Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesUS-Angriff auf Munitionsdepot in IsfahanRubio: Nato darf "keine Einbahnstraße sein" – Kritik an SpanienRubio: Straße von Hormus wird "so oder anders" offen seinGolfstaaten und Ukraine wollen im Militär- und Energiebereich zusammenarbeitenIran: Parlamentsausschuss billigt Maut für Straße von Hormus Italien verweigert US-Militär Landung auf StützpunktItalien hat mehreren US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt auf der Mittelmeerinsel Sizilien für den Krieg gegen
Iran verweigert. Nach Informationen der Tageszeitung Corriere della Sera gab Verteidigungsminister
Guido Crosetto dem US-Militär vor einigen Tagen keine Erlaubnis, den Militärflughafen
Sigonella zu nutzen, um dann in den Nahen Osten weiterzufliegen. Aus dem Umfeld des Ministeriums in Rom wurde die Darstellung bestätigt.Demnach wurde Italien von dem Vorhaben des US-Militärs erst informiert, als die Flugzeuge längst in der Luft waren. Zuvor habe niemand eine Genehmigung beantragt oder den Nato-Partner auch nur informiert, hieß es. Zudem sei unklar geblieben, um welche Art von Flügen es sich handle.Der Flugplatz
Sigonella liegt in der Nähe von Catania im Osten von Sizilien. Dort befindet sich sowohl ein Stützpunkt der italienischen Luftwaffe als auch der
US Navy. Das Gelände wird auch von der Nato genutzt, dem westlichen Verteidigungsbündnis.Die Angriffe im ÜberblickUS-Angriff auf Munitionsdepot in IsfahanDie USA haben einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein großes Munitionsdepot in der iranischen Stadt
Isfahan durchgeführt. Dafür hätten sie in der Nacht eine große Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) eingesetzt, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf einen US-Beamten.
Iran hat die nächtlichen Bombardierungen auf die Militäreinrichtungen in der Provinz
Isfahan bestätigt. „Derzeit liegen noch keine Informationen über das Ausmaß der Schäden oder die Zahl der Toten und Verletzten dieser Angriffe vor“, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna den Vizegouverneur der Provinz, Akbar Salehi. Rubio: Nato darf "keine Einbahnstraße sein" – Kritik an SpanienUS-Außenminister
Marco Rubio hat Spanien und andere Nato-Partner für mangelnde Unterstützung im
Iran-Krieg kritisiert - und eine spätere Neubewertung der Allianz durch die USA nahegelegt. Die USA müssten in einer Zeit, in der man die Verbündeten brauche, feststellen, dass Nato-Mitglied Spanien, zu dessen Verteidigung man sich verpflichtet habe, den Vereinigten Staaten die Nutzung seines Luftraums verweigere und damit prahle, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera laut einer Mitschrift seines Ministeriums. Er bemängelte zudem, dass die USA in Spanien und andernorts auf Widerstand bei der Nutzung von Stützpunkten gestoßen seien.Die Nato sei nützlich für die USA, weil sie dem Land ermögliche, Soldaten und militärische Ausrüstung an anderen Orten zu stationieren. Wenn es bei der Allianz aber nur darum gehe, dass die USA Europa im Falle eines Angriffs verteidigten, den Vereinigten Staaten aber die Nutzung von Stützpunkten verweigert werde, wenn sie es bräuchten, sei das keine gute Vereinbarung. Da falle es schwer, dabei zu bleiben und zu sagen, dass das gut für die USA sei, meinte Rubio weiter.Nach dem Krieg müssten die USA all das neu bewerten, betonte er. Die Nato sei ein Bündnis und dürfe als solches "keine Einbahnstraße sein". Rubio fügte hinzu: "Hoffen wir, dass wir das in Ordnung bringen können."Lesen Sie hier mehr zu US-Präsident Donald Trumps widersprüchlichem Vorgehen im
Iran-Krieg: Amelie SchmidtDrei chinesische Schiffe fahren durch die Straße von Hormus China teilt mit, drei seiner Schiffe hätten kürzlich die Straße von Hormus passiert. China wisse die Unterstützung der beteiligten Parteien zu schätzen, erklärt ein Sprecher des Außenministeriums in Peking weiter, ohne Details zu nennen. Eigentlich blockiert
Iran die Straße von Hormus derzeit für Handelsschiffe oder Tanker. Zuletzt hatte es aber Berichte gegeben, dass diese vereinzelt gegen Geldzahlungen durchgelassen wurden. China zählt zudem zu den Ländern, mit denen
Iran in guter Beziehung bleiben will. Der Sprecher des Außenministeriums sagt, China sei bereit, konstruktiv daran mitzuarbeiten, Frieden im Nahen Osten wiederherzustellen. Die Regierung in Peking setzt damit ihre Bemühungen fort, sich als Stabilitätsanker zu präsentieren und damit von den USA unter Präsident Donald Trump abzugrenzen.Obwohl China der weltweit größte Importeur von Rohöl ist und einen großen Teil davon aus dem Nahen Osten bezieht, zeigt sich die Volksrepublik von der Blockade der Straße von Hormus verhältnismäßig gelassen. Denn das Land hat sich mit einem System aus gewaltigen Reserven, direkten Eingriffsmöglichkeiten in Produktion und Handel sowie alternative Energiequellen, seit Jahren auf einen solchen Fall vorbereitet. Warum China langfristig sogar von der Blockade profitieren könnte, lesen Sie in diesem Artikel der China-Korrespondentin der SZ, Lea Sahay.
Iran: Tote nach Angriff auf religiöse AnlageIranischen Staatsmedien zufolge sind bei einem Luftangriff auf eine religiöse Anlage im Nordwesten des Landes drei Menschen ums Leben gekommen. Infolge der Attacke in der Stadt Sandschan seien zwölf weitere Menschen verletzt und in Kliniken gebracht worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna.Bei der Bombardierung des Komplexes sollen dem Irna-Bericht zufolge ein Verwaltungsgebäude, ein Gästehaus, die Bibliothek sowie umliegende Gebäude beschädigt worden sein. Ein Video der Nachrichtenagentur zeigte ein völlig zerstörtes Gebäude, Trümmer und Rauch. Die Moschee selbst wurde den Aufnahmen zufolge nicht beschädigt.Israels Armee: „Dutzende Terroristen“ in Südlibanon getötetDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei ihrem Einsatz im Süden Libanons binnen 24 Stunden „Dutzende Terroristen“ getötet. Diese seien bei Versuchen identifiziert worden, Soldaten von Verstecken aus anzugreifen. Einer sei etwa dabei gewesen, einen Angriff von Truppen mit einer Panzerabwehrrakete vorzubereiten. Es sei auch ein Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz festgenommen worden, der die israelischen Truppen beobachtet habe, hieß es weiter in der Mitteilung. Die Soldaten hätten in Südlibanon unter anderem Waffenlager, Kommandoposten und unterirdische Schächte zerstört.Darüber hinaus teilte Israel die Namen drei weiterer israelischer Soldaten mit, die bei Kämpfen in Libanon getötet worden sind. Demnach handelt es sich um einen 22-jährigen Hauptmann und zwei 21-jährige Hauptfeldwebel. Zwei weitere Soldaten seien bei einem Vorfall im Süden Libanons verletzt worden, einer davon schwer. Bereits am Montag hatte es eine Mitteilung der Armee über einen getöteten Soldaten gegeben.Nach Angriff: Feuer auf kuwaitischem Öltanker im Hafen von Dubai gelöschtDas nach einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff ausgebrochene Feuer auf einem kuwaitischen Öltanker ist nach Angaben Dubais gelöscht worden. Die 24 Besatzungsmitglieder der Al Salmi seien in Sicherheit und es gebe keine Verletzten, teilten die Behörden des Golfemirats mit. Die Kuwait Petrol Corporation (KPC) erklärte unterdessen, dass der vollbeladene Supertanker bei einem iranischen Angriff getroffen und am Rumpf beschädigt worden sei. KPC warnte laut der kuwaitischen Nachrichtenagentur Kuna vor einer drohenden Ölpest. Den Schiffsinformationsdiensten Lloyd's List Intelligence und TankerTrackers zufolge hat der Tanker zwei Millionen Barrel Öl aus Kuwait und Saudi-Arabien geladen. Laut Lloyd's sollte das Schiff den chinesischen Hafen Qingdao ansteuern. Unilever verhängt globalen Einstellungsstopp wegen
Iran-KriegDer Konsumgüterkonzern Unilever hat mit sofortiger Wirkung einen weltweiten Einstellungsstopp auf allen Ebenen verhängt. Der Hersteller von Marken wie Dove und Knorr reagiert damit auf die wirtschaftlichen Folgen des
Iran-Kriegs, wie aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden internen Schreiben hervorgeht. Der Stopp soll mindestens drei Monate dauern. "Die makroökonomischen und geopolitischen Realitäten, besonders der Nahost-Konflikt, bringen erhebliche Herausforderungen für die kommenden Monate mit sich", schrieb Fabian Garcia, Chef der Körperpflegesparte, vergangene Woche an die Mitarbeiter. Der seit einem Monat andauernde Krieg hat den Welthandel gestört und die schwerste Unterbrechung der Öl- und Gasversorgung in der Geschichte verursacht.Der Einstellungsstopp kommt zu einem bereits laufenden Sparprogramm hinzu. Unilever will seit 2024 innerhalb von drei Jahren rund 800 Millionen Euro einsparen und dabei etwa 7500 Stellen streichen.Menschenrechtsorganisation verurteilt Rekrutierung von Kindern in IranDie Menschenrechtsorganisation HRW hat die Anwerbung von Kindern für militärische Zwecke durch die iranischen Revolutionsgarden scharf verurteilt. "Die Rekrutierung und der Einsatz von Kindern im Militär stellen eine schwerwiegende Verletzung der Kinderrechte dar und gelten als Kriegsverbrechen, wenn die Kinder jünger als 15 Jahre sind", hieß es in einer Erklärung der Organisation."Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass die iranischen Behörden offenbar bereit sind, das Leben von Kindern für etwas zusätzliche Arbeitskraft zu riskieren", sagte Bill Van Esveld, Vizedirektor in der HRW-Abteilung für Kinderrechte, laut der Mitteilung.Hintergrund sind Aufrufe einer den mächtigen Revolutionsgarden unterstellten Organisation, die in der Hauptstadt Teheran Freiwillige mobilisieren will. Interessierte könnten sich in Moscheen und an Stützpunkten registrieren, sagte Rahim Nadali, stellvertretender Leiter der Kulturabteilung der Revolutionswächter in der Millionenmetropole. Die Kampagne mit dem Titel "Kämpfer zur Verteidigung der Heimat
Iran" sei offen für alle ab 12 Jahren.Zu den Aufgaben der Freiwilligen gehören einem Bericht der Nachrichtenagentur Mehr zufolge die Teilnahme an Aufklärungspatrouillen sowie "operativen Einsätzen". Teilnehmer der Kampagne unterstützen im Krieg gegen die USA und Israel demnach auch im Bereich Logistik sowie bei der Versorgung, etwa in der Küche und der Verteilung von Gütern. In welchem Bereich Kinder tätig sein sollen, blieb unklar.Beschuss von Golfstaaten geht weiter –
Iran warntIran setzt seinen Beschuss benachbarter Golfstaaten fort. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien meldete in der Nacht wiederholte Angriffe mit ballistischen Raketen. Die Geschosse seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden, hieß es. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi schrieb kurz zuvor auf der Plattform X, sein Land betrachte das Königreich als brüderliche Nation. Es sei aber für Saudi-Arabien "höchste Zeit, die US-Streitkräfte des Landes zu verweisen".Derweil meldete auch Kuwait Beschuss durch Raketen und Drohnen. Ebenso heulten in Bahrain in der Nacht wieder die Sirenen, wie das Innenministerium auf X mitteilte. In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten trafen Trümmer nach einem Einsatz der Luftabwehr ein leerstehendes Gebäude und lösten einen Brand aus, wie die Behörden mitteilten. Vier Menschen in der Umgebung seien leicht verletzt worden.Trotz der seit mehr als vier Wochen andauernden Angriffe der USA und Israels ist
Iran weiter zu Gegenschlägen in der Lage. Teheran greift dabei unter anderem die Länder am Persischen Golf an, die US-Militärstützpunkte beherbergen.Rubio: Straße von Hormus wird "so oder anders" offen seinUS-Außenminister
Marco Rubio hat sich überzeugt gezeigt, dass die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird – "so oder anders". Entweder werde sich
Iran bereiterklären, "sich an internationales Recht zu halten" und die Meerenge nicht zu blockieren, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera. "Oder eine Koalition von Nationen aus der ganzen Welt und der Region wird mit Beteiligung der Vereinigten Staaten dafür sorgen, dass sie offen ist."Rubio äußerte sich nicht weiter dazu, was genau er mit "dafür sorgen" meinte. Falls
Iran die Meerenge weiter blockieren sollte, drohten Teheran "wirkliche Konsequenzen, nicht nur seitens der Vereinigten Staaten, sondern von Ländern in der Region und der Welt", sagte Rubio.Zugleich nannte er als zentrale Ziele der Kampfhandlungen die Zerstörung von Irans Luftwaffe und Marine sowie eine erhebliche Reduzierung der Zahl der Raketen-Abschussrampen. Diese Ziele werde man in "Wochen und nicht Monaten" komplett erreichen – und dann vor der Frage der Meerenge von Hormus stehen, sagte der US-Außenminister.Golfstaaten und Ukraine wollen im Militär- und Energiebereich zusammenarbeitenMehrere Golfstaaten wollen nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij mit der Ukraine zusammenarbeiten. Der Deal soll den Golfstaaten im
Iran-Krieg und der Ukraine bei der Verteidigung gegen die russische Invasion helfen. Es gebe bereits "historische Vereinbarungen" mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, sagte Selenskij nach einer Reise in den Nahen Osten und die Golfregion in seiner abendlichen Videobotschaft. Außerdem arbeite die Ukraine mit Jordanien und Kuwait zusammen. Es gebe weitere Anfragen aus Bahrain und Oman.Die Ukraine exportiere ihr Verteidigungssystem, die Fähigkeiten ihrer Soldaten und ihr Wissen, sagte Selenskij weiter. Von diesen Staaten erwarte sie eine entsprechende Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit. Es gebe bereits Vereinbarungen über Möglichkeiten zur Stärkung der Flugabwehr, über eine gemeinsame Entwicklung von Rüstungsproduktion und über Zusammenarbeit im Energiebereich.Bereits am Freitag hatte Selenskij eine Rüstungskooperation mit Saudi-Arabien verkündet. Die Ukraine bietet seit dem Ausbruch des
Iran-Krieges vor gut einem Monat den Staaten im Nahen Osten und den Golfmonarchien Hilfe bei der Abwehr von iranischen Drohnen an.Öltanker vor der Küste von Dubai unter BeschussEin riesiger kuwaitischer Öltanker ist vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beschuss geraten. Er sei Ziel eines iranischen Angriffs geworden, während er vor dem Hafen von Dubai im Persischen Golf vor Anker lag, teilte die Kuwait Petroleum Corporation nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna mit. Dabei brach ein Brand aus. Die Feuerwehr rückte aus, wie die Behörden in Dubai meldeten. Es habe aber keine Berichte über Verletzte gegeben. Die 24-köpfige Besatzung sei in Sicherheit.Zuvor hatte bereits die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mitgeteilt, dass ein nicht näher beschriebenes Projektil ein Schiff rund 57 Kilometer nordwestlich von Dubai getroffen und einen Brand ausgelöst habe. Von wo und von wem das Geschoss abgefeuert wurde, ging aus der Mitteilung der Behörde nicht hervor. Zuvor hatten nach ihren Angaben zwei Geschosse im Persischen Golf vor der Küste Saudi-Arabiens ein Containerschiff verfehlt.Im Persischen Golf liegen wichtige Häfen und Verladestationen. Es handelt sich um einen Meeresabschnitt, der sich vor der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Straße von Hormus befindet.
Iran hat inmitten der amerikanisch-israelischen Angriffe mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch diese wichtige Meerenge nahezu zum Erliegen gebracht.Trump könnte arabische Länder um Kriegskosten-Anteil bittenDas Weiße Haus signalisiert, dass US-Präsident Donald Trump den Ländern am Persischen Golf eine Beteiligung an den Kosten des
Iran-Krieges nahelegen will. Sie wolle Trump nicht vorgreifen, aber sie wisse, dass er diese Idee habe, und gehe davon aus, dass er sich dazu noch äußern werde, sagte Sprecherin Karoline Leavitt.Ein Journalist sprach in Leavitts Pressekonferenz in Washington an, dass im Golfkrieg 1990 nach der Besetzung Kuwaits durch Iraks Diktator Saddam Hussein arabische Nachbarländer wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einen Großteil der Kosten getragen hätten. Sie denke, Trump sei ziemlich interessiert daran, sie auch jetzt dazu aufzurufen, sagte Leavitt dazu.Mehr ladenTickarooLive Blog Software