Iran bestreitet, Trump um Waffenruhe gebeten zu habenDie iranische Führung hat dementiert, US-Präsident
Donald Trump um eine Waffenruhe gebeten zu haben. „Trumps Äußerungen zur Bitte des
Iran um einen Waffenstillstand sind falsch und entbehren jeder Grundlage“, erklärte
Esmail Baghai, Sprecher des Außenministeriums in
Teheran, am Mittwoch laut dem iranischen Staatsfernsehen. Trump hatte zuvor erklärt, von der Führung in
Iran um eine Einstellung der Kämpfe gebeten worden zu sein.Louise OtterbeinMedienberichte: Größter Raketenangriff auf
Israel seit KriegsbeginnIran hat
Israel kurz vor Beginn des Pessach-Festes massiv mit Raketen angegriffen. Allein in
Tel Aviv gab es nach Angaben von Augenzeugen sechsmal Raketenalarm innerhalb einer Stunde. Die „Times of
Israel“ berichtete unter Berufung auf die Armee, dass es sich um den größten iranischen Raketenangriff auf
Israel seit Beginn des Krieges gehandelt habe. Etwa zehn ballistische Raketen seien auf Zentralisrael abgefeuert worden. Über mögliche Opfer und Schäden lagen bislang keine bestätigten Informationen vor.Louise OtterbeinTrump:
Iran hat USA um Waffenruhe gebetenIran hat die USA nach Angaben des amerikanischen Präsidenten
Donald Trump um eine Waffenruhe gebeten. „Wir werden das in Betracht ziehen, wenn die Straße von Hormus offen, frei und sicher ist“, schrieb Trump am Mittwoch auf seinem Onlinedienst „
Truth Social“. Bis diese Bedingung erfüllt sei, würden die USA
Iran „zurück in die Steinzeit“ bomben, drohte der Präsident. In dem Beitrag schreibt Trump zudem vom „neuen Präsidenten des Regimes von
Iran“, der um die Waffenruhe gebeten haben soll. Präsident in
Iran ist
Massud Peseschkian. Dieser ist jedoch nicht neu.Michaela Wiegel, KorrespondentinAnschlagsversuch in
Paris: Spur führt nach TeheranHinter dem vereitelten Anschlag auf die Pariser Filiale der
Bank of America steht nach Angaben des französischen Innenministeriums das iranische Regime. In einem Radiogespräch sagte Innenminister
Laurent Nuñez am Dienstag, es gebe „einen direkten Zusammenhang“ zu den Ereignissen in
Iran. „Wir wissen, dass
Iran bei Spannungen in der Lage ist, mithilfe von Mittelsmännern solche Aktionen zu organisieren“, so der Innenminister. Er stellte Parallelen zu ähnlichen Anschlägen in den Niederlanden und Belgien her, wo es kürzlich zu Brandanschlägen auf Synagogen und eine jüdische Schule gekommen war.Die französische Antiterrorstaatsanwaltschaft leitete am Dienstag ein Ermittlungsverfahren wegen Bildung einer kriminellen terroristischen Vereinigung, Herstellung, Besitz und Transport eines Sprengkörpers sowie versuchter Zerstörung ein. Untersuchungsrichter sollen die Ermittlungen leiten. Vier Verdächtige befinden sich bereits in Untersuchungshaft. Bei ihnen handelt es sich um drei Minderjährige ohne Vorstrafen und einen wegen Rauschgiftdelikten vorbestraften Erwachsenen. Ein fünfter Verdächtiger wurde freigelassen. Bei den Ermittlungen wollen die französischen Polizeikräfte eng mit den belgischen und niederländischen Behörden zusammenarbeiten. Polizeikräfte hatten in der Nacht zum Samstag verhindert, dass ein Brandsatz vor der amerikanischen Bank in der Rue de la Boétie, nicht weit vom Élysée-Palast, gezündet wurde. Der erste Tatverdächtige wurde gefasst, als er mit einem Feuerzeug in der Hand versuchte, einen Fünf-Liter-Kraftstoffkanister sowie einen Feuerwerkskörper vor dem Bankgebäude anzuzünden. Er soll für den Anschlag über ein soziales Netzwerk kontaktiert worden sein. Ihm sollen 600 Euro in Aussicht gestellt worden sein.Louise OtterbeinBundesregierung reagiert auf Trump-Drohung: „Das hat er nicht zum ersten Mal gemacht“Die Bundesregierung hat gelassen auf die neueste Drohung von US-Präsident
Donald Trump gegen die NATO reagiert. „Das hat er nicht zum ersten Mal gemacht“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch in Berlin. „Da es ein wiederkehrendes Phänomen ist, können Sie auch die Folgen etwa selbst beurteilen“, fügte er in Anspielung auf frühere Äußerungen von Trump hinzu. Dieser soll laut der britischen Zeitung „Telegraph“ einen Austritt der USA aus der NATO erwägen.„Ich möchte nur für die Bundesregierung feststellen, dass wir selbstverständlich am NATO-Bündnis festhalten“, sagte der Regierungssprecher in Berlin. Er verwies erneut darauf, dass die NATO ein Verteidigungsbündnis für das Bündnisgebiet sei. Kornelius forderte, „solche Aufregungsspiralen“ zu beenden. Mit Blick auf die US-Kritik an europäischen NATO-Partnern sagte er, dass er davon ausgehe, dass die jeweiligen Mitgliedstaaten sich vertragstreu verhielten. Theresa Weiß
Israel: Weiterer Kommandeur der Hizbullah getötetDas israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Kommandeur der Hizbullah in der libanesischen Hauptstadt Beirut getötet. Es soll sich dabei um den Kommandeur der „südlichen Front“, Jusuf Ismail Haschem, gehandelt haben. Er habe eine zentrale Rolle in der Hizbullah gespielt. Die Schiitenorganisation äußerte sich zunächst nicht selbst. Libanesische Medien berichteten jedoch, die Hizbullah habe seinen Tod bestätigt. Bei dem Angriff in der Nacht in einem Viertel am südlichen Stadtrand wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums insgesamt sieben Menschen getötet. 26 weitere Personen seien verletzt worden. Nach Angaben der Hizbullah war unter den Toten auch Muhammad Baqir Al-Nabulsi, ein bekanntes Hizbullah-Mitglied. Der Angriff ereignete sich kurz nach Mitternacht. Eine dpa-Reporterin berichtete von mindestens drei Explosionen, die über der Hauptstadt zu hören gewesen seien. Theresa WeißTrump nennt NATO „Papiertiger“US-Präsident
Donald Trump hat einen möglichen Austritt der USA aus der NATO angedeutet. Das Bündnis sei „ein Papiertiger“, sagte Trump in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der britischen Zeitung „Telegraph“. Auf die Frage, ob er nach dem Irankrieg die NATO-Mitgliedschaft überdenken werde, antwortete der US-Präsident: „Oh ja, ich würde sagen, dass es über ein bloßes Hinterfragen hinausgeht."Zuvor hatte sich Außenminister Marco Rubio in einem Interview des Senders Fox News ähnlich geäußert. „Ich denke also, dass es leider keinen Zweifel gibt, dass wir nach Abschluss dieses Konflikts diese Beziehung neu bewerten müssen“, sagte der US-Außenminister dem Transkript seines Ministeriums zufolge. „Wir werden den Wert der Nato und dieses Bündnisses für unser Land neu prüfen müssen.“ Letztlich sei es eine Entscheidung des Präsidenten. „Und er wird sie treffen müssen“, sagte Rubio. Theresa WeißÖltanker in Qatar getroffenEin Öltanker ist in qatarischen Hoheitsgewässern von einer Rakete getroffen worden. Es gebe keine Verletzten, teilte das Verteidigungsministerium von Qatar auf der Plattform X mit. Drei Marschflugkörper seien aus
Iran abgefeuert worden. Zwei davon konnten abgefangen werden, hieß es in der Mitteilung weiter. Das getroffene Schiff sei vom staatlichen Energiekonzern Qatar Energy gechartert gewesen. Maßnahmen, um die Crew des Schiffs zu evakuieren, seien eingeleitet. Über das Ausmaß der Schäden am Schiff oder austretendes Öl wurde zunächst nichts bekannt.Theresa WeißAngriffe in
Teheran und auf IsraelIm Morgengrauen ist die iranische Hauptstadt
Teheran wieder von schweren Bombardierungen erschüttert worden. Nutzer in den sozialen Medien teilten Fotos, auf denen dichte Rauchwolken zu sehen waren, die über den Dächern im Nordosten der Millionenmetropole aufstiegen. Ein Luftangriff soll sich im Viertel Nobonjad ereignet haben, wo ein Komplex der Verteidigungsindustrie angesiedelt ist. Auch in anderen Stadtteilen Teherans, wo rund 15 Millionen Menschen leben, gab es Bombardierungen.Die jemenitische Huthi-Miliz hat unterdessen nach eigenen Angaben
Israel wieder mit Raketen angegriffen. Es habe sich um einen gemeinsamen Einsatz mit
Iran und der libanesischen Hizbullah-Miliz gehandelt, teilt die von
Iran unterstützte Islamistengruppe mit. Theresa WeißÖlpreis sinkt unter 100 Dollar je BarrelDer Preis für Öl der Sorte Brent ist am Mittwochmorgen unter die Marke von 100 Dollar je Barrel gefallen. Auch der Preis für europäisches Erdgas fiel am Mittwoch deutlich. Zuvor hatte Trump angekündigt, den Krieg in
Iran bald zu beenden. Sebastian ReuterTrump-Äußerungen lassen Kurse in Asien steigenDie Hoffnung auf ein baldiges Ende des Irankriegs lässt die Börsenkurse in Ostasien kräftig steigen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte bis kurz vor Handelsschluss am Mittwochnachmittag (Ortszeit) um knapp fünf Prozent zu, der südkoreanische Kospi rangierte sogar deutlich über acht Prozent im Plus. Der Hongkonger Leitindex Hang Seng stieg zum selben Zeitpunkt um 2,1 Prozent. Für den CSI 300, der die wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen abbildet, ging es bis zum Nachmittag um 1,5 Prozent nach oben. Der australische S&P ASX 200 konnte den Handelstag mit einem Plus von 2,2 Prozent abschließen. Zu Beginn der Woche hatten die Börsen in Ostasien noch deutliche Verluste verzeichnet.Die Märkte reagieren damit auf die jüngsten Aussagen von US-Präsident
Donald Trump, der mit einem Ende der US-Angriffe in
Iran in zwei bis drei Wochen rechnet. Der Ölpreis für ein Fass der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai ist unterdessen am Mittwoch deutlich auf unter 105 Dollar gesunken. 24 Stunden zuvor stand der Preis noch bei 113 Dollar.Das hilft den ostasiatischen Volkswirtschaften: Sie sind stark von Öllieferungen über die derzeit nahezu geschlossene Straße von Hormus vor
Iran abhängig. Am Dienstag hatte Peking jedoch die Durchfahrt von drei chinesischen Schiffen durch die Straße von Hormus bestätigt.Simon HüsgenPapst Leo: „Lasst den Krieg endlich enden“Papst Leo XIV. hat US-Präsident
Donald Trump und „alle Staats- und Regierungschefs der Welt“ eindringlich zu Friedensverhandlungen aufgerufen. „Mir wurde berichtet, Präsident Trump wolle den Krieg beenden“, sagte er am Dienstagabend in Castel Gandolfo. „Hoffentlich sucht er nach einem Weg, die Gewalt und die Bombardierungen zu verringern, was wesentlich dazu beitragen würde, den Hass zu beseitigen, der im Nahen Osten und anderswo geschürt wird und stetig zunimmt“, so der gebürtige US-Amerikaner.„Kehren Sie zum Dialog an den Verhandlungstisch zurück“, appellierte er an die politischen Führer. Sie sollten nach Lösungen für die Probleme suchen und den Frieden fördern. Das sei besonders mit Blick auf das bevorstehende Osterfest wichtig, sagte Leo XIV. auf Journalistenfragen vor der Rückkehr nach Rom von seinem freien Tag in den Albaner Bergen.„Wir befinden uns in der Karwoche. Ostern steht vor der Tür, das sollte die heiligste Zeit des Jahres sein, eine Zeit des Friedens und der Besinnung“, gab das Kirchenoberhaupt zu bedenken. „Doch wie wir alle wissen, erleben wir wieder einmal an vielen Orten der Welt so viel Leid, so viele Tote, darunter auch unschuldige Kinder.“ Er appelliere unaufhörlich an den Frieden, aber leider wollten viele Menschen Hass, Gewalt und Krieg schüren.„Deshalb erneuere ich heute Abend meinen Appell und lade alle ein, diese Tage im Bewusstsein zu leben, dass Christus auch heute noch gekreuzigt ist und in den Unschuldigen leidet.“ Ein Waffenstillstand zu Ostern sei wünschenswert, „aber lasst den Krieg endlich enden“, so Papst Leo XIV.Fabian DrahmouneDrohnenangriff auf Kuwaits Flughafen Kuwait ist abermals unter Beschuss durch Drohnen geraten. Treibstofftanks am internationalen Flughafen seien getroffen worden, teilte die Zivilluftfahrtbehörde des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Einsatzkräfte seien im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen sei durch den Beschuss nur Sachschaden entstanden. Berichte über Verletzte gebe es nicht.Fabian DrahmouneLibanon meldet sieben Tote bei israelischen AngriffenBei israelischen Angriffen im Süden von Beirut und in einem nahe gelegenen Gebiet sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums sieben Menschen getötet worden. Bei einem israelischen Angriff auf das Viertel Dschnah im Süden der libanesischen Hauptstadt seien fünf Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Zudem habe ein israelischer Angriff auf ein Fahrzeug in Chaldeh südlich von Beirut zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt.Die israelische Armee erklärte derweil, sie habe in zwei separaten Angriffen in Beirut einen „Kommandanten“ sowie ein weiteres Mitglied der proiranischen Hizbullah-Miliz getroffen.Fabian DrahmouneTanker vor Qatar beschossenVor der Küste des Golfstaats Qatar ist ein Tanker unter Beschuss geraten. Das Schiff sei rund 31 Kilometer nördlich der Hauptstadt Doha von einem nicht näher beschriebenen Projektil getroffen worden, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Es sei ein Schaden im Rumpf oberhalb der Wasseroberfläche entstanden. Die Besatzung sei in Sicherheit. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Zuvor war im Persischen Golf in der Nacht zum Dienstag ein riesiger kuwaitischer Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beschuss geraten. Er wurde Ziel eines iranischen Angriffs, während er vor dem Hafen von Dubai vor Anker lag, wie die staatliche Nachrichtenagentur Kuna berichtet hatte. Es wurde niemand verletzt. Mehr ladenTickarooLive Blog Software