran wirft USA falsches Spiel vor und warnt vor den Folgen einer BodenoffensiveDer iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat den USA vorgeworfen, »Signale für Verhandlungen und Dialog« zu senden, während zugleich eine Bodenoffensive vorbereitet werde. Das berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Zuvor hatte die »
Washington Post« berichtet, dass die USA damit rechnen würden, dass eine Bodenoperation in
Iran viele Wochen dauere. Ghalibaf sagte, die iranische Armee warte auf »die Ankunft der amerikanischen Soldaten, um sie in Brand zu setzen und ihre regionalen Verbündeten ein für alle Mal zu bestrafen«.Lesen Sie hier eine Analyse meiner Kollegen Christoph Reuter und Fritz Schaap über die Rolle des Hardliners Ghalibaf in
Iran.Leo XIV. prangert religiöse Kriegsrhetorik an Papst Leo XIV. hat sich in seiner Predigt am Palmsonntag deutlich gegen Krieg ausgesprochen. »Das ist unser Gott: Jesus, der König des Friedens«, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche laut dem Vatikan bei der Palmsonntagsmesse auf dem Petersplatz. »Ein Gott, der den Krieg ablehnt, den niemand dazu benutzen kann, um Krieg zu rechtfertigen.« Gott weise die Gebete jener zurück, die Blut an ihren Händen haben. Das Umfeld von
Donald Trump hat den Waffengang gegen
Iran auch als eine Art heiligen Krieg inszeniert. Lesen Sie hier die Analyse von meinem Kollegen Marc Pitzke zur Endzeitrhetorik und den religiösen Tiraden von Trumps Unterstützern.»No Kings« und »No Wars«: Proteste gegen Trump und den Irankrieg in den USAMindestens acht Millionen Menschen haben nach Angaben der Organisatoren am Samstag an den dritten US-weiten »No Kings«-Protesten gegen Präsident
Donald Trump teilgenommen. Angesichts des Irankriegs spielte auch die Forderung »No Wars« eine zentrale Rolle bei den mehr als 3300 Demonstrationen im Land.Syrische Armee meldet abgewehrten Drohnengriff auf US-Stützpunkt Aus dem Nachbarland Irak ist laut den syrischen Streitkräften eine US-Basis attackiert worden. »Heute wurde die US-Militärbasis in Kasrak mit vier Drohnen angegriffen, die von irakischem Territorium aus gestartet worden waren«, teilt Vizeverteidigungsminister Sipan Hamo auf X mit. Die Drohnen seien abgeschossen worden, Verletzte habe es nicht gegeben.Bereits gestern hatte die syrische Armee erklärt, einen Drohnenangriff aus dem Irak auf den Stützpunkt al-Tanf abgewehrt zu haben. In al-Tanf im Südosten Syriens waren bis Februar US-Soldaten stationiert. Seit Beginn des Krieges haben proiranische Gruppen vom Irak aus wiederholt US-Einrichtungen in der Region attackiert.Saudi-Arabien meldet DrohnenangriffZehn Drohnen seien in den vergangenen Stunden zerstört worden, meldet das saudi-arabische Verteidigungsministerium. Details zu den Angriffen teilt die Behörde nicht mit. Saudi-Arabiens Außenminister wird heute zu diplomatischen Gesprächen in Pakistan erwartet. In Islamabad werden die Außenminister von Pakistan, der Türkei, Ägypten und Saudi-Arabien zusammentreffen, um über die Situation in Nahost zu sprechen.Leseempfehlung: Wie Trumps Anhänger sich den Krieg schönredenAuf der jährlichen CPAC-Konferenz spielt die America-First-Bewegung heile Welt, schreibt meine Kollegin Nicola Abé. Wohl auch deshalb, weil ihre Spaltung schon so tief ist, dass über ein Ende des Trumpismus spekuliert wird. Lesen Sie hier, wie die Intervention in Nahost auf das »Make America Great Again«-Universum wirkt. Oman: Hintergrund des Angriffs auf Hafen bislang unklar Das Außenministerium von Oman hat Angriffe auf sein Staatsgebiet verurteilt. Bislang habe sich niemand zu der Attacke bekannt, bei der gestern der Hafen in Salalah getroffen wurde, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Man werde den Hintergrund der Attacke nun untersuchen. Bei dem Angriff wurde ein Arbeiter verletzt und ein Kran beschädigt. Der Hafen musste geräumt werden und bleibt vorübergehend gesperrt.Laut Al Jazeera hatten die iranischen Revolutionswächter gestern nach dem Vorfall vermeldet, man habe ein US-Militärschiff »in beträchtlicher Entfernung« zum Hafen in Salalah angegriffen. Man respektiere »das friedliche Land Oman«, hieß es demnach weiter.
Israel bestätigt Angriffe in TeheranDas israelische Militär meldet auf der Plattform X, dass eine erneute Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt abgeschlossen sei. Man habe Waffenlager und -produktionsstätten sowie provisorische Kommandozentralen getroffen, heißt es. Zuvor hatte es Medienberichte vonn CNN und Al Jazeera über starke Explosionen in Teheran gegeben. Al Jazeera meldet zudem, dass die iranische Nachrichtenagentur Fars über fünf Tote nach Angriffen in der iranischen Provinz Hormusgan berichtet.Leseempfehlung: Was der Krieg für Ihr Geld bedeutet – und wie Sie damit umgehen solltenEin Liter Sprit kostet mehr als zwei Euro, der Heizölpreis ist um 50 Prozent gestiegen und Ihr Aktiendepot sah auch schon mal besser aus. Meine Kollegen Michael Brächer, Henning Jauernig und Benedikt Müller-Arnold haben aufgeschrieben, was Sie jetzt tun können, um die finanziellen Folgen des Irankriegs abzufedern.
Israel meldet Tod eines Soldaten im SüdlibanonEin israelischer Soldat ist bei Kämpfen im
Südlibanon ums Leben gekommen: Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf Angaben des israelischen Militärs. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.Der
Libanon war Anfang März in den Irankrieg hineingezogen worden. Damals feuerte die von
Iran unterstützte Hisbollah-Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Khamenei Raketen auf
Israel ab. In der Folge griff
Israel zahlreiche Ziele im
Libanon an und schickte Soldaten über die Grenze.Videoempfehlung: Hier entlädt sich die Wut auf
Donald Trump In den USA sind in zahlreichen Städten Bürgerinnen und Bürger gegen die Regierung von US-Präsident
Donald Trump auf die Straße gegangen. Für den SPIEGEL war Thies Schnack bei den »No Kings«-Protesten in Washington, D.C. unterwegs und hat mit Demonstranten gesprochen. Hier geht’s zum Video.
Pentagon bereitet sich offenbar auf wochenlange Bodenoperationen in
Iran vorEs wäre eine gefährliche neue Phase des Irankriegs: Die »
Washington Post« berichtet, dass sich das
Pentagon auf Bodenoperationen in
Iran vorbereitet. Die Zeitung beruft sich dabei auf Angaben von US-Beamten, die namentlich nicht genannt werden.Bei diesen möglichen Bodenoperationen handelt es sich der Zeitung zufolge nicht um eine vollständige Invasion. Die Rede ist stattdessen unter anderem von einzelnen Spezialeinsätzen des US-Militärs in
Iran. Solche Pläne werden laut »
Washington Post« seit Wochen im
Pentagon erarbeitet. Noch sei unklar, ob US-Präsident
Donald Trump den Plan im Ganzen oder in Teilen genehmigen werde, heißt es in dem Bericht weiter.Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sagte der Zeitung: »Es ist die Aufgabe des
Pentagon, Vorbereitungen zu treffen, um dem Oberbefehlshaber ein Maximum an Handlungsspielraum zu verschaffen. Das bedeutet nicht, dass der Präsident eine Entscheidung getroffen hat.«Berichte über den möglichen Einsatz von US-Bodentruppen in
Iran waren zuletzt verstärkt aufgekommen. Auch, weil Washington Tausende Soldaten zusätzlich in den Nahen Osten verlegt. Mehr dazu, was Trumps Truppen im Persischen Golf ausrichten können, erfahren Sie hier. Und mehr über den Schlingerkurs des US-Präsidenten können Sie hier nachlesen.Liebe Leserinnen, liebe Leser, hier halten wir Sie auch in den kommenden Stunden über alles Wichtige rund um den Irankrieg auf dem Laufenden. Wenn Sie nachlesen wollen, was am Samstag geschah, dann bitte hier entlang.TickarooLive Blog Software