PfadnavigationHomePolitikAuslandArtikeltyp:LivetickerIran-KriegGroße Zahl von US-Marines, Fallschirmjägern und Special Forces in
Nahost angekommenStand: 30.03.2026Lesedauer: 11 MinutenRoland Kather, Generalleutnant a.D. und Militärexperte, analysiert bei WELT TV die Risiken einer US-Bodenoffensive im
Iran. Kather sieht begrenzte Erfolgsaussichten und betont die Widerstandsfähigkeit der iranischen Streitkräfte.Kommt es zur Bodenoffensive des US-Militärs im
Iran? Der US-Präsident droht einmal mehr mit einem Angriff auf die Ölquellen des Landes, sollte es keine diplomatische Einigung geben. In den vergangenen Tagen wurden größere Truppenkontingente in die Region verlegt. Mehr im Liveticker.Seit Ende Februar greifen
Israel und die USA den
Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt
Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater
Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen
Israel und die
Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die
Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.Alle Ereignisse rund um den Krieg in
Nahost im Liveticker:22:43 Uhr – Große Zahl von US-Marines, Fallschirmjägern und Spezialkräften in
Nahost angekommen – Einsatz im
Iran offenIm Nahen Osten sind nach Angaben von Vertretern der US-Regierung Tausende Soldaten der 82. US-Luftlandedivision eingetroffen. Bereits am Wochenende seien 2500 Marineinfanteristen in die Region verlegt worden, sagten die US-Insider der Nachrichtenagentur
Reuters. Der genaue Einsatzort der Soldaten, zu denen auch eine Kampfbrigade sowie Logistik- und Kommandoeinheiten gehören, wurde bislang nicht genannt. Die zusätzlich zu den bereits in
Nahost stationierten Soldaten verlegten Kräfte sollen einem der Insider zufolge die Kapazitäten für mögliche Einsätze erhöhen. Eine Entscheidung über Vorstöße von Bodentruppen im
Iran sei jedoch noch nicht gefallen.In der US-Regierung wurden
Reuters-Informationen zufolge verschiedene Einsatzszenarien für Bodentruppen diskutiert. Dazu zähle die Einnahme der
Charg-Insel, über die 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt werden, sowie die Sicherung der Schifffahrt in der
Straße von Hormus. Zudem sei ein Vorstoß ins Landesinnere zur Sicherstellung von hochangereichertem Uran erörtert worden.Auch Hunderte Mitglieder von Spezialeinheiten des US-Militärs sind Medienberichten zufolge im Nahen Osten angekommen. Darunter befinden sich auch Soldaten der Army Rangers, die als Speerspitze der Kommandotruppen des US-Heeres gelten, sowie der Navy Seals, einer Eliteeinheit der US-Marine, wie die „New York Times“ und der Sender CBS News übereinstimmend berichten. Die US-Medien berufen sich dabei auf zwei US-Militärbeamte beziehungsweise mit dem Einsatz vertraute Quellen. 20:10 Uhr – USA: Verhandlungen mit dem
Iran verlaufen gutDie Gespräche mit dem
Iran dauern nach Angaben des Weißen Hauses an und machen gute Fortschritte. „Trotz des öffentlichen Auftretens des Regimes und falscher Berichterstattung gehen die Gespräche weiter und verlaufen gut“, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Was die Führung in Teheran öffentlich sage, unterscheide sich stark von dem, was den USA unter vier Augen mitgeteilt werde. Ob Leavitts Worte den Tatsachen entsprechen, ist unklar.Das Weiße Haus erklärte zudem, der Zeitplan für den
Iran-Einsatz von vier bis sechs Wochen bleibe bestehen. US-Präsident Trump hatte kurz nach Beginn der Offensive Ende Februar gesagt, diese werde vier Wochen oder weniger dauern.Lesen Sie auch18:52 Uhr – UN: Mehrere Blauhelmsoldaten bei Explosion im Libanon getötetBei einer Explosion im Südlibanon sind am Montag nach Angaben der UN-Mission in dem Land (Unifil) zwei Blauhelmsoldaten getötet worden. Ihr Fahrzeug sei durch eine Detonation, deren Ursache unbekannt sei, zerstört worden, teilte Unifil mit. Am Sonntagabend war bereits ein weiterer Blauhelmsoldat bei der Explosion eines Geschosses im Süden des Libanon getötet worden.17:37 Uhr – Libanon: Soldat bei israelischem Angriff getötet Ein libanesischer Soldat ist der libanesischen Regierung zufolge bei einem israelischen Angriff auf einen Kontrollpunkt der Armee getötet worden. Fünf weitere Soldaten seien dabei verletzt worden, teilte die Regierung in Beirut zudem mit.16:50 Uhr – Erneut iranisches Geschoss von Nato in der Türkei abgefangenIn der Türkei ist erneut ein aus dem
Iran abgefeuertes Geschoss von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden. Es sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit. Alle notwendigen Maßnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, hieß es. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht.16:03 Uhr – Brand in Israels wichtigster Raffinerie - Armee meldet iranische RaketenangriffeIn Israels bedeutendster Ölraffinerie ist am Montag ein Großbrand ausgebrochen, der laut der Feuerwehr von herabgestürzten Trümmern nach Abwehr eines Luftangriffs ausgelöst wurde. In der Anlage seien „Trümmer nach einem Abwehreinsatz“ identifiziert worden, teilte die israelische Feuerwehr mit. Die Brandbekämpfung ging demnach am Nachmittag weiter, verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Auf von israelischen Fernsehsendern verbreiteten Aufnahmen war zu sehen, wie dichter schwarzer Rauch von dem Gelände in der nordisraelischen Stadt Haifa aufstieg. Die Feuerwehr veröffentlichte Bilder eines brennenden Tanks. „Bei dem Vorfall handelt es sich um einen Brand an einem Tank, der 3000 Kubikmeter Benzin enthält“, erklärte die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte seien dabei, das Benzin daraus abzupumpen.Ein von der Nachrichtenagentur AFP erlangtes Video zeigte eine dichte Rauchwolke über der Raffinerie. Die Feuerwehr äußerte sich nicht dazu, von wo aus der nach ihren Angaben abgewehrte Luftangriff geführt worden war. Jedoch hatte die israelische Armee zuvor mitgeteilt, sie habe Raketen identifiziert, die sich aus dem
Iran kommend näherten. Die Ölraffinerie in Israels drittgrößter Stadt Haifa liegt innerhalb eines Industriegebiets. Laut Medienberichten war die Raffinerie bereits am 19. März im Zuge eines iranischen Angriffs getroffen worden. 15:25 Uhr – Merz stellt nach Krieg Beitrag für
Straße von Hormus in AussichtBundeskanzler Merz stellt für die Zeit nach dem
Iran-Krieg einen Beitrag Deutschlands bei der Sicherung der
Straße von Hormus in Aussicht. Merz sagte bei einem Treffen mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin, das Beste sei, dass dieser Krieg so schnell wie möglich an sein Ende komme. „Wenn die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind, dann wird Deutschland selbstverständlich bereit sein, seinen Beitrag zur freien Schifffahrt in der
Straße von Hormus zu leisten.“Merz schlug vor, dies im Rahmen einer internationalen Kontaktgruppe zu tun, damit eine bestmögliche Koordinierung zwischen den Staaten ermöglicht werde, die wie Deutschland bereit seien zu helfen. Merz warnte zudem vor den wirtschaftlichen Folgen des Kriegs. Wachse sich dieser Krieg zu einem regionalen Großkonflikt heraus, dann könne er Deutschland und Europa noch stärker belasten – so stark, wie es Deutschland zuletzt in der Corona-Pandemie oder zu Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erlebt habe. Damals war die Konjunktur in Deutschland eingebrochen.14:39 Uhr – Ägypten fordert Trump zur Beendigung des
Iran-Kriegs aufDer ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi ruft seinen US-Kollegen Trump auf, dem
Iran-Krieg ein Ende zu machen. „Niemand kann den Krieg in unserer Region, dem Golf, beenden außer Ihnen“, sagte al-Sisi in einer Rede am Montag. „Ich spreche zu Ihnen im Namen der Menschheit und im Namen all jener, die den Frieden lieben - und Sie gehören zu den Menschen, die den Frieden lieben.“Al-Sisi sagte, eine Fortsetzung dieses Krieges hätte gefährliche Folgen. Er sende Trump im Namen der Region eine direkte Botschaft: „Bitte helfen Sie uns, den Krieg zu beenden – Sie sind dazu in der Lage“, sagte der Präsident.13:53 Uhr – Trump droht mit Zerstörung „aller Kraftwerke, Ölquellen und der Insel Kharg“Donald Trump hat dem
Iran mit einer großflächigen Zerstörung aller Energiequellen des Landes gedroht. Zwar gebe es „ernsthafte Gespräche“ mit „großen Fortschritten“ mit dem iranischen Regime, schrieb Trump auf seinem sozialen Medium „Truth Social“. Allerdings, so erklärte der US-Präsident: „Falls aus irgendeinem Grund nicht bald eine Einigung erzielt wird und falls die
Straße von Hormus nicht umgehend wieder für den Verkehr freigegeben wird, werden wir unseren angenehmen ‚Aufenthalt’ im
Iran beenden, indem wir alle Kraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (und möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!), die wir bisher bewusst nicht angegriffen haben, sprengen und vollständig zerstören.“12:46 Uhr –
Iran hält US-Verhandlungsvorschläge für unrealistischDer
Iran hat nach eigenen Angaben über Vermittler Nachrichten erhalten, die eine Verhandlungsbereitschaft der USA signalisieren. Die Führung in Teheran halte die US-Vorschläge jedoch für „unrealistisch, unlogisch und übertrieben“, erklärt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei.10:51 Uhr – „WSJ“: Trump prüft gewaltsame Uran-Bergung im IranUS-Präsident Trump erwägt einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge im
Iran einen Militäreinsatz zur Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran. Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich dies für die dafür nötigen Bodentruppen wäre. Eine Entscheidung habe der Präsident noch nicht getroffen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf US-Beamte. Trump stehe der Idee aber grundsätzlich offen gegenüber, da ein solcher Militäreinsatz dazu beitragen könnte, sein zentrales Ziel zu erreichen – nämlich den
Iran daran zu hindern, jemals eine Atomwaffe herzustellen. Ein solcher Militäreinsatz wäre eine komplexe und riskante Mission, die die US-Streitkräfte wahrscheinlich mehrere Tage oder länger in dem Land durchführen müssten. Nach Einschätzung von IAEA-Chef Rafael Grossi dürfte sich das hochangereicherte Uran hauptsächlich in unterirdischen Tunneln und Lagerstätten in den Atomanlagen Isfahan und Natans befinden, die beide von den USA und
Israel im vergangenen Juni bombardiert worden waren.10:37 Uhr – Kuwait: Ein Todesopfer und zehn verletzte Soldaten bei Angriff IransBei einem iranischen Angriff auf ein Kraftwerk und eine Entsalzungsanlage soll in Kuwait ein Arbeiter aus Indien getötet worden sein. Zudem seien zehn Soldaten verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna, ohne den angegriffenen Betrieb zu identifizieren. Die Strom- und Wasserversorgung wurde nach Angaben der kuwaitischen Behörden durch den Angriff nicht beeinträchtigt.10:21 Uhr – Spanien sperrt Luftraum für Militärflüge im
Iran-KriegDie spanische Regierung sperrt den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den
Iran in Verbindung stehen. Diese Maßnahme „ist Teil der Entscheidung der spanischen Regierung, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstößt, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen“, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo im Interview des Radiosenders „Cadena Ser“. Das Verbot betreffe nicht nur Starts von spanischem Boden, sondern auch den Überflug militärischer Flugzeuge, die etwa von Stützpunkten in Großbritannien oder Frankreich aus operieren, hatten zuvor die Zeitung „El País“ und die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez berichtet.10:19 Uhr – Israels Armee: Dutzende Produktionsstätten für Waffen im
Iran angegriffenDie israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Dutzende Waffen-Produktionsstätten im
Iran angegriffen, darunter auch eine Anlage für die Fertigung von Boden-Luft-Raketen in der Hauptstadt Teheran. „Während der Luftangriffswellen der vergangenen zwei Tage in Teheran wurden etwa 40 Waffenproduktions- und Forschungseinrichtungen getroffen“, teilte die israelische Armee mit. Zu den Zielen hätten „eine Anlage zur Montage von weitreichenden Boden-Luft-Raketen“, ein Standort zur Montage von Komponenten für Panzerabwehrraketen und Flugabwehrraketen sowie eine Einrichtung gehört, in der Triebwerke für ballistische Raketen produziert und erforscht würden.08:00 Uhr – Iranische Medien: Petrochemie-Anlage im Norden des Irans angegriffenIm Norden des Irans ist nach Angaben iranischer Medien eine Petrochemie-Anlage angegriffen worden. Bei dem Angriff auf die Einrichtung des Unternehmens Tabriz Petrochemical seien keine Gefahrstoffe freigesetzt worden, hieß es. Das Unternehmen verarbeitet Erdöl und Erdgas zu chemischen Produkten, die zur Herstellung von Alltagsmaterialien verwendet werden. 07:16 Uhr – Ölpreise ziehen an – Brent nähert sich Marke von 120 DollarDie Ölpreise sind zum Start in die fünfte Handelswoche nach dem Beginn des
Iran-Kriegs gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai stieg in der Nacht auf Montag um bis zu vier Prozent auf fast 117 Dollar. Damit näherte sich der Ölpreis wieder seinem vor drei Wochen erreichten Zwischenhoch von 119,50 Dollar an. Am frühen Morgen lag der Preis bei 115,55 Dollar und damit 2,7 Prozent höher als Ende vergangener Woche.06:56 Uhr – Trump würde sich „am liebsten das Öl im
Iran nehmen“ – und schimpft über „dumme Leute“Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs im
Iran. US-Präsident Trump heizt die Spekulationen in einem Interview mit der „Financial Times“ an. Hier die wichtigsten Aussagen: „Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im
Iran nehmen“, sagte der Republikaner. Er fügte hinzu: „Aber einige dumme Leute in den USA sagen: ‚Warum tust du das?‘ Aber das sind dumme Leute.“ Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden. Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10.000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, berichtete die Zeitung. Ein Angriff auf den Exportknotenpunkt Charg wäre jedoch riskant. „Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen“, wurde Trump von der „FT“ zitiert. „Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort (auf Charg) bleiben müssten.“ Auf die Frage, ob in den kommenden Tagen ein Waffenruheabkommen erzielt werden könne, das die für den globalen Öl- und Gastransport wichtige
Straße von Hormus wieder öffnen würde, lehnte Trump es dem Bericht zufolge ab, konkrete Details zu nennen. „Wir haben noch etwa 3000 Ziele übrig – wir haben 13.000 Ziele bombardiert – und noch ein paar Tausend Ziele vor uns“, wurde er zitiert. „Ein Abkommen könnte ziemlich schnell zustande kommen.“dpa/AFP/rtr/ll/sebe/jmr/krott/saha/ceb/krö/nw/säd