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Artemis 2“Start der
Mond-Mission geglückt – Astronauten müssen Toilettenproblem lösenStand: 07:35 UhrLesedauer: 11 MinutenErstmals seit 1972 sind wieder Menschen in Richtung
Mond gestartet. Im Rahmen der „
Artemis 2“-Mission sind drei Männer und eine Frau an Bord einer „
Orion“-Kapsel mit dem Raketensystem „
Space Launch System“ vom Weltraumbahnhof
Cape Canaveral abgehoben.Nach mehr als einem halben Jahrhundert schickt die
NASA wieder Menschen Richtung
Mond. Die vier Astronauten sind gestartet. Die Raumkapsel befindet sich nun in der Erdumlaufbahn. Lesen Sie alle Entwicklungen in unserem Protokoll.Erstmals seit 1972 sind in der Nacht zum Donnerstag wieder Menschen in Richtung
Mond gestartet. Im Rahmen der „
Artemis 2“-Mission sind drei Männer und eine Frau an Bord einer „
Orion“-Kapsel mit dem Raketensystem „
Space Launch System“ (SLS) vom Weltraumbahnhof
Cape Canaveral im US-Bundesstaat
Florida um 00:35 Uhr MESZ (18:35 Uhr Ortszeit) abgehoben.Alle Entwicklungen zur zehntägigen Mondmission im Liveticker:07:28 Uhr – Der Start der Rakete im Video07:20 Uhr – Astronauten müssen Toilettenproblem lösenKurz nach dem Start mussten sich die Astronauten mit Randproblemen herumschlagen: Die Inbetriebnahme einer Toilette an Bord der „
Orion“-Kapsel missglückte. „Die Toilette hat sich von selbst abgeschaltet, und eine blinkende orange Warnleuchte leuchtet“, berichtete Astronautin
Christina Koch der Missionskontrolle in
Cape Canaveral.Ihr wurde geraten, vorerst ein tragbares System aus Beutel und Trichter zu benutzen – ein CCU, kurz für Collapsible Contingency Urinal –, während die Flugkontrolleure überlegten, wie sie das sogenannte
Mond-Klo am besten wieder einsatzbereit machen könnten. Die Toilette befindet sich den Angaben zufolge im Boden der Kapsel und verfügt über eine Tür und einen Vorhang für Privatsphäre. Die Stationstoilette sei derzeit außer Betrieb; zwei andere funktionierten jedoch einwandfrei.Auch ein Kommunikationsproblem war schnell gelöst. Die Verbindung der Missionskontrolle zur „
Orion“-Kapsel brach kurzzeitig ab, als von einem Tracking- und Datensatelliten auf einen anderen gewechselt wurde. Das Problem konnte jedoch schnell behoben werden. 07:11 Uhr – Der Weg der „
Orion“-Kapsel zum Mond05:14 Uhr – „
Orion“-Kapsel erfolgreich getrenntDie „
Orion“-Kapsel hat sich erfolgreich von der Rakete getrennt, und der Test der „Annäherungsmanöver“ ist im Gange. Die Astronauten steuern „
Orion“ manuell, ähnlich wie sie es tun würden, wenn sie an ein anderes Raumschiff andocken würden.04:45 Uhr –
NASA-Chef spricht über kurzzeitiges Kommunikationsproblem nach dem StartKurz nach dem Start brach vorübergehend die Kommunikation zwischen den vier Astronauten an Bord der „
Orion“-Kapsel und dem Kontrollzentrum auf der Erde ab. Die Crew habe die Stimmen aus dem Kontrollzentrum hören können, aber die Mitarbeiter im Kontrollzentrum hätten die Astronauten nicht hören können, sagte
NASA-Chef Jared Isaacman bei einer Pressekonferenz. Lesen Sie auchDas Problem habe aber nach kurzer Zeit gelöst werden können und die Kommunikation sei wiederhergestellt. „Wir klären das Problem aktiv auf.“01:01 Uhr – Raumkapsel hat Erdumlaufbahn erreichtDie „
Orion“-Raumkapsel hat eine Erdumlaufbahn erreicht. Rund acht Minuten nach dem Start der Trägerrakete SLS trennte sich die erste Stufe der Rakete von der Raumkapsel, wie ein Vertreter der US-Raumfahrtbehörde
NASA im Live-Stream sagte. Zuvor hatten sich bereits die beiden sogenannten Booster von der Rakete getrennt. 00:57 Uhr – Raumfahrtministerin: Deutschland mit an BordBundesforschungsministerin Dorothee Bär hat nach dem erfolgreichen Start die deutsche und europäische Rolle bei der „
Artemis 2“-Mission betont. Deutschland sei mit an Bord, teilte die CSU-Politikerin mit. „Technik „Made in Germany“ ist integraler Bestandteil des Raumschiffs: Das European Service Module (ESM), dessen Endmontage in Deutschland erfolgt, sichert Energieversorgung und Antrieb für den Weg zum
Mond.“ 00:50 Uhr – Washington Monument erstrahlt zu Ehren der
Mond-Misson00:46 Uhr – Deutsche Astronauten wären gerne mitgeflogenDie deutschen Astronauten Alexander Gerst (49) und Matthias Maurer (56) wären bei der „
Artemis 2“-Mission auch gerne mit an Bord gewesen. „Ich habe schon zwischenzeitlich kurz überlegt: In der Toilette ist doch noch Platz, komme ich dann irgendwie rein?“, sagte Maurer in
Cape Canaveral im US-Bundesstaat
Florida. Den Traum, Astronaut zu werden, habe er sich erfüllt, den Traum von einem Weltraum-Außeneinsatz auch. „Und der dritte, der ganz, ganz große Traum, der noch aussteht, ist der Flug zum
Mond.“00:36 Uhr – Schaulustige verfolgen den Start00:35 Uhr – „
Artemis 2“-Mission erfolgreich gestartet Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sind wieder Menschen auf dem Weg zum
Mond. Vier Astronauten hoben dafür um 18:35 Uhr Ortszeit (00:35 Uhr MESZ) an Bord der „
Orion“-Kapsel mit dem Raketensystem „
Space Launch System“ vom Weltraumbahnhof
Cape Canaveral im US-Bundesstaat
Florida ab.Der Start der krisengeplagten Mission „
Artemis 2“ war zuvor wegen technischer Probleme mehrfach verschoben worden. 00:27 Uhr – Countdown läuft wiederDer Countdown wurde wieder in Gang gesetzt. Neue Startzeit: 00:35 Uhr MEZ.00:20 Uhr – Countdown gestopptDer Countdown wurde aktuell angehalten. Der Start wird sich somit nach hinten verschieben. Das Startfenster ist insgesamt zwei Stunden lang. 00:12 Uhr – Deutsche Astronauten fiebern mitEs sei ein „historischer Tag“, sagte der deutsche Astronaut Alexander Gerst vor dem Start, sein Astronautenkollege Matthias Maurer sprach von einem „ganz neuen Kapitel für die Raumfahrt“. „Es gibt eine ganz einfache Botschaft: Es gibt eine riesige Rakete, und die Rakete fliegt zum
Mond“, sagte Maurer weiter. Ohne europäische Technologie könne die Rakete gar nicht starten. „Wir sind also ein großer Teil dieser Mission, und unser Beitrag wird langfristig auch Europäer zum
Mond bringen“, so Maurer. „Und ich denke, das ist eine Inspiration für all die Kinder in Europa, und auch für die älteren Kinder, die hier stehen.“ Viele Menschen würden davon „träumen, zum
Mond zu fliegen“. 00:08 Uhr – US-Verkehrsminister sagt Sieg im Wettlauf zum
Mond und Mars vorausBis Dezember war Sean Duffy, US-Verkehrsminister, übergangsweise Leiter der
NASA. Kurz vor dem geplanten Start der „Artemis-2“-Mission zeigt sich der 54-Jährige überzeugt, dass die USA im Wettbewerb im All gegenüber der Volksrepublik China die Nase vorn haben werden.Auf der Plattform X richtet sich Duffy direkt an die Crew: „Reid, Victor, Christina und Jeremy! Wir drücken euch allen die Daumen, und es ist mir eine Ehre, dabei zu sein und euren Start zur Mondumrundung mitzuerleben.“ Für ihn markiere der Beginn von „
Artemis 2“ einen wichtigen Moment – nicht nur für den nationalen Stolz, sondern auch für die Sicherheit der Vereinigten Staaten. Zugleich betont er selbstbewusst, dass die USA China im Rennen zum
Mond und später auch zum Mars hinter sich lassen werden.Mittwoch, 1. April23:30 Uhr: NASAs Mondfahrplan nach „
Artemis 2“Die Raumfahrtbehörde hat kürzlich ihr „Artemis“-Mondforschungsprogramm neu strukturiert und es nach dem Vorbild des rasanten Apollo-Programms gestaltet, das in den 1960er und 1970er Jahren in rascher Folge Mondmissionen durchführte.1. „
Artemis 2“ beinhaltet einen Mondumflug von vier Astronauten.2. „Artemis 3“ konzentriert sich auf den Start einer Mondlandefähre in eine Erdumlaufbahn im Jahr 2027, um Andockübungen von Astronauten in einer
Orion-Kapsel durchzuführen.3. „Artemis 4“ hat zum Ziel, im Jahr 2028 Astronauten auf dem
Mond zu landen.23:21 Uhr: Technisches Problem behobenEin nicht näher spezifiziertes Problem mit dem Flugabbruchsystem der Rakete, das ein Selbstzerstörungssignal an die Rakete senden würde, falls diese vom Kurs abweicht und auf ein besiedeltes Gebiet zusteuert, sei behoben worden, teilte die
NASA mit.Die Zuschauer jubelten, als die
NASA ihre Ankündigung machte.23:01 Uhr:
NASA untersucht ein technisches ProblemEs gibt ein nicht näher spezifiziertes Problem mit dem Flugabbruchsystem der Rakete, das ein Selbstzerstörungssignal an die Rakete senden würde, falls diese vom Kurs abweicht und auf ein besiedeltes Gebiet zusteuert. „Das ist eine ziemlich einzigartige Situation“, erklärte
NASA-Kommentator Derrol Nail.Einer der Startleiter sei alarmiert worden, um schnell zum angrenzenden Montagegebäude zu eilen und Ausrüstung aus der Space-Shuttle-Ära zu holen, sagte er. Er betonte, dass es kein Problem mit der Rakete selbst gebe. „Im Moment ist der Schießstand nicht nutzbar, aber das hält uns nicht davon ab, im Countdown weiterzumachen“, berichtete Nail.21:58 Uhr: Crew nimmt in Kapsel PlatzWenige Stunden vor dem Start verabschiedete sich die Crew von Angehörigen und nimmt in orangenen Raumanzügen in der
Orion-Kapsel Platz.21:44 Uhr: Trump zu Mondmission: „Wir gewinnen im Weltraum“US-Präsident Donald Trump hat die erste bemannte Mondmission der US-Raumfahrtbehörde
NASA seit mehr als 50 Jahren schon vor dem Start als vollen Erfolg gewertet. „Wir gewinnen im Weltraum, auf der Erde und überall dazwischen – wirtschaftlich, militärisch und jetzt auch über die Sterne hinaus“, kommentierte der US-Präsident auf seiner Online-Plattform Truth Social – wenige Stunden vor dem frühestmöglichen Starttermin der Mission „
Artemis 2“. „Niemand kommt da ran“, schrieb Trump weiter. „Amerika nimmt nicht nur am Wettbewerb teil. Wir dominieren und die ganze Welt schaut zu.“20:57 Uhr: Günstige Wetterbedingungen für Start„Es ist Zeit, zu fliegen“, schrieb Kommandant Reid Wiseman auf der Plattform X. Für den Start wurden günstige Wetterbedingungen vorhergesagt. 14:42 Uhr: Weiterer Schritt in Richtung StartWie die
NASA mitteilt, kann die Betankung der Trägerrakete gestartet werden. Die Techniker müssen mehr als 700.000 Gallonen (rund 2,6 Millionen Liter) Treibstoff – flüssigen Wasserstoff – in die 32 Stockwerke hohe „
Space Launch System“-Rakete auf der Startrampe füllen, bevor die Besatzung an Bord gehen kann.13:45 Uhr: „Meilenstein“ für die MenschheitAlle an „
Artemis 2“ beteiligten Menschen seien „extrem aufgeregt“, betonte
NASA-Manager Jeff Spaulding bei einer Pressekonferenz vor dem Start. „Sie verstehen die Bedeutung dieser Mission.“Auch die europäische Raumfahrtbehörde Esa ist daran beteiligt und steuert unter anderem ein im Bremer Airbus-Werk gefertigtes Servicemodul für die „
Orion“-Kapsel bei. „
Artemis 2“ sei ein „Meilenstein-Moment für die menschliche Exploration und für die Rolle, die Europa dabei spielt, die Menschheit auf den
Mond zurückzubringen“, sagte Esa-Chef Josef Aschbacher.13:33 Uhr: Auch Deutsche Technik an BordZur
Orion-Raumkapsel gehören vier Strahlungsdetektoren des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Außerdem wird das in Bremen gebaute Europäische Servicemodul (ESM) genutzt – mit dem Haupttriebwerk für den Anflug auf den Erdtrabanten, Technologie zur Temperaturregulierung und Stromversorgung sowie Treibstoff-, Sauerstoff- und Wasservorräten.Lesen Sie auchAuch der Kleinsatellit „Tacheles“ des Berliner Startups „Neurospace“ fliegt mit, der in der Mondumlaufbahn Daten zur Weltraumstrahlung sammeln soll. „Deutschland ist bei der Rückkehr der Menschheit zum
Mond ganz vorne mit dabei“, betonte der Generaldirektor der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, Walther Pelzer.12:17 Uhr: Live-Updates der NasaDie
NASA stellt hier alle wichtigen Informationen zum geplanten Start der „
Artemis 2“-Mission bereit.11:45 Uhr: Schaulustige warten auf den StartIn der Nähe des Kennedy Space Center fiebern in den Stunden vor dem geplanten Start viele Raumfahrt-Fans nahe dem Weltraumzentrum in
Cape Canaveral dem Ereignis entgegen. Bei angenehmen Temperaturen um die 25 Grad wollen viele ihren Osterurlaub in der Küstengegend mit einem unvergesslichen Raumfahrterlebnis verbinden.„Wir können es kaum erwarten“, sagte die 76-jährige Melinda Schuerfranz, die sich noch an die bemannten US-Apollo-Mondmissionen in den Jahren 1968 bis 1972 erinnern kann. „Wir werden zeitig hier sein“, fügte die Rentnerin aus dem Bundesstaat Ohio hinzu.10:30 Uhr: Das ist die CrewMit der auf etwa zehn Tage angelegten „
Artemis 2“-Mission sollen die US-Astronauten
Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen um den
Mond herum fliegen. Sie könnten sich dabei weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem
Mond gewesen.09:07 Uhr: Wie sind die Wetteraussichten?Der Start der krisengeplagten Mission „
Artemis 2“ ist wegen technischer Probleme mehrfach verschoben worden – und könnte sich auch diesmal aus unterschiedlichen Gründen noch verschieben. Die
NASA zeigt sich jedoch optimistisch, und die Meteorologen gaben die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Wetter mitspielen werde, mit 80 Prozent an.09:02 Uhr:
NASA zeigt „
Artemis 2“ live im NetzHier können Sie den Flug der Rakete live verfolgen.08:55 Uhr: Mehr Power als Saturn-RaketeDie neue „
Space Launch System“-Rakete der
NASA ist 98 Meter hoch und damit zwar kleiner als die Saturn-V-Rakete aus dem Apollo-Programm, verfügt aber dank zweier seitlich angebrachter Booster über eine höhere Startleistung. Lesen Sie auchAuf der Rakete sitzt die
Orion-Kapsel, in der die vier Astronauten Platz nehmen. Die SLS besteht aus wiederverwendeten Space-Shuttle-Triebwerken und anderen Bauteilen und nutzt denselben Treibstoff – flüssigen Wasserstoff – wie die Shuttles.07:29 Uhr: Der Plan für die Reise um den MondDie „
Artemis 2“-Mission soll den
Mond umrunden und als Testlauf für geplante Landungen in den kommenden Jahren dienen. In den ersten 25 Stunden nach dem Start werden die Astronauten die Erde in einer hohen, exzentrischen Umlaufbahn umkreisen. Sie werden die abgetrennte Oberstufe als Ziel nutzen und ihre
Orion-Kapsel um diese herum manövrieren, um das Andocken für zukünftige Mondflüge zu üben.Wenn alles nach Plan verläuft, wird Orions Haupttriebwerk die Besatzung zum rund 393.000 Kilometer entfernten
Mond bringen. Diese durch Apollo 13 bekannt gewordene Freiflugbahn nutzt die Schwerkraft von
Mond und Erde und minimiert so den Treibstoffbedarf.Am sechsten Flugtag wird
Orion seinen am weitesten von der Erde entfernten Punkt erreichen, wenn sie den
Mond mit einem Abstand von rund 8000 Kilometer umkreist. Nachdem die Kapsel den
Mond umrundet hat, wird die Besatzung direkt nach Hause fliegen und am zehnten Flugtag – neun Tage, eine Stunde und 46 Minuten nach dem Start – vor der Küste Kaliforniens im Pazifik wassern.rc/saha/jmr mit dpa/AP