Leonie FeuerbachJakarta mahnt nach Tod von
UNIFIL-Soldaten Einhaltung des Völkerrechts anNach dem Tod von drei indonesischen Blauhelmsoldaten im Südlibanon hat die Regierung in Jakata die Einhaltung des humanitären Völkerrechts angemahnt. Die Sicherheit der Friedenstruppen müsse „oberste Priorität“ haben, erklärte am Dienstag der Sprecher des indonesischen Verteidigungsministeriums,
Rico Ricardo Sirait. „Alle Konfliktparteien werden dringend aufgefordert, das humanitäre Völkerrecht zu achten und die Sicherheit des Personals zur Friedenssicherung zu gewährleisten.“ Am Sonntag war ein indonesischer Soldat der UN-Mission
UNIFIL im Süden des Libanon bei der Explosion eines Geschosses getötet worden. Am Montag wurden dann bei einer abermaligen Explosion im Südlibanon zwei weitere UN-Soldaten aus Indonesien getötet. Nach Angaben von
UNIFIL wurden bei dem Vorfall am Montag zudem zwei weitere ihrer Soldaten verletzt, einer von ihnen schwer.
UNIFIL leitete Ermittlungen zu den Explosionen ein. Der UN-Sicherheitsrat will am Nachmittag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Sara WagenerIranische Justiz: Teilen von Fotos und Videos kann zur Todesstrafe führenEin Sprecher der iranischen Justiz sagt, Personen, denen Spionage oder Zusammenarbeit mit feindlichen Staaten vorgeworfen werde, droht nach einem verschärften Gesetz die Todesstrafe. Zudem könne deren gesamtes Vermögen eingezogen werden. Selbst das Teilen von Fotos oder Videos, die dem Feind bei der Zielerfassung helfen könnten, könne als Zusammenarbeit gewertet werden. Iranische Medien hatten zuletzt berichtet, es seien inzwischen mehr als 1000 Menschen festgenommen worden, denen vorgeworfen werde, sensible Orte gefilmt, regierungskritische Inhalte online geteilt oder „mit dem Feind kooperiert“ zu haben. Der Sprecher sagt, das Gesetz sei bereits 2025 verabschiedet worden. Es gelte für operative, nachrichtendienstliche und bestimmte mediale Aktivitäten, die als Unterstützung feindlicher Regierungen angesehen würden, insbesondere der USA und Israels. Wer mit Falschinformationen Angst schüre, müsse zudem mit Haftstrafen rechnen, wobei die Strafen in Kriegszeiten verschärft würden. Die Behörden hätten in dem Zusammenhang bereits rund 200 Anklagen erhoben. Bei der Durchsetzung des Gesetzes werde keine Nachsicht geübt. Sara WagenerNächtliche Bombardierungen auf iranische MilitäreinrichtungenIran hat nächtliche Bombardierungen auf Militäreinrichtungen in der Provinz
Isfahan bestätigt. „Derzeit liegen noch keine Informationen über das Ausmaß der Schäden oder die Zahl der Toten und Verletzten dieser Angriffe vor“, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna den Vizegouverneur der Provinz, Akbar Salehi.Die USA hatten einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein großes Munitionsdepot in
Isfahan ausgeführt. Dafür hätten sie in der Nacht eine große Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von umgerechnet jeweils rund 900 Kilogramm eingesetzt, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen US-Beamten.Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten schwere Explosionen in der Nacht. Auf Bildern war nach den Bombardierungen unter anderem ein glühend orangefarbener Nachthimmel zu sehen. „Sechs bunkerbrechende Bomben trafen den Berg Sofeh, sehr viele Folgeexplosionen, mehrere pro Sekunde, der Himmel ist hell erleuchtet“, zitierte der Netzaktivist Vahid eine Nachricht. Majd El-SafadiIsraels Verteidigungsminister: Werden Pufferzone zu
Israel in Südlibanon einrichten Israels Verteidigungsminister
Israel Katz hat mitgeteilt, dass
Israel eine Pufferzone zwischen
Israel und Libanon einrichten werde. Die Zone solle zwischen der israelischen Grenze und dem Fluss Litani im Süden Libanons liegen.
Israel werde die komplette Kontrolle über den Bereich übernehmen, sobald der Kampf gegen die Hizbullah-Kämpfer beendet sei. Der Fluss liegt etwa 30 Kilometer von der Grenze entfernt auf libanesischer Seite. Zudem kündigte Katz an, dass den mehr als 600.000 libanesischen Einwohnern, die das Gebiet nach Norden verlassen haben, die Rückkehr südlich des Litani untersagt werde, bis die Sicherheit der Bewohner im Norden Israels gewährleistet sei. Zu diesem Zweck würden alle Häuser in Dörfern nahe der Grenze im Libanon „nach dem Vorbild des Gazastreifens“ zerstört, um Bedrohungen nahe der Grenze für die Bewohner im Norden Israels dauerhaft zu beseitigen. Leonie FeuerbachHilfswerk: Mehr als 200.000 Menschen flüchten vor Krieg aus LibanonMehr als 200.000 Menschen sind laut UN vor der Gewalt in Libanon nach Syrien geflüchtet. Die meisten von ihnen wollten dem intensiven Bombardement der israelischen Streitkräfte im Krieg gegen die proiranische Schiiten-Miliz Hizbullah in Libanon entkommen, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf mit.Die Menschen seien zwischen Anfang und Ende März über drei reguläre Grenzübergänge nach Syrien gekommen. Nahezu 180.000 der Menschen seien Syrerinnen und Syrer, die zuvor in den Libanon geflüchtet waren. Sie seien nun in ihre Heimat zurückgekehrt. Zudem hätten sich mehr als 28.000 Libanesen nach Syrien begeben. Majd El-SafadiIsraels Armee: Auf „weitere Wochen“ von Kämpfen vorbereitet
Israel ist nach Angaben eines Militärsprechers auf „weitere Wochen“ der Kämpfe in
Iran vorbereitet. Die Entscheidung darüber liege allerdings bei den Politikern, sagte Militärsprecher Nadaw Schoschani vor Reportern. „Aber wir sind bereit, noch wochenlang weiterzumachen. Wir haben die Ziele dafür, die Munition dafür, die personellen Ressourcen dafür.“Majd El-SafadiStaatsmedien: Iranische Entsalzungsanlage auf Insel in Straße von Hormus angegriffen Auf der Insel Keschm in der strategisch wichtigen Straße von Hormus ist iranischen Angaben zufolge eine Entsalzungsanlage angegriffen und dadurch außer Betrieb gesetzt worden. „Eine der Entsalzungsanlagen auf der Insel Keschm wurde angegriffen und ist nun vollständig außer Betrieb, da eine Reparatur kurzfristig nicht möglich ist“, berichtete die Nachrichtenagentur Isna am Dienstag unter Berufung auf einen Vertreter des Gesundheitsministeriums. Wann der Angriff erfolgte, war zunächst unklar. Majd El-SafadiZwei Verletzte in Saudi-Arabien nach Drohnenangriff Bei der Abwehr eines Drohnenangriffs sind in Saudi-Arabien zwei Menschen verletzt worden. Herabstürzende Trümmerteile hätten in der Provinz Al-Kharj südöstlich der Hauptstadt Riad zwei Menschen getroffen und leicht verletzt worden, berichtete am Dienstag die saudiarabische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf den Zivilschutz. Demnach gab es zudem geringfügige Schäden an drei Häusern und mehreren Fahrzeugen. Die saudi-arabischen Behörden hatten zuvor bereits acht abgefangene ballistische Raketen gemeldet. In der Provinz Al-Kharj befindet sich der Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan, auf dem auch US-Soldaten stationiert sind. Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte Saudi-Arabien am Montag aufgefordert, die „US-Streitkräfte auszuweisen“.Majd El-SafadiChina und Pakistan wollen Zusammenarbeit für Ende des Irankriegs verstärken China und Pakistan wollen im diplomatischen Bemühen um ein Ende des Irankriegs ihre Zusammenarbeit verstärken. Die Außenminister beider Länder würden „die strategische Kommunikation und Koordination zur
Iran-Situation intensivieren und neue Anstrengungen unternehmen, um den Frieden zu fördern“, sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, am Dienstag während eines Besuchs hochrangiger Vertreter aus Islamabad in Peking.Pakistan hatte sich zuletzt als Vermittler im Irankrieg eingeschaltet. Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar sagte am Sonntag nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus Saudi-Arabien, Ägypten und der Türkei, er sehe wachsende Unterstützung für die diplomatischen Bemühungen seines Landes. Im Mittelpunkt der Gespräche stand demnach die Besorgnis über die Auswirkungen des Krieges, darunter die Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus, die Teheran weitgehend blockiert. Majd El-SafadiItalien verweigert US-Militär Landung auf Stützpunkt Italien hat mehreren US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt auf der Mittelmeerinsel Sizilien für den Krieg gegen
Iran verweigert. Nach Informationen der Tageszeitung „Corriere della Sera“ gab Verteidigungsminister Guido Crosetto dem US-Militär vor einigen Tagen keine Erlaubnis, den Militärflughafen Sigonella zu nutzen, um dann in den Nahen Osten weiterzufliegen. Aus dem Umfeld des Ministeriums in Rom wurde die Darstellung bestätigt.Demnach wurde Italien von dem Vorhaben des US-Militärs erst informiert, als die Flugzeuge längst in der Luft waren. Zuvor habe niemand eine Genehmigung beantragt oder den Nato-Partner auch nur informiert, hieß es. Zudem sei unklar geblieben, um welche Art von Flügen es sich handle. Der Flugplatz Sigonella liegt in der Nähe von Catania im Osten von Sizilien. Dort befindet sich sowohl ein Stützpunkt der italienischen Luftwaffe als auch der US Navy. Das Gelände wird auch von der Nato genutzt, dem westlichen Verteidigungsbündnis. Majd El-SafadiChina: Drei unserer Schiffe haben Straße von Hormus passiert China teilt mit, drei seiner Schiffe hätten kürzlich die Straße von Hormus passiert. China wisse die Unterstützung der beteiligten Parteien zu schätzen, erklärt ein Sprecher des Außenministeriums in Peking weiter, ohne Details zu nennen. Eigentlich blockiert
Iran die Straße von Hormus derzeit für Handelsschiffe oder Tanker. Zuletzt hatte es aber Berichte gegeben, dass diese vereinzelt gegen Geldzahlungen durchgelassen wurden. China zählt zudem zu den Ländern, mit denen
Iran in guter Beziehung bleiben will. Der Sprecher des Außenministeriums sagte zudem, China sei bereit, konstruktiv daran mitzuarbeiten, Frieden im Nahen Osten wiederherzustellen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software