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FRI · 2026-04-03 · 05:37 GMTBRIEF NSR-2026-0403-50310
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Der Traum vom seriellen Klonen? Irgendwann hilft nur noch Sex

Ein 20-jähriges Experiment mit Klonmäusen in Japan untersuchte die Grenzen des seriellen Klonens. Anfangs stieg die Geburtenrate geklonter Mäuse, was die Forscher um Sayaka und Teruhiko Wakayama an der University of Yamanashi zu der Annahme verleitete, dass unbegrenztes Klonen möglich sei.

Die WeltFiled 2026-04-03 · 05:37 GMTLean · Center-RightRead · 2 min
Der Traum vom seriellen Klonen? Irgendwann hilft nur noch Sex
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Ein 20-jähriges Experiment mit Klonmäusen in Japan untersuchte die Grenzen des seriellen Klonens. Anfangs stieg die Geburtenrate geklonter Mäuse, was die Forscher um Sayaka und Teruhiko Wakayama an der University of Yamanashi zu der Annahme verleitete, dass unbegrenztes Klonen möglich sei. Ab der 27. Generation sank die Geburtenrate jedoch aufgrund zunehmender Erbgutschäden, einschließlich Mutationen und Chromosomenverlust. Die 58. Generation war die letzte, da alle geklonten Mäuse kurz nach der Geburt starben. Das Team erzeugte insgesamt rund 1.200 Klone ausgehend von einer weiblichen Maus, was zeigt, dass selbst verbesserte Klontechniken biologische Grenzen haben. Frühere Studien an anderen Säugetieren hatten ähnliche Ergebnisse nach weniger Generationen gezeigt.

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The team generated around 1,200 cloned animals from one female mouse.

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The 58th generation was the last; all mice produced by cloning in this generation died the day after birth.

factualTeam um das Ehepaar Sayaka und Teruhiko Wakayama
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The birth rate of serial cloning began to decline from the 27th generation.

factualTeam um das Ehepaar Sayaka und Teruhiko Wakayama
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Initially, the success rate improved with each generation, leading to the belief that serial cloning could continue indefinitely.

quoteTeam im Fachjournal „Nature Communications“
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A 20-year experiment with cloned mice shows that even the most modern cloning techniques have biological limits.

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PfadnavigationHomeWissenschaftExperiment über 20 JahreDer Traum vom seriellen Klonen? Irgendwann hilft nur noch SexStand: 08:00 UhrLesedauer: 3 MinutenWas passiert, wenn man Säugetiere immer wieder klont? Forscher haben es über 20 Jahre untersuchtQuelle: picture alliance/Zoonar20 Jahre, 1200 Klone – ein Langzeitexperiment mit Mäusen schürte zunächst die Hoffnung, dass modernste Klontechnik unbegrenzt fortgesetzt werden kann. Doch ab einer bestimmten Generation kam alles anders.Ein 20 Jahre langes Experiment mit Klonmäusen zeigt: Selbst modernste Klon-Techniken stoßen an biologische Grenzen. Bei der Studie, die im Januar 2005 begann, stieg die Geburtenrate zunächst von Generation zu Generation an. „Da sich die Erfolgsrate mit jeder Generation leicht verbesserte, schlussfolgerten wir zunächst, dass das serielle Klonen unbegrenzt fortgesetzt werden könnte“, schreibt das Team im Fachjournal „Nature Communications“. Doch es kam anders.Bei jeder Klonrunde sammelten sich weitere Erbgutschäden in den Mäusen an – zunächst kleine Mutationen, später auch größere Änderungen an der Struktur der Erbgutträger bis zum Verlust eines X-Chromosoms. Die geklonten Mäuse schienen nach Angaben des japanischen Teams zwar bis zur 57. Generation äußerlich normal zu sein, und ihre durchschnittliche Lebenszeit lag mit rund zwei Jahren im Normalbereich. Die sich anhäufenden Erbgutschäden hatten jedoch Auswirkungen auf den Erfolg des Klonens.„Die Geburtenrate des seriellen Klonens begann ab der 27. Generation zu sinken, und die 58. Generation war die letzte“, schreibt das Team um das Ehepaar Sayaka und Teruhiko Wakayama von der University of Yamanashi. „Alle in dieser Generation durch Klonen erzeugten Mäuse starben bereits am Tag nach ihrer Geburt.“ Die Geburtenrate war ohnehin sehr niedrig gewesen.Lesen Sie auchFrühere, kleinere Studien zeigten bereits, dass das serielle Klonen bei Säugetieren wie Ziegen, Rindern und Schweinen nach sehr wenigen Generationen Auswirkungen hat oder an seine Grenzen stößt. Durch eine Verbesserung der Klontechnik konnte das japanische Team jedoch viele Klontier-Generationen erzeugen. Insgesamt hat es ausgehend von einer weiblichen Maus rund 1.200 Klontiere erzeugt.Beim Klonen von Säugetieren entnehmen Forscher den Zellkern einer Körperzelle und transferieren ihn in eine zuvor entkernte Eizelle. Diese Eizelle wird einem weiblichen Tier eingesetzt. Das sich entwickelnde Tier hat nahezu dasselbe Erbgut wie dasjenige, von dem die Körperzelle stammt. Lesen Sie auchDas auf diese Weise entstandene Klonschaf Dolly erregte als erstes geklontes Säugetier 1997 weltweit Aufsehen. Später folgten etwa die von Teruhiko Wakayama geklonte Maus Cumulina, die in München entstandene Klonkuh Uschi sowie Hunde und weitere Tiere. Beim Sex läuft das anders: Vor der Entstehung von Ei und Spermien wird das gewöhnliche Erbgut erst halbiert (Meiose). Später bei der Befruchtung mischen sich die beiden Erbguthälften von Ei und Spermium zu einem neuen, kompletten Erbgutsatz zusammen. Dabei gibt es etliche Reparaturmechanismen, die beim Klonen – das dem Kopieren ähnelt – entfallen.Wurden Klonmäuse der 55. Generation mit Männchen verpaart und vermehrten sich diese Nachkommen wiederum sexuell, dann stieg die Geburtenrate laut Studie wieder an. Das zeige, dass sogar Erbgutfehler, die sich durch das Klonen angesammelt hatten, durch sexuelle Fortpflanzung teilweise behoben werden können. Die Studie bekräftigte, dass „die sexuelle Fortpflanzung für das langfristige Überleben von Säugetierarten unverzichtbar ist“.dpa/vem
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