Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Wichtige UpdatesSortierungÜberblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost US-Präsident
Donald Trump erklärt, die indirekten Gespräche zwischen den USA und
Iran könnten womöglich »recht schnell« in einem Deal enden. Er verhandle mit einer »neuen und vernünftigeren Regierung«.Die »sehr guten« Verhandlungen haben laut Trump auch dafür gesorgt, dass weitere Tanker die
Straße von Hormus passieren dürfen. Gleichzeitig droht er mit einem Rundumschlag gegen iranische Infrastruktur, sollte das Regime die Straße nicht vollständig freigeben.Auch
Iran äußert sich zu Gesprächen. Es gebe Botschaften über Mittelsmänner, die Vorschläge seien jedoch »unrealistisch, unlogisch und überzogen«, sagte der Sprecher des Außenministeriums in
Teheran. Die Flugabwehr der
NATO hat eine weitere iranische Rakete abgefangen, die im türkischen Luftraum unterwegs war.
Spanien lässt keine Flugzeuge mehr in seinen Luftraum, die mit dem Irankrieg in Verbindung stehen. Nach einer Detonation im
Libanon hat die Uno-Friedensmission
UNIFIL den Tod zweier Blauhelmsoldaten gemeldet. Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+SPIEGEL-Titelstory: Aus Trumps
Iran-Desaster wurde ein Krieg gegen die WeltwirtschaftAusgerechnet JD Vance soll jetzt Trumps Irankrieg beenden. Der US-Präsident hat seinen Vize zum Verhanlder mit dem Regime ernannt. Das kann ihn zum Helden machen. Oder seine Karriere gefährden. Tanker vor der Küste von
Dubai beschossenEin Tanker ist im Persischen Golf unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mitteilte, traf ein nicht näher beschriebenes Projektil das Schiff rund 57 Kilometer nordwestlich von
Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten und löste einen Brand aus. Die Besatzung sei in Sicherheit, die Behörden ermittelten. Von wo und von wem das Geschoss abgefeuert wurde, war zunächst nicht bekannt. Zuvor hatten nach Angaben der Behörde zwei Geschosse im Persischen Golf vor Saudi-Arabien ein Containerschiff verfehlt. Im Persischen Golf liegen wichtige Häfen und Verladestationen. Es handelt sich um einen Meeresabschnitt, der sich vor der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen
Straße von Hormus befindet. Der seit mehr als vier Wochen von den USA und
Israel angegriffene
Iran hat mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch diese wichtige Meerenge nahezu zum Erliegen gebracht.Irans Parlamentsausschuss billigt Maut für Straße von HormusIrans Parlament geht weiter auf Konfrontationskurs zu US-Präsident
Donald Trump: Der Sicherheitsausschuss des Parlaments hat den Gesetzentwurf für ein Mautsystem in der
Straße von Hormus gebilligt. Der Vorschlag solle umgehend im Parlament beraten und verabschiedet werden, sagte das Ausschussmitglied, Modschtaba Sarei, der Nachrichtenagentur Fars. Der Entwurf sieht laut Sarei außerdem vor, dass Schiffe aus den USA,
Israel sowie aus Staaten, die in den vergangenen Jahren Sanktionen gegen
Iran verhängt haben, die Meerenge nicht passieren dürfen. Auch Schiffe aus der EU wären davon betroffen. Die Maut soll laut Fars in der Landeswährung Rial erhoben werden.
Iran will damit die Landeswährung Rial stärken und US-Sanktionen umgehen. Damit hat der Staat die volle Kontrolle über den Geldfluss. Trump erwägt offenbar, Kriegskosten auf arabische Länder abzuwälzenDie USA haben gemeinsam mit
Israel den Krieg gegen
Iran begonnen, ohne die internationale Gemeinschaft vorher zu konsultieren. US-Präsident
Donald Trump erwägt nach Angaben des Weißen Hauses trotzdem, andere für den Krieg zahlen zu lassen. Dem Weißen Haus zufolge erwägt Trump, die arabischen Länder aufzufordern, die Kosten für den Krieg zu übernehmen. »Ich denke, es ist etwas, woran der Präsident durchaus interessiert wäre, sie dazu aufzufordern«, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor Reportern auf die Frage, ob arabische Länder sich an den Kosten des Krieges beteiligen würden. »Es ist eine Idee, von der ich weiß, dass er sie hat, und etwas, worüber Sie meiner Meinung nach noch mehr von ihm hören werden.« Israels Parlament stimmt für TodesstrafeWer wegen terroristischer Morde verurteilt wird, soll in
Israel künftig hingerichtet werden können. Trotz heftiger Kritik an diesem Vorhaben auch aus dem Ausland hat das israelische Parlament den Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen nun gebilligt. Kritiker sehen das Gesetz als rassistisch an, weil es de facto nur Palästinenser betrifft. Deutschland hatte sich mit weiteren europäischen Ländern gegen das Gesetz ausgesprochen. Mehr dazu lesen Sie hier. Nach stundenlanger Pause:
Iran feuert Raketen auf IsraelIsrael hat einen erneuten Raketenangriff aus
Iran gemeldet. Die israelische Armee wies die Bürger an, bis auf Weiteres Schutzräume aufzusuchen. Im Großraum Tel Aviv heulten Warnsirenen, Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Das Nachrichtenportal »ynet« berichtet unter Berufung auf Rettungskräfte, es gebe keine Hinweise auf Verletzte. Eine Rakete sei offenbar in offenem Gelände niedergegangen. Es war der erste Raketenangriff aus
Iran seit mehreren Stunden. Über die Zahl der abgefeuerten Raketen gibt es derzeit keine Angaben.Angriffe auf Golfstaaten gehen weiterIm Krieg am Golf treffen weiterhin Angriffe auch die Golfstaaten. Bei einer Attacke auf eine Entsalzungsanlage in Kuwait wurde offiziellen Angaben zufolge ein Mensch getötet und ein Gebäude beschädigt. Bei einem weiteren Angriff seien zehn kuwaitische Soldaten verletzt worden, heißt es in einer Stellungnahme der Arabischen Liga.
Iran bestritt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim den Angriff auf die Entsalzungsanlage.In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden elf Raketen und 27 Drohnen abgefangen, wie das Verteidigungsministerium des Landes auf der Plattform X mitteilt. Auch Saudi-Arabien und Katar melden den Abschuss von Drohnen. Bahrains Luftwaffe teilt mit, acht Raketen und sechs Drohnen in den vergangenen 24 Stunden abgefangen zu haben. Somit habe der Golfstaat seit Ausbruch des Irankriegs 182 Raketen und 398 Drohnen abgeschossen.
Israel fordert Bewohner von Dörfern im Westen Libanons zur Flucht aufDas israelische Militär hat die Bewohner von sechs Dörfern der im Westen Libanons gelegenen Bekaa-Region aufgerufen, ihre Wohnorte zu verlassen. Es handelt sich um den ersten derartigen Aufruf für diese Gebiete. Das Militär erklärte, die Warnung sei durch militante Aktivitäten in der Region veranlasst worden, ohne weitere Details zu nennen. Uno meldet Tod von zwei weiteren BlauhelmsoldatenNach einer Detonation im
Libanon hat die Uno-Friedensmission
UNIFIL nun den Tod zweier Blauhelmsoldaten gemeldet. Die beiden Indonesier seien ums Leben gekommen, nachdem eine Explosion »unbekannter Herkunft« ihr Fahrzeug zerstört hätte. Es hieß, ein dritter Blauhelmsoldat sei schwer verwundet worden und ein weiterer sei bei dem Vorfall, der sich in der Nähe der Gemeinde Bani Haiyyan ereignete, ebenfalls verletzt worden. Nach
UNIFIL-Angaben ist die aktuelle Explosion der zweite Vorfall innerhalb der vergangenen 24 Stunden, bei dem Soldaten der Truppe zwischen die Fronten geraten. Bei einer Explosion in einer Blauhelm-Stellung war am Sonntag ein ebenfalls indonesischer Soldat getötet worden. Liebe Leserinnen und Leser,der Krieg in Nahost geht weiter,
Israel und die USA greifen Ziele in
Iran an, das Regime in
Teheran reagiert mit Gegenattacken. Der SPIEGEL hält Sie über alle wichtigen Entwicklungen wie gewohnt auf dem Laufenden. Was zuvor geschah, können Sie hier nachlesen. TickarooLive Blog Software