PfadnavigationHomePanoramaOstsee„Die Gesamtprognose für das Tier ist nicht gut“ – Lage des Buckelwals bleibt kritischStand: 05:06 UhrLesedauer: 2 MinutenBuckelwal
Timmy hat sich aus eigener Kraft von der Sandbank vor
Wismar befreit. Wal-Forscher und Meeresbiologe
Fabian Ritter ordnet die Pressekonferenz mit dem Umweltminister von
Mecklenburg-Vorpommern,
Till Backhaus (
SPD), ein.Die Lage des verirrten Buckelwals vor
Wismar ist nach wie vor angespannt. Fachleute sehen geringe Chancen, wollen das Tier aber nicht aufgeben und setzen darauf, dass es sich selbst aus dem flachen Wasser befreit.Trotz schlechter Prognosen wollen die Experten den Buckelwal vor Wismars Ostseeküste nicht aufgeben. „Die Gesamtprognose für das Tier ist nicht gut. Dennoch geben wir die Hoffnung nicht auf, dass der Wal sich aus eigenem Antrieb wieder in Bewegung setzt“, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des Umweltministeriums und der beteiligten Organisationen.Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte, dass es am Dienstagabend und in der Nacht keine weitere Rettungsaktion für den Buckelwal vor Wismars Ostseeküste gegeben hat. „Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnen kann, dem Tier Ruhe zu gönnen. Diese Ruhe werden wir ihm nun geben.“ Die Lage bleibe kritisch. Der bereits mehrfach gestrandete Wal hatte sich am Dienstag im flachen Wasser vor der Insel
Poel festgesetzt.Auch Meeresschutz-Expertin
Franziska Saalmann von der Organisation
Greenpeace sagte: „Wir hoffen, dass ihm Ruhe erneut die Möglichkeit gibt, dass er die Kraft zusammennimmt und da nochmal freischwimmt.“ Das Tier sei aktiv und versuche freizukommen. „Wir geben die Hoffnung natürlich nicht auf, aber sein Gesamtzustand ist einfach nicht gut und seine Prognose ist dementsprechend auch nicht gut“, sagte Saalmann.Liegeposition des Wals ungünstig In der Mitteilung hieß es, die Liegeposition des Wals sei ungünstig, da das Wasser in der Umgebung sehr flach sei. Dazu sei die Bucht sehr verwinkelt. „Sollte sich der Wal morgen noch an seinem derzeitigen Liegeplatz befinden, werden die Fachleute ihn in Augenschein nehmen.“Das Tier war zwischenzeitlich abgetaucht, wurde aber am Dienstagvormittag erneut gesichtet. Dabei schwamm es zunächst frei, doch dann teilten Umweltminister
Till Backhaus (
SPD) und
Greenpeace mit, dass der inzwischen „
Timmy“ genannte Meeressäuger wieder festsitze. Allerdings liege er so auf, dass er sich von selbst befreien können – wenn er denn wolle.Der Buckelwal war zunächst in der Nacht zum 23. März auf einer Sandbank in Schleswig-Holstein vor Timmendorfer Strand gestrandet. Später gelang es dem Tier, das flache Wasser zu verlassen, nachdem Helfer eine Rinne ausgehoben hatten. Am Samstag wurde er dann vor
Wismar in flachem Wasser gesichtet.Lesen Sie auchBereits seit Anfang März war der Wal den Angaben zufolge immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen von
Wismar, später in der Lübecker Bucht und an der Küste bei Steinbeck (Kreis Nordwestmecklenburg). Das Tier hatte sich demnach in einem Netz verfangen. Einsatzkräfte und Meeresschützer der Organisation Sea Shepherd hatten es von einem Teil des Materials befreit.dpa/jmr