NEWSAR
Multi-perspective news intelligence
SRCDie Welt
LANGDE
LEANCenter-Right
WORDS678
ENT10
SUN · 2026-03-29 · 13:10 GMTBRIEF NSR-2026-0329-42077
News/Bundestags-Experten bezeichnen Iran-Krieg als Völkerrechtsve…
NSR-2026-0329-42077News Report·DE·Legal & Judicial

Bundestags-Experten bezeichnen Iran-Krieg als Völkerrechtsverstoß und warnen vor Konsequenzen

Ein Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages bewertet einen möglichen Krieg der USA und Israels gegen den Iran als Völkerrechtsverstoß, da er weder durch Selbstverteidigung noch durch ein UN-Mandat gedeckt sei. Das Gutachten, in Auftrag gegeben von der Linksfraktion, untersucht, ob Deutschland durch die Nutzung von US-Militärbasen wie Ramstein Beihilfe zu diesem Völkerrechtsbruch leisten könnte.

Die WeltFiled 2026-03-29 · 13:10 GMTLean · Center-RightRead · 3 min
Bundestags-Experten bezeichnen Iran-Krieg als Völkerrechtsverstoß und warnen vor Konsequenzen
Die WeltFIG 01
Reading time
3min
Word count
678words
Sources cited
3cited
Entities identified
10entities
Quality score
100%
§ 01

Briefing Summary

AI-generated
NEWSAR · AI

Ein Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages bewertet einen möglichen Krieg der USA und Israels gegen den Iran als Völkerrechtsverstoß, da er weder durch Selbstverteidigung noch durch ein UN-Mandat gedeckt sei. Das Gutachten, in Auftrag gegeben von der Linksfraktion, untersucht, ob Deutschland durch die Nutzung von US-Militärbasen wie Ramstein Beihilfe zu diesem Völkerrechtsbruch leisten könnte. Die Experten schließen dies nicht aus, da US-Basen in Deutschland nicht als US-Territorium gelten. Sie verweisen auf eine frühere Analyse zum Ukraine-Krieg, in der die Bereitstellung von Staatsgebiet für Angriffshandlungen als Beihilfe gewertet wurde. Unklar ist jedoch, inwieweit Ramstein tatsächlich für Angriffe auf den Iran genutzt wird.

Confidence 0.90Sources 3Claims 5Entities 10
§ 02

Article analysis

Model · rule-based
Framing
Legal & Judicial
Political Strategy
Tone
Measured
AI-assessed
CalmNeutralAlarmist
Factuality
0.70 / 1.00
Factual
LowHigh
Sources cited
3
Well sourced
FewMany
§ 03

Key claims

5 extracted
01

Spain forbade the use of two US military bases in Andalusia for attacks on Iran at the beginning of the war.

factualnull
Confidence
1.00
02

The study examines whether the use of military bases in Germany like Ramstein constitutes assistance for which Germany is responsible under international law.

factualnull
Confidence
1.00
03

The attacks violate the UN Charter's prohibition of force, as they are not covered by self-defense or authorized by the UN Security Council.

factualWissenschaftlichen Dienste des Bundestags
Confidence
0.90
04

Bundestags experts consider a war by the US and Israel against Iran as a violation of international law.

factualWissenschaftlichen Dienste des Bundestags
Confidence
0.90
05

It is 'not excluded' that Germany could be held responsible depending on the specific circumstances of the use of Ramstein.

quoteWissenschaftlichen Dienste des Bundestags
Confidence
0.70
§ 04

Full report

3 min read · 678 words
PfadnavigationHomePolitikDeutschlandGutachtenBundestags-Experten bezeichnen Iran-Krieg als Völkerrechtsverstoß und warnen vor KonsequenzenStand: 15:10 UhrLesedauer: 4 MinutenEine Lockheed Martin C-130 Hercules der U.S. Air Force startet am 9. März von der US-Airbase RamsteinQuelle: Boris Roessler/dpaWissenschaftler des Parlaments halten das für die „herrschende Ansicht“ unter Experten. Sie gehen der Frage nach, ob Deutschland sich der Beihilfe zum Völkerrechtsbruch schuldig macht. Der Auftrag für das Gutachten kam von einer Partei.Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags sehen den Krieg der USA und Israels gegen den Iran als völkerrechtswidrig an und weisen auf mögliche Konsequenzen für Deutschland hin. Die Angriffe der beiden Länder stellten „nach herrschender Ansicht“ einen Verstoß gegen das in der Charta der Vereinten Nationen verankerte Gewaltverbot dar, da sie weder vom Recht der Selbstverteidigung gedeckt noch vom UN-Sicherheitsrat autorisiert worden seien, heißt es in einem Gutachten der Bundestags-Experten. Das Gutachten wurde von Abgeordneten der Linksfraktion in Auftrag gegeben und liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatte die „Berliner Zeitung“ darüber berichtet.Die Wissenschaftler gehen in ihrer zwölfseitigen Analyse der Frage nach, ob die mögliche Nutzung von Militärbasen in Deutschland wie dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein für Angriffe gegen den Iran eine Beihilfe darstellt, für die Deutschland völkerrechtlich Verantwortung tragen muss. Sie kommen zu dem Schluss, dass dies „vorbehaltlich der konkreten Umstände der Nutzung (...) jedenfalls nicht ausgeschlossen ist“.Lesen Sie auchPotenziell komme ein Verstoß gegen das Gewaltverbot „aufgrund indirekter Gewaltanwendung“ in Betracht. US-Militärbasen seien kein US-Territorium, sondern gehörten zum Hoheitsgebiet des Gaststaates, heißt es in dem Gutachten. Die Experten verweisen auf eine frühere Analyse der Wissenschaftlichen Dienste zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, in dem das „bloße ‚Zur-Verfügung-stellen‘ belarussischen Staatsgebietes für russische Angriffshandlungen“ als Beihilfe gewertet wurde.Inwieweit Ramstein für die Angriffe auf den Iran genutzt wird, ist allerdings unklar. Der Stützpunkt gilt generell als Drehkreuz für die US-Streitkräfte in Europa, im Nahen Osten und in Afrika. Ob er direkt für Kampfhandlungen verwendet wird, ist nicht bekannt.Spanien hatte die Nutzung zweier US-Militärbasen in Andalusien für die Angriffe auf den Iran gleich zu Beginn des Krieges untersagt. Die Bundesregierung hat von einem solchen Schritt für die US-Luftwaffenstützpunkte Ramstein und Spangdahlem in Rheinland-Pfalz abgesehen. Regierungssprecher Stefan Kornelius hatte Anfang März dazu erklärt: „Die Nutzung der Militärbasen in Deutschland unterliegt rechtlichen Verabredungen beziehungsweise Verträgen, die völkerrechtlichen Bestand haben, die sich auch im Rahmen unserer Rechtsordnung bewegen. Deswegen werden wir sie nicht einschränken.“Keine „Aggressionshandlungen“ DeutschlandsDas Auswärtige Amt hatte in der vergangenen Woche ausdrücklich den Vorwurf zurückgewiesen, Deutschland würde „in irgendeiner Art und Weise Aggressionshandlungen“ im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg begehen. Zuvor hatte der iranische Botschafter in Berlin, Madschid Nili, von der Bundesregierung Auskunft über eine mögliche Nutzung des US-Stützpunkts Ramstein für Kampfhandlungen verlangt. Nach Angaben der Botschaft gibt es auf die Anfrage weiter keine Antwort.Die Wissenschaftlichen Dienste gehen auch auf die Frage ein, ob die Nutzung der US-Militärbasen im Ausland angesichts der Angriffe des Iran auf Drittstaaten als völkerrechtskonforme Defensivmaßnahme gewertet werden könnte. Sie machen dabei aber „Zweifel an der praktischen Umsetzbarkeit“ geltend, da es unwahrscheinlich sei, dass die USA zwischen offensiven und defensiven Militärschlägen differenzierten.Lesen Sie auchWesentliche Grundlage für die Bewertung der Wissenschaftlichen Dienste ist der sogenannte Artikelentwurf der Völkerrechtskommission (International Law Commission ILC) von 2001, der sich auch mit möglichen Schadensersatzansprüchen befasst. Sollte Deutschland eine sogenannte Staatenverantwortlichkeit für völkerrechtswidriges Handeln nachgewiesen werden, kämen als „Formen der Wiedergutmachung“ einerseits finanzieller Schadensersatz, anderseits eine Anerkennung der Verletzung, eine Erklärung des Bedauerns oder eine formale Entschuldigung infrage.Die USA haben die Angriffe auf den Iran mit dem Recht auf Selbstverteidigung der Vereinigten Staaten und Israels begründet und auf die mögliche atomare Bedrohung durch den Iran verwiesen. Die Bundesregierung hat den Krieg noch nicht völkerrechtlich bewertet. Mit der Führung der SPD-Fraktion hat aber einer der beiden Koalitionspartner die Angriffe als völkerrechtswidrig eingestuft. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) bezeichnete den Iran-Krieg als „völkerrechtswidrig“.Der Linken-Abgeordnete Ulrich Thoden forderte die Bundesregierung als Konsequenz aus dem Gutachten auf, der US-Regierung die Nutzung der US-Militärbasen auf deutschem Boden für die Kriegsführung im Iran zu untersagen. „Anderenfalls verletzt Bundeskanzler Merz seinen Amtseid, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“, sagte er. „Es wäre fatal, wenn am Ende Deutschland wegen Donald Trumps imperialistischer Kriegsabenteuer womöglich bei der iranischen Mullah-Diktatur offiziell Abbitte und Schadensersatz leisten müsste.“dpa/saha
§ 05

Entities

10 identified
§ 06

Keywords & salience

10 terms
iran-krieg
1.00
völkerrechtsverstoß
0.90
bundestags-experten
0.80
israel
0.70
usa
0.70
beihilfe zum völkerrechtsbruch
0.70
us-luftwaffenstützpunkt ramstein
0.60
gewaltverbot
0.50
wissenschaftliche dienste des bundestags
0.50
militärbasen
0.40
§ 07

Topic connections

Interactive graph